Wir drĂŒcken die Partei „Alternative fĂŒr Deutschland“ bundesweit unter die FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde. Hier steht, wie wir das machen und warum.

Vorbemerkung
Solange die Parteiorganisation „Alternative fĂŒr Deutschland“ (A.f.D.) nicht vom Bundesverfassungsgericht verboten ist, steht diese Organisation auf dem Spielfeld, welches das Grundgesetz Parteien einrĂ€umt. Es gibt gewichtige GrĂŒnde dafĂŒr, dass die Verfassung dem Staat nur diese eine Möglichkeit gibt, eine ihm tatsĂ€chlich oder angeblich unangenehme Partei lozuwerden, selbst wenn er deren fĂŒhrenden FunktionĂ€re kontrolliert.

Somit haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger das Recht diese Partei zu wĂ€hlen. Und Millionen haben dies bereits getan. Es geht uns nun bei Aktion Vierkommanichts nun nicht darum irgendjemandem irgendetwas zu verbieten oder wegzunehmen – ganz im Gegenteil.
Es geht uns darum klarzustellen, wer mit dieser Partei namens „A.f.D.“ etwas verliert – nĂ€mlich die Republik, ihr Volk und die uralten Werte von Fairness, Gerechtigkeit, Sicherheit vor dem Starken, unsere verfassungsmĂ€ĂŸig garantierte Freiheit der religiösen und politischen Anschauungen, der Meinung und Überzeugung und nicht zuletzt das Verfassungsgebot des friedlichen Zusammenlebens der Völker in diesem Land und darĂŒber hinaus.

FĂŒr uns ist diese Partei nur mit verfassungsgemĂ€ĂŸen, legalen Mitteln und auf Augenhöhe politisch effektiv zu bekĂ€mpfen. Andere Wege werden hier weder diskutiert, noch kommentiert. Ebensowenig werden andere Parteien empfohlen oder beworben.

Nichtsdestotrotz empfehlen wir, ĂŒber das seit Jahrzehnten in der Republik faktisch existierende ParteigrĂŒndungsverbot im sozialdemokratischen, fortschrittlichen, emanzipatorischen Spektrum nachzudenken. Zu ErwĂ€gen wĂ€re auch eine vorhergehende Strömung und / oder Organisation wie die Indignados (spĂ€ter hervorgegangene Partei: Podemos) und Nuit Debout in der nach Attentaten unter Ausnahmezustand gesetzten Republik Frankreich.

Ziel
Ziel von Aktion VierkommaNichts ist, die Parteiorganisation „A.f.D.“ in den bundesweiten Umfragen unter die FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde zu bringen. Ebenso in so vielen BundeslĂ€ndern wie möglich.

EinfĂŒhrung und Analyse
Alle bisherigen Versuche die Partei „A.f.D.“ in Wahlumfragen und -Ergebnissen sinken zu lassen sind gescheitert – und mit ihnen alle Parteien, Organisationen, Strömungen und Individuen, die an entsprechenden Versuchen beteiligt waren. Wurde die „A.f.D.“ in der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im MĂ€rz 2016 mit ĂŒber 24 Prozent zweitstĂ€rkste Partei, hat sie bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September 2016 derzeit sogar Chancen an der Mutterpartei vieler leitender „A.f.D.“-FunktionĂ€re, der „Christlich-Demokratischen Union“ (C.D.U.), vorbei zu ziehen und anschließend die stĂ€rkste Fraktion im Landtag zu stellen.

Die Logik besagt nun, dass dieses verheerende Scheitern aller mehr oder weniger etablierten Parteien, Organisationen und Strömungen im politisch linken Spektrum GrĂŒnde haben muss. Der andere Schluss wĂ€re, dass dieser Aufstieg einer xenophobischen, politisch rechts-reaktionĂ€ren und nach anfĂ€nglichen TĂ€uschungsversuchen nun offen verfassungsfeindliche Partei unumgĂ€nglich und unvermeidbar war. Das aber halten wir fĂŒr einen Trugschluss bzw eine Ausrede fĂŒr das damit einhergehende EingestĂ€ndnis eigener UnfĂ€higkeit.

