Krebs durch Prempro-Pille: Pfitzer verliert in Puerto Rico 1,5 Millionen US-Dollar

Frau im Endstadium von Brustkrebs klagte erfolgreich gegen US-Pharma-Mogul

Es ist unkontrollierbar und vor allem verantwortungslos, während der natürlichen Lebensphasen eines Menschen in den Hormonhaushalt einzugreifen, auch dann, wenn sich bei Frauen die Fruchtbarkeit auf Empfängnislosigkeit im Alter umstellt und in diesen Prozess von aussen eingegriffen wird. Die biochemischen Prozesse sind fein aufeinander abgestimmt, haben ihren Sinn und Funktion und müssen unter ganzheitlichen Aspekten betrachtet werden. Die westliche Schulmedizin sieht den Menschen zusammengesetzt wie eine Maschine mit verschiedenen unabhängigen Bauteilen, die isoliert ihre Aufgabe erledigen.

Als Verbrechen ist es zu bezeichnen, dass sogar wider besseren Wissens Sportler mit Hormonen vollgepumpt werden, die am Beispiel der Frauen die physische weibliche Konsistenz in männliche umwandelt, um ihre Muskeln auf höhere Erfolge zu trimmen wie Hochleistungs-Zuchtstuten aus dem Edelrennstall und später grosse irreversible körperliche Schäden davontragen. Ganz besonders kriminell ist diese Hormonbehandlung bei den sich noch in der Entwicklung befindlichen Jugendlichen.

Im vorliegenden Fall wurden in der Prempro-Pille von Pfizer das für die Fruchtbarkeit der Frau verantwortliche "weibliche" Östrogen (Estrogen) mit Gestagene kombiniert, das als Vorstufe für das männliche "Testosteron" benötigt wird. Nach der Menopause fällt die Estrogen-Synthese im weiblichen Körper schliesslich nicht ohne Grund stark ab, aber diese Pille enthält dieses Hormon und zieht dadurch die Umstellung unnötigerweise in die Länge.

Die Östrogene selbst werden im Körper aus Testosteron unter Verwendung des Enzyms Aromatas als Katalysator gebildet. (kleiner Scherz am Rande: deshalb behauptet wahrscheinlich die Bibel, dass Eva aus der Rippe Adams entstanden ist).

Es sind sensible Regelkreise, Abläufe, die fein aufeinander abgestimmt sind und bei den Änderungsprozessen des Fruchtbarkeitsstadiums im Laufe des Lebens sich neu ausrichten.

Jeder Eingriff von Aussen in Form der Zuführung von künstlich hergestellten Hormonen bringt das Gleichgewicht und die Bemühungen des Körpers um die Herstellung einer anderen Phase des Gleichgewichtes völlig aus dem Ruder. Die Hormone spielen erst recht verrückt.

Männer und Frauen bilden in unterschiedlichen Verhältnissen beide Hormone:

"Sie" mehr weibliche Östrogene und "Er" mehr für die Männlichkeit verantwortliches "Testosteron". Dadurch erst wird ein Mann ein Mann und umgekehrt "Sie" zur holden Weiblichkeit.

Dazu kommt noch, dass bei Mann oder Frau diese Verhältnisse keine bestimmte Zahl einnehmen sondern ebenfalls innerhalb des Geschlechts in der gesamten Bandbreite schwankt - noch dazu zeitlich im Laufe des Lebens. Bei der Frau sogar monatlich im Verlauf des weiblichen Zyklus.

Zum Beispiel haben Frauen mit einem höheren Testosteron-Anteil eine tiefere Stimme oder stärkere Behaarung (das heisst aber nicht, dass die Männer hier eher die Affen wären obwohl bei manchem das Imponiergehabe mit einem höheren Testoteronspiegel im Zusammenhang stehen soll).

