Chinas Erneuerbare Energie-Industrie: atomare Ziele nicht in Stein gemeisselt

“Harte Energie, konzentriert in Kohle, Öl und Kernkraft ist imperialistisch und kapitalistisch. Im Gegensatz dazu scheint die Sonne für alle, auch die Reichen. Sie gehört niemandem, also ist die Sonnenenergie die Energie des Sozialismus, der Energieproduzent der Völker, die Energie der Zukunft.” Luis Bérriz, Leiter der kubanischen Gesellschaft zur Förderung der erneuerbaren Energieträger und Respekt für die Umwelt (CUBASOLAR) im Dezember 2009 auf der Kopenhagener Klimakonferenz (Klimagipfel in Kopenhagen: Kubas neue Revolution, 14.12.2009)

Angesichts der Reaktorkatastrophe in Fukushima betonte der Vorsitzende der chinesischen Handelskammer für Erneuerbare Energien anlässlich einer Fachmesse die Förderung in saubere Energiequellen wie Wind, Sonne oder Wasserkraft zur Energieversorgung des Landes.

Die Beamten dieses Sektors setzen die Regierung in Peking zunehmend unter Druck, dafür mehr staatliche Unterstützung zu leisten und die Ambitionen zum Bau von neuen Atomkraftwerken zurückzunehmen.

"Wir haben eine grosse Kapazität an erneuerbaren Energien mit solch reichen natürlichen Ressourcen, wirklich guten Industrietechnologien und ohne Sicherheitsrisiken. Ich glaube, wir müssen in unseren zukünftigen Entwicklungsplänen den Fokus mehr auf die Entwicklung erneuerbarer Energien setzen", sagte Shi Dinghuan, Vorsitzender des China Renewable Energy Institute und Berater für Chinas Kabinett, dem Staatsrat.

Li Hejun, Vorsitzender der China New Energy Chamber of Commerce - der Handelskammer des Erneuerbaren Energie-Sektors, sagte, dass die Katastrophe des Fukushima-Atomkomplexes in Japan zu einer Neubewertung der langfristigen Energiestrategie Chinas führen sollte.

"Atomkraft kann wahrscheinlich die Energiesicherheit für China gewährleisten, aber ob sie auch die nationale Sicherheit garantiert, darüber sollte sehr gründlich nachgedacht werden", so Li Hejun.

Hejun forderte eine neue Politik mit Ausrichtung auf die Förderung der erneuerbaren Energien und sagte, dass die atomaren Ziele des Landes keineswegs in Stein gemeisselt sind.

Laut BusinessDay wurde am 30.März im offiziellen China Securities Journal berichtet, dass Peking jetzt sein Solarstrom-Ziel bis zum Jahr 2015 auf eine Kapazität von 10 GigaWatt verdoppeln will.

Quelle: http://www.businessday.co.za/articles/Content.aspx?id=138749