Die FĂ€higkeit zu Denken aber ist die Grundlage politischer TĂ€tigkeit. Diese FĂ€higkeit zu Denken, die in unserem eben nicht spieltheoretischen, sondern klassisch-humanistischen Menschenbild alle Personen gleichermaßen besitzen, setzt wiederum den Willen zum Denken voraus. Dieser Wille zum Denken ist innerhalb des real existierenden sozialdemokratischen, basisdemokratischen im allgemeinen links genannten Spektrums der „westlichen“ HemisphĂ€re offensichtlich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten insgesamt – in Form eines verifizierbaren Resultats dem eigenen Anspruch nach – nicht mehr vorhanden. Mehr noch: dieser Wille zum Denken, der bei selbstbewussten Individueen unweigerlich immer wieder auftritt, wird im vermeintlich linken, fortschrittlichen Spektrum durch deren etablierte Organisationen und Kader aktiv unterdrĂŒckt. Stattdessen wird Paralyse, SelbstlĂ€hmung und Selbstbetrug quasi zum Religionsersatz erhoben, bei gleichzeitiger schĂ€biger Verleumdung aller noch verifizierbar denkenden Individuen als „Spalter“ der gemeinsamen politischen Selbstzerstörung, samt allem, was man generell in die Finger bekommt.

Generell ist davon auszugehen, dass alle Kader und FunktionĂ€re im beschriebenen vermeintlich politisch linken, fortschrittlichen und / oder liberalen und demokratischen Spektrum berechigterweiße große Angst haben. Sie stehen vor dem Ergebnis ihres politischen Wirkens: den TrĂŒmmern der alten Gesellschaft. Konkret u.a. vor

– dem Abbau, Zusammenbruch oder organisierten Raub der ĂŒber Jahrzehnte und Jahrhunderte von tatsĂ€chlichen Sozialdemokraten, Gewerkschaftlern, Denkern und Individuen aufgebauten oder verteidigten sozialen materiellen und immateriellen Errungenschaften und GĂŒter (Verfassungsrechte, Streikrecht, Mitbestimmung auch nicht kapitalstarker Bevölkerungsgruppen wie der Arbeiterschaft in der Gesellschaft, demokratische Kontrolle von Staat und internationalen RegierungsrĂ€ten in Blöcken wie der „EuropĂ€ischen Union“, Löhne, Kaufkraft, soziale Absicherung, Krankenversorgung, Rente, etc),

– der systemischen Beobachtung und Kontrolle („MassenĂŒberwachung“) der Bevölkerung durch Staat und Kapitalisten,

– einem seit 15 Jahren im Zuge eines durch sie organisierten, bewilligten oder geduldeten weltweiten Krieges im Geheimen oder sogar offen (s. Frankreich) implementierten Ausnahmezustands, in dem der Staat und dessen KrĂ€fte unkontrolliert tun was sie können und nicht nur das, was sie verfassungsmĂ€ĂŸig dĂŒrfen. Nicht zuletzt sind zwei Millionen Tote in den Kriegsgebieten Asiens und Afrikas das Ergebnis (Quelle: SchĂ€tzung der I.P.P.N.W. aus MĂ€rz 2015, allein in den drei Kriegsgebieten Afghanistan, Irak und Pakistan in zehn Jahren ĂŒber jeweils unterschiedliche Zeitspannen gerechnet, ohne Kriegsgebiete wie Libyen, Jemen, Somalia, Nigeria, Ukraine, PalĂ€stina, Syrien, usw: 1,3-2 Millionen Tote. Dabei ging die I.P.P.N.W. schon bei ihrem „Body Count“ 2013 davon aus, dass die Zahl der Toten allein im Irak bereits in 2007 die Millionengrenze ĂŒberschritten hatte)

Auch hier besagt die Logik, dass dieses verheerende „Scheitern“ aller mehr oder weniger etablierten Parteien, Organisationen und Strömungen im politisch linken Spektrum GrĂŒnde haben muss, oder aber kein Scheitern, sondern Absicht war.

DiesbezĂŒglich muss man sich nun folgende Fragen stellen: Wer wĂŒrde noch Gewerkschaften brauchen, wenn es keine Arbeitslosigkeit gĂ€be, sondern angemessene Löhne und soziale Absicherung? Wer brĂ€uchte noch eine Friedensbewegung, wenn es Frieden gĂ€be? Und was wĂ€re diese Rechtfertigung der Partei „Die Linke“ fĂŒr das fanatische Festhalten an einem kapitalistischen Finanzsystem, mit dem und fĂŒr das die Demokratien auf dem ganzen Kontinent brutal ausgeplĂŒndert worden sind, ohne die „Alternative fĂŒr Deutschland“? Was wĂ€re die „EuropĂ€ische Union“ ohne den Nationalismus in ihren Mitgliedsstaaten, als deren vermeintlich einzige Alternative?