Die Prempo-Pille kann unmöglich diesen ganzen hochkomplizierten Vorgängen - die viel umfangreicher unter Beteiligung vieler Komponenten sind als hier nur mit einem Hauch einer Andeutung möglich war, gerecht werden und die moderne Wissenschaft meint diese zu kennen. Im schlimmsten Fall, wenn der Körper diesen unnatürlichen Eingriff nicht ausgleichen kann, wird er sich in einer Krankheit manifestieren.

Prozess gegen Pfitzer

Das Bundesgericht in San Juan in Puerto Rico verurteilte laut Bloomberg vom 31.Dezember 2010 den Pharmariesen Pfizer Inc. zu einer Zahlung von 1,5 Millionen US-Dollar Schadenersatz.

Die Richter sahen es in dem vorgelegten Fall "Rivera-Adams v. Wyeth, 03-1713 (JAF), US District Court, District of Puerto Rico (San Juan)" als erwiesen an, dass durch die Einnahme eines Medikamentes, das von der Tochtergesellschaft Wyeth des Pfizer-Konzerns produziert wurde, die zweiundsechzigjährige Apothekerin Helen Rivera-Adams an Brustkrebs erkrankt war. Helen Rivera-Adams und ihre Ärzte seien über die gesundheitlichen Risiken des Menopause-Medikamentes Prempro nicht gewarnt worden, sagte einer der Anwälte Rivera-Adams, Michael Robb aus Miami, in einem Telefon-Interview der Zeitung.

Rivera-Adams, die unter den späten Stadien von Krebs leidet, hatte den Prozess geführt, "um die Nachricht öffentlich zu machen, dass dieses Medikament gefährlich ist. Ich weiss nicht, wie oft die Führungskräfte bei Wyeth zu hören bekommen, dass dieses Medikament das Leben der Frauen ruiniert, bevor sie es anerkennen", so Robb.

Rivera-Adams nahm Prempro neunzehn Monate ein, bevor im Januar 2002 bei ihr der Krebs diagnostiziert wurde.

Prempro soll nach Firmenangaben zu dem Produkt gegen Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen helfen. Mehr als sechs Millionen Frauen hatten Prempro eingenommen, bevor im Jahr 2002 eine veröffentlichte Studie der Women's Health Initiative, eine vom National Institutes of Health finanzierte Untersuchung die Verbindungen zur Entstehung von Krebs nachwies. Das Medikament ist noch immer auf dem Markt. Vor der alarmierenden Studie hatte der Konzern zwei Milliarden US-Dollar mit dieser Hormonpille verdient, so Bloomberg.

Bis zum Jahr 1995 hatten viele Frauen in den Wechseljahren Premarin, ein Arzneimittel mit dem Hormon Östrogen von Wyeth mit Gestagen-Hormonen des Medikamentes Provera von Pfizer Upjohn kombiniert. Pfitzer hatte im Jahr 2009 für 68 Milliarden US-Dollar Wyeth gekauft. Wyeth hatte die beiden Hormone in seiner Prempro-Pille verwendet.

Im Jahr 2006 begannen neue Studien. Pfizer und Wyeth Upjohn haben seither acht von fünfzehn Gerichtsprozesse verloren.

Christopher Loder, ein Sprecher des in New York ansässigen Pfizer-Konzerns schrieb am 31.Dezember in einer E-Mail-Mitteilung an Bloomberg: "Wir sind von dem Urteil des Gerichtes enttäuscht und glauben, dass es keine tatsächliche oder rechtliche Grundlage für diese Entscheidung gibt" und dass das Unternehmen von seinen rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen wird. Weiter hiess es, dass "die Medikamente der Hormontherapie eine wichtige Behandlungsoption für viele Frauen zur Linderung der Symptome der Wechseljahre sind. Die US Food and Drug Administration hat regelmässig die Vorteile und Risiken dieser Medikamente überprüft."

Quelle: http://www.bloomberg.com/news/2010-12-31/pfizer-must-pay-1-5-million-in-prempro-damages-jury-in-puerto-rica-says.html

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