U.N.-Klimakonferenz 2017: Geniale architektonische Bauweisen der Antike fördern!

Kapital, Ressourcen

Historische Kühltürme ohne Emissionen in der Archtitektur neu entdecken: Die "Windfänger" (persisch Bādgir) von Yazd

Im November 2017 wird in Bonn die Weltklimakonferenz der Organisation der Vereinten Nationen unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi mit mehreren Zehntausend Teilnehmern stattfinden. Wie immer vor einer so grossen Veranstaltung wird im Vorfeld die Presse mit entsprechenden Beiträgen zum Thema "Klima" regelrecht geflutet. Viele Artikel werden von den Vertretern der verschiedenen Energiebranchen geschrieben und sind selten als solche gekennzeichnet.

So ist es für die Leser schwierig zu unterscheiden, ob der Beitrag wirklich sachlich fundiert ist oder von den jeweiligen Interessen der Konzerne und Banken diktiert wird.

In unserer heutigen hochtechnologisierten Gesellschaft wird der Bedarf an Energie in der Wirtschaft und im privaten Sektor immer höher. Um diesen zu decken werden fossile Brennstoffe ausgebeutet, grosse Wind- und Solarparks, Riesenstaudämme und neue Atomkraftwerke mit erheblichem Kosten- und Materialaufwand errichtet. Die betroffene ortsansässige Bevölkerung wird nicht selten zwangsumgesiedelt. Bestes Beispiel in Deutschland sind der Hambacher Forst und die Lausitz mit den umliegenden Dörfern, die dem Abbau der Braunkohle zum Opfer fielen.

In unseren Breiten sind die Heizkosten im Winter ein erheblicher Kostenfaktor. In anderen, wärmeren Regionen der Welt wird hingegen Energie zur Kühlung der Innenräume der Gebäude benötigt.

In historischen, antiken Zeiten standen die Energieressourcen wie Atomkraft oder Windräder nicht zur Verfügung. Dennoch sind die Innovationen der damaligen Erfinder gerade heute bei der Planung neuer Gebäude sehr hilfreich um einen Teil von Energie zu sparen.

Die Architekten des Altertums nutzten den Wind zur Kühlung der Innenräume. Eine recht einfache Lösung ohne Emissionen, die in grossem Maßstab Beachtung finden sollte. Eingangs haben wir auf den Eintrag auf Wikipedia zu den "Windfängern" verlinkt. Dort ist die Funktionsweise beschrieben, so dass wir uns an dieser Stelle die Erklärungen sparen.

Der iranische Sender PressTV hat unter der Rubrik Tourismus ein Werbevideo zum Besuch der Stadt Yazd veröffentlicht.

Auf Science Direct wurden einige aktuelle Forschungen verschiedener Fachleute zu diesem Thema vorgestellt.

Im Internet lassen sich viele Beiträge zu diesem Thema finden. Eine Suche lohnt sich für Interessierte.

Die alten Techniken sollten intensiv in die heutigen Bauplanungen eingebunden werden um weiterer Umweltzerstörung mit dem Abbau von Ressourcen vorzubeugen. Unsere Vorfahren hatten hervorragende Ingenieure, auch im Bereich unterirdischer Wasserspeicher (Uralte bewährte Bewässerungstechniken der Antike neu entdeckt).

Das Feld darf auf der Klimakonferenz nicht denjenigen überlassen werden, die dort nur vertreten sind um maximalen Profit mit Grossprojekten einzukassieren.

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