Menschenfeindlichkeit, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, Armut, Kriege und Attentate sind keine VerkehrsunfĂ€lle. Sie passieren nicht mal eben und auch nicht aus Zufall. Sie sind keine „KollateralschĂ€den“ einer Schönen Neue Welt(Ordnung), sondern haben GrĂŒnde, Ursachen, Profiteure. Das zĂ€hlt gerade und vor allem fĂŒr Diejenigen, die von diesen verheerenden MissstĂ€nden und VerhĂ€ltnissen profitieren, weil sie fĂŒr deren Behebung bzw Verhinderung bezahlt werden. Sind diese MissstĂ€nde und VerhĂ€ltnisse aber nicht mehr vorhanden, laufen genau diese vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen „Feuerwehrleute“ Gefahr selbst ĂŒberflĂŒssig zu werden und ihre Finanzierung durch die Gesellschaft zu verlieren.

Entsprechend ihrer eigenen spieltheoretischen Denke – Selbstsucht als Maxime alles menschlichen Handelns – sind diese staatlichen und / oder kommerziellen KrĂ€ftevielmehr daran interessiert alles noch schlimmer zu machen, um ihren Profit zu erhöhen. Aus der Erfahrung der letzten Jahrzehnte gilt diese Analyse bis zum Beweis des Gegenteils.

Die Behauptung also, dass dieser Aufstieg einer xenophobischen und politisch rechts-reaktionĂ€ren Partei nicht nur in unserer Republik, sondern in einer Vielzahl von Demokratien auf dem Kontinent unumgĂ€nglich und unvermeidbar war, halten wir bestenfalls fĂŒr einen Trugschluss oder eine Ausrede fĂŒr das damit einhergehende EingestĂ€ndnis eigener UnfĂ€higkeit; schlimmstenfalls aber dient diese Ausrede der Vernebelung eigener Kollaboration aus niederen Motiven.

Argumente gegen die „Alternative fĂŒr Deutschland“
1. Zu behaupten, die religiöse Anschauung des Islam gehöre nicht zu Deutschland, ist genauso irrational wie die Behauptung die politische Anschauung der „Alternative fĂŒr Deutschland“ und von Volker Kauder gehöre nicht zu Deutschland.

Es gilt das Grundrecht unserer Verfassung Artikel 3 Absatz 3:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Religiöse und politische Anschauungen sind Ergebnisse von Entscheidungen, die die freien Menschen unseres Landes fĂŒr sich treffen. Keiner hat das Recht ihnen das zu nehmen. So zu tun, als gĂ€be es diese Entscheidungen und die daraus folgenden religiösen und politischen Anschauungen nicht („gehört nicht zu Deutschland“), ist irrational, lĂ€cherlich und zeugt von UnmĂŒndigkeit und autoritĂ€rem Denken, Marke „Es kann nicht sein, was sein darf“.

Da es fĂŒr jedes Niveau von Kommunikation die entsprechende Argumentationsschine braucht, hier mal das Beispiel kultureller Selbstverteidigung von VegetarierInnen:
FĂŒr den Philosophen: „Ich esse nichts, was mal ein Gesicht gehabt hat.“
FĂŒr die Bewegten: „Ich esse nichts, was mal eine Mutter gehabt hat.“
FĂŒr den Kunden am Kiosk in Berlin-Wedding: „Ich esse nichts, was mal ein A**chloch gehabt hat.“

Man könnte jetzt auch sagen, „Die Grippe gehört nicht zu Deutschland, aber die Infizierten“ und damit wahlweise die WĂ€hlerinnen und WĂ€hler der C.D.U. oder Muslime meinen. Aber normal ist das nicht. Es gibt auch in Deutschland jeden Tag einen Sonnenaufgang. Aber gehört der (zu) Deutschland?

