Storno 21: Schluss mit dem Betrug!
Zwei neue BĂŒrgerbegehren gegen Stuttgart 21 gestartet
Die BĂŒrgerbewegung gegen Stuttgart 21 startet heute (18.) zwei neue BĂŒrgerbegehren gegen das nutzlose Milliardenprojekt S21. Die beiden BĂŒrgerbegehren tragen die Titel âStorno 21â und âLeistungsrĂŒckbau S21â. Der Start der Unterschriftensammlung ist am Samstag, 19.10.2013 im Rahmen der groĂen Samstagsdemo auf dem Stuttgarter Schlossplatz.
Das BĂŒrgerbegehren âStorno 21â befasst sich damit, dass die Kostenobergrenze fĂŒr S21 nach offiziellen Aussagen der Bahn deutlich ĂŒberschritten ist. Erhebliche Fehlkalkulation rĂ€umt die Bahn als selbst verschuldet ein. Inzwischen ist dokumentiert, dass die Bahn schon drei Jahre zuvor die Kosten mit fĂ€lschlich behaupteten Einsparpotentialen âschön gerechnetâ hat. Die Bahn-Verantwortlichen haben dadurch die Informations- und Gestaltungsrechte der Stadt drei Jahre hindurch grob verletzt bzw. behindert. Durch dieses untreue Verhalten der Bahn gegenĂŒber ihren âProjektpartnernâ Stadt und Land ist eine grundlegend neue Sachlage eingetreten, die der Stadt die KĂŒndigung der VertrĂ€ge ermöglicht. Diese KĂŒndigung der S21-VertrĂ€ge wird im BĂŒrgerbegehren âStorno 21â von den unterschreibenden BĂŒrgern beantragt.
Das BĂŒrgerbegehren âLeistungsrĂŒckbau S21â befasst sich mit der aufgedeckten LeistungslĂŒge, also der Tatsache, dass bereits in den Planfeststellungsunterlagen der KapazitĂ€tsrĂŒckbau fĂŒr den Stuttgarter Bahnknoten enthalten ist, trotzdem bis heute mit einer dramatischen Leistungssteigerung durch S21 geworben und argumentiert wird. Nur durch eine tatsĂ€chliche Leistungssteigerung wĂ€re ein öffentliches Interesse am Projekt Stuttgart 21 gegeben, das eine öffentliche Finanzierung sowie schwerwiegende Eingriffe in Naturschutz, Eigentumsrechte und Denkmalschutz rechtfertigen könnte. Daher beantragen die unterschreibenden BĂŒrger des BĂŒrgerbegehrens âLeistungsrĂŒckbau S21â, dass die Stadt Stuttgart die S21-VertrĂ€ge kĂŒndigt wegen der unzureichenden LeistungsfĂ€higkeit des Projekts Stuttgart 21.
Matthias von Herrmann: âEs steht schlecht um einen Staat, der sich betrĂŒgen lĂ€sst. Seit der Bahn-Aufsichtsratssitzung vom 12.12.2012 ist es amtlich: Die Bahn hat ihre âProjektpartnerâ Stadt und Land mit geschönten Zahlen hinters Licht gefĂŒhrt und sie ĂŒber bereits bekannte Mehrkosten in Milliardenhöhe nicht informiert. Einen solchen Betrug darf die Stadt nicht tatenlos hinnehmen â zumal er, KĂŒndigungsrechte aus den VertrĂ€gen begrĂŒndet. Da unsere gewĂ€hlten Vertreter leider nicht handeln und sich weiterhin im Namen der Stadt betrĂŒgen lassen, werden wir BĂŒrger aktiv.â
Die Vertrauensleute der BĂŒrgerbegehren zu ihrem Engagement:
Peter Conradi, Architekt und MdB 1972-1998: âDas BĂŒrgerbehren âStorno 21â ist nur eine Aktion neben vielen anderen, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und vielleicht ist dies der Tropfen, der das Skandalfass Stuttgart 21 zum Ăberlaufen bringtâ
Egon Hopfenzitz, ehem. Stuttgarter Bahnhofsvorsteher: âDas BĂŒrgerbehren âStorno 21â aktiviert unseren Widerstand gegen S21 und eröffnet der Stadt Stuttgart die Möglichkeit, aus dem Finanzierungsvertrag auszusteigen.â
Klaus Steinke, Unternehmer, Mitglied IHK-Vollversammlung: âDemokratische BĂŒrgerrechte sollten regelmĂ€Ăig benutzt werden, damit sie schön sauber bleiben. Das gröĂte technisch-wirtschaftliche Betrugsprojekt der Nachkriegszeit muss aufgeklĂ€rt werden.â
Hans Heydemann, Energie- und Anlagentechniker: âStuttgart 21 ist aus Sicht des Ingenieurs eine absurde Fehlplanung. Das Projekt mĂŒsste schon lĂ€ngst wegen der geologischen Risiken, Brandschutz und Gleisneigung gestoppt sein. Aber der Gipfel ist der geplante KapazitĂ€tsabbau, er gefĂ€hrdet das Ansehen unserer Ingenieurwissenschaften und unserer Region!â
Joris Schoeller, Unternehmensberater: âIch bin kein Bahnwissenschaftler, aber ich kann lesen und ich beherrsche die Grundrechenarten. Wir fordern endlich Konsequenzen, die Stadt muss die VertrĂ€ge kĂŒndigen!â
