Kriegskoalition gegen I.S.I.S. in Washington und ihre Waffen-Börse in Abu Dhabi

Die "International Defence Exhibition and Conference" (IDEX 2017) in Abu Dhabi vor zwei Wochen endete mit Verträgen von Rüstungsgütern im zweistelligen Milliardenbereich.

In Vorbereitung des G20-Gipfels treffen sich gewöhnlich zuvor die Aussenminister der teilnehmenden Staaten und ihre Bündnisgenossen. Sicher terminlich nicht zufällig gelegt reisten die Vertreter dieser Länder in dieser Woche zu einer Versammlung der "International Coalition for the Eradication of ISIS - der Internationalen Allianz gegen den Islamischen Staat" nach Washington. Die entscheidenden Vereinbarungen werden immer "am Rande" verabredet, ohne detaillierte Aufzeichnungen durch zugelassene Reporter. So die Absprachen des saudischen Aussenministers Adel bin Ahmed al-Jubeir mit Boris Johnson (Grossbritannien), Ibrahim Al-Jaafari (Irak) und Angelino Alfano (Italien).

Die meisten dieser Staaten profitieren von dem Ver- und Einkauf von Waffensystemen. Während die Politiker öffentlich den "Terroristen" gemeinsam den Kampf ansagen, blüht das offizielle Waffengeschäft auf Hochtouren. Wie ein Blick auf die jüngste Waffenmesse in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt, überboten sich die Teilnehmer voller Stolz über gelungene abgeschlossene Verträge oder warben mit Fotos ihrer Präsentationsstände. Einen kleinen Eindruck davon bietet Twitter. Unter #İDEX2017 präsentierten sich verschiedene Aussteller. Angeboten wird von Kampfflugzeugen bis zur kleinsten Pistole und elektronischer Ausrüstung das gesamte Spektrum der Kriegsausrüstung.

Solange diese in die mehrere Billionen Dollars gehenden Verträge auf internationalen jährlichen Messen getätigt werden, besteht niemals ein ernst zu nehmendes Interesse an echten Friedensverträgen. Die Rüstungsindustrie würde zum Hungerleider.

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Eine Option: Noch mehr Eroberungen islamischer Staaten, wegen dem „Islamischen Staat“.

Quelle:
http://english.alarabiya.net/en/News/gulf/2017/03/23/Jubeir-meets-foreign-ministers-of-Britain-Iraq-Italy-during-ISIS-meet.html