Ebenso wenig rational ist es, so etwas wie ein Hertha BSC Gen unter dem Mikroskop zu suchen. Um mal die sportlichen Anschauungen zu erwĂ€hnen. Es soll sogar schon Leute gegeben haben, die sind nach Köln gezogen. Von DĂŒsseldorf. Auch so etwas soll schon vorgekommen sein.

Entsprechend ist die Entscheidungen erwachsener Menschen fĂŒr religiöse und politische Entscheidungen im jeweiligen Sinne zu beeinflussen und um andere zu werben, zu werben, selbstverstĂ€ndlich auch unser Anliegen. Genau deswegen Aktion VierkommaNichts. Wir laden die AnhĂ€ngerinnen und AnhĂ€nger der „A.f.D.“ ausdrĂŒcklich zu Aktion VierzehnundAlles ein. Mal sehen wer stehen bleibt.

2. Ich glaub das nicht, was uns die Geheimdienste da erzÀhlen.
Die kolpotierte RealitĂ€t bezĂŒglich aller Attentate innerhalb der westlichen HemisphĂ€re in den letzten fast 15 Jahren Krieg – und damit ein essentieller Teil unserer RealitĂ€t und Wahrnehmung insgesamt – beruht auf Angaben vom (international engmaschig vernetzten) geheimdienstlichen Komplex. Ganz normale Gerichtsverfahren, eine fundamentale Errungenschaft der Zivilisation, gerade hinsichtlich der jahrhundertelangen AbgrĂŒnde von christlich-kirchenstaatlicher Inquisition, gibt es entweder ĂŒberhaupt nicht, oder mit Jahren VerspĂ€tung. Stattdessen werden, wie derzeit seit ĂŒber einem halben Jahr in Frankreich, grundlegende immaterielle, verfassungsrechtliche Schutz-AnsprĂŒche der Bevölkerung vor dem Starken Staat außer Kraft gesetzt und der WillkĂŒr TĂŒr und Tor geöffnet. Trotzdem stellt keine einzige etablierte Partei oder Organisation, nicht einmal ein einziger Parlamentsabgeordneter der gesamte westlichem HemisphĂ€re die Angaben des geheimdienstlichen Komplexes bezĂŒglich der Attentate, wie der in Paris oder BrĂŒssel, öffentlich in Zweifel. Nicht einer.

Auch das ist kein Zufall, sondern Kollaboration.

Man stelle sich jetzt einmal die Ergebnisse etwa in der kĂŒrzlich erfolgten ersten Runde der Wahl zum PrĂ€sidenten der Zweiten Republik Österreich ohne die Attentate in Paris und BrĂŒssel vor, die ohne irgendein Gerichtsverfahren oder Untersuchung blitzkriegartig erst vom geheimdienstlichen Komplex und nachfolgend allen staatlichen Organen in allen Mitgliedssstaaten von „EuropĂ€ischer Union“ und Nordatlantikpakt Muslimen und / oder Personen aus den Kriegsgebieten in Asien wie Syrien und Irak zugeschanzt wurden und anschließend diesen Staaten und Behörden auch noch als Rechtfertigung fĂŒr eine weitere Eskalation der eigenen KriegfĂŒhrung in diesen Gebieten diente.

Wie also wĂ€re die PrĂ€sidentenwahl in Österreich ohne die irrationale Angst vor dem TurbantrĂ€ger und dem KopftuchterroristenflĂŒchtling verlaufen? Wie wĂ€re sie stattdessen verlaufen, wenn die WĂ€hlerinnen und WĂ€hler gegenteilig Angst vor ihren eigenen Behörden gehabt hĂ€tten? Zum Beispiel Angst davor, zum Untertan eines Polizeistaates gemacht zu werden, der wie im Zweiten Weltkrieg wieder alles einer Religion unterjubelt, skrupellos in Kooperation mit dem deutschen Bundesnachrichtendienst die gesamte Bevölkerung durchleuchtet und sich darĂŒber hinaus noch zum Löffel von Deutschlands Regierung macht, die wiederum eine faktische Junta ĂŒber den halben Kontinent reprĂ€sentiert und als Alternative fĂŒr Deutschland im Zuge schmutziger Deals mit dem Autokraten Tajjip Erdogan die europĂ€isch-chinesische Lösung an der Grenze der TĂŒrkei zum ĂŒberfallenen Syrien propagiert.

Wenn es keiner sagt, wir sagen es, gerade jedem WĂ€hler und jeder WĂ€hlerin von „A.f.D.“ und „Freiheitlicher Partei Österreichs“ (F.P.Ö.): Ich glaub das nicht, was uns die Geheimdienste da erzĂ€hlen.

3. Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, Asyl und Schutz vor Tod und Folter heisst nicht allen die StaatsbĂŒrgerschaft hinterher zu schmeissen. Also was soll die Panikmache?
Gerade die Parteien und Organisation des fortschrittlichen, linken, sozialdemokratischen Spektrums wĂ€ren dazu verpflichtet, der mittlerweile völlig verĂ€ngstigten und verunsicherten Bevölkerung mal zu erklĂ€ren, dass eine Aufenthaltserlaubnis, eine Arbeitserlaubnis und das GewĂ€hren von Asyl fĂŒr politisch Verfolgte völlig unterschiedliche Dinge sind. Stattdessen wird im Deppensprech penetrant die „Integration“ herunter genudelt, als versteckte Hinlenkung zur vielbeschworenen „europĂ€ischen Integration“, hinter der sich wiederum nichts Anderes verbirgt als die seit Jahrzehnten betriebene Agenda zur Zerschlagung der souverĂ€nen Demokratien auf dem Kontinent, zugunsten eines quasi neuen Karolinger Reichs, oder „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“.

Wer so tut, als wĂŒrden demnĂ€chst 7 Milliarden Menschen in das eigene Land einfallen und mit Fug und Linksrechts hier mal die Hand aufhalten (können), kollaboriert mit der irrationalen Angst der Menschen vor dem Menschen, dem bekanntermaßen kleinen Bruder der Macht des Menschen ĂŒber den Menschen, und befördert reaktionĂ€r-autoritĂ€re Strömungen und Entwicklungen.
Wer glaubt, es sei schon irgendwie „okay“, wenn der Staat die Verfassung und das Recht außer Kraft setzt, fĂŒr den guten Zweck, der sollte darĂŒber nachdenken, wie schnell sich ein Zweck auch Ă€ndern kann, wenn der Staat erstmal alle Mittel in der Hand und keine Ketten mehr am Fuß hat. Das wendet sich blitzschnell gegen genau die Deppen, die in der Geschichte noch immer versagt haben, vorneweg (fast) alles was sich heutzutage links nennt.

4. Die eine deutsche IdentitĂ€t gibt es nicht, wohl aber die IdentitĂ€t der Republik Deutschland. Und diese bilden ihre Menschen und das Grundgesetz. Und dafĂŒr braucht es SouverĂ€nitĂ€t.
Wie wir alle wissen, sind wir keine Ameisen. Jeder und jede verfĂŒgt ĂŒber eine eigene IdentitĂ€t. Die IdentitĂ€t einer Gesellschaft, die IdentitĂ€t von Deutschland, bildet sich im Wesentlichen aus zwei Faktoren: der Summe der Interaktion aller 80 Millionen IdentitĂ€ten, sowie der Ordnung auf denen diese interagieren bzw interagieren können. Und diese ist das Grundgesetz.

Um nun unsere eigene IdentitĂ€t und damit die der Berliner Republik insgesamt ĂŒberhaupt bilden zu können, brauchen wir eben SouverĂ€nitĂ€t. Auch Links braucht das. Auch und gerade Links braucht SouverĂ€nitĂ€t.

5. Nationalismus ist keine Alternative, sondern die andere Seite, vor allem die der Medaille „EuropĂ€ische Union“
Der Krieg der Völker Europas gegeneinander ist im Einflussbereich der „EuropĂ€ischen Union“ zum Erliegen gekommen, das ist richtig. Dies nun als Errungenschaft der 1992 ĂŒberhaupt erst gegrĂŒndeten „E.U.“ zu verkaufen, ist zynisch und blendet jedwedes Geschichtswissen aus, etwa das Wissen um die aus der gerade eben erst gegrĂŒndeten „E.U.“ und deren Mitgliedsstaaten betriebenen und heraufbeschworenenen BĂŒrgerkriege im ehemaligen Yugoslawien (Serbien, Kroatien, Slowenien, Mazedonien, Bosnien, Kosovo) in den 90er Jahren und jĂŒngst in der Ukraine. Stets waren Nationalisten und Faschisten die Fusstruppen der „europĂ€ischen Integration“, oder deren willkommene Feindbilder, deren langer Marsch aber jeweils in der E.U. endete. In imperialistischer Dialektik wurden die fortschrittlichen, emanzipatorischen, demokratischen und sozialen (Schwer)KrĂ€fte ausgeschaltet oder neutralisiert, um dem Gemetzel Aller gegen Aller freie Bahn zu verschaffen. Ebenso natĂŒrlich in Asien und Afrika.

Dabei ist der 2008 von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen PrĂ€sidenten Nicolas Sarkozy aus dem Hut gezogene trikontinale Block der „Mittelmeerunion“ nicht aus dem Auge zu verlieren, ebenso wenig was seitdem in dessen Mitgliedsstaaten Libyen, Ägypten, Syrien, PalĂ€stina, Libanon und TĂŒrkei passiert ist – und auch nicht, was dort noch anstehen könnte.

Perfide Heuchelei und Kollaboration mit diesem Imperialismus ist es nun, gerade Sozialdemokraten, Linken und Sozialisten etwa aus Portugal, Griechenland, Frankreich, Spanien und Italien „linken Nationalismus“ zu unterstellen, nur weil sie sich gegen die (maßgeblich von deutschem Boden aus) betriebene Zerschlagung ihrer souverĂ€nen Demokratien wehren. Im Gegenteil sollten sich alle als politisch links benennenden Personen einmal bewusst machen, dass sie mit ihrer paneuropĂ€isch-ideologischen Definition von „Europa“ – einem Zentralstaat ĂŒber den Kontinent, einem Klon der „Vereinigten Staaten von Amerika“ – auch die SouverĂ€nitĂ€t derjenigen LĂ€nder in Frage stellen, die schon einmal von Deutschland aus ĂŒberfallen wurden, nur seinerzeit eben mit militĂ€rischen und nicht wie derzeit mit finanziellen Mitteln. Diesen Überfall auf die europĂ€ischen Demokratien auch noch als „pro-europĂ€isch“ zu verkaufen ist wirklich das Allerletzte.

In der Auseinandersetzung mit WĂ€hlerinnen und WĂ€hlern der „Alternative fĂŒr Deutschland“ ist somit festzuhalten und zu betonen, dass sie keine Alternative, sondern die andere Seite der Medaille namens „EuropĂ€ische Union“ und fĂŒr deren weiteren Aufstieg und Machtergreifung nötiges Feindbild reprĂ€sentieren.

Vor ĂŒber 100 Jahren, drei Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, schrieb die im Zarenreich Russland geborene Rozalia Luksenburg und spĂ€tere deutsche Sozialdemokratin Rosa Luxemburg als Mitglied der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ zur bereits damals in der S.P.D. herumspukenden Ideologie der „Vereinigten Staaten von Europa“:

„Ebenso wie wir stets den Pangermanismus, den Panslawismus, den Panamerikanismus als reaktionĂ€re Ideen bekĂ€mpfen, ebenso haben wir mit der Idee des PaneuropĂ€ertums nicht das geringste zu schaffen.“

„Jedes Mal, wo bĂŒrgerliche Politiker die Idee des EuropĂ€ertums, des Zusammenschlusses europĂ€ischer Staaten auf den Schild erhoben, da war es mit einer offenen oder stillschweigenden Spitze gegen die „gelbe Gefahr“, gegen den „schwarzen Weltteil“, gegen die „minderwertigen Rassen“, kurz, es war stets eine imperialistische Mißgeburt“

Die tatsĂ€chliche Alternative zur „EuropĂ€ischen Union“ ist nicht der barbarische, egoistische Nationalismus, sondern das solidarische Miteinander der Völker Europas und der Respekt vor der jeweils anderen Entscheidung und SouverĂ€nitĂ€t. Und das hat nichts mit VĂ€tern und deren LĂ€ndern, oder gar mit GroßvĂ€tern und deren Kriegen, sondern nur mit uns zu tun, mit uns, die wir hier und jetzt leben und selbst entscheiden was wir wollen.

Auf gehtÂŽs. Wir drĂŒcken die „A.f.D.“ auf VierkommaNichts!

(diese Aktionsseite startete am 8. Mai 2016 wird nach eigenem Ermessen aktualisiert)