Umfragen: Das Volk lässt die „Volksparteien“ Wasser saufen

Auch bei Emnid und Allensbach geht die substantielle Erosion von CDU, CDU und SPD weiter. Bündnis 90/Die Grünen dagegen steigen.

Bei Allensbach, dem traditionellen Haus- und Hofinstitut der real existierenden Partei-Sozialdemokratie, fällt die SPD von 29.5 auf 28 Prozent, CDU und CSU zusammen auf 30.5 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen dagegen klettern von 18.5 auf 20.5 Prozent. Für Allensbach sind das bislang ungekannte Werte. Fast Nebensache, dass die FDP um einen Punkt auf 5.5 Prozent fällt und die Linke um anderthalb Punkte auf 9.5 Prozent steigt. (1)

Bei Emnid stagniert die Union aus CDU (Bundestagswahlergebnis 2009: 26.5 %) und CSU ( Bundestagswahlergebnis: 6.5 %) zusammen bei 30 Prozent. Das sind nur zwar nur knapp vier Prozent weniger als bei der Bundestagswahl, liegt aber hart an der Grenze für die sowieso in surrealistischem Wählerpotential baggernde Kanzlerin Angela Merkel. Merkels alter Koalitonspartner SPD fällt in der Umfrage von 27 auf 26 Prozent, während auch hier die Grünen näher rücken - von 22 auf 23 Prozent. Der Rest stagniert. (2)

Eine andere Umfrage, die von Forsa (3), könnte eigentlich CDU und CSU Hoffnung machen; schliesslich steigen sie zusammen gleich um zwei Prozent - leider nur von 29 auf 31 %. Die SPD verharrt bei fetten 23 Punkten, womit die zweite Oppositionspartei immerhin zumindest ihr als elfjährige Regierungspartei eingefahrenes Wahlergebnis von 2009 halten kann. Das ist immerhin beachtlich, wenn man bedenkt, dass auf Bundesebene noch keine einzige Handlung der Wort-Opposition SPD zu beobachten war. Dafür gab es heftiges Beipflichten - fast schon Unterpflichten - für die Regierung. Die hatte ob ihrer nassen Wählerfüße während der laufenden Vernichtung des (Sozial)Staates noch vor Monaten unbekannte Katastrophen entdeckte, wie z.B. den fehlende Ahnenpaß (und somit auch die fehlende Staatsbürgerschaft) von Nichteingeborenen unter der Bevölkerung.

Aber anstatt das Problem etwa nach südafrikanischem Vorbild Anfang der 90er Jahre relativ simpel zu lösen und die Menschen dort wählen zu lassen wo sie geboren sind, kam man eben auch bei der SPD zu dem Entschluß, einfach von bestimmten Leuten überhaupt nicht mehr gewählt werden zu wollen - einfach aus Prinzip. Weil man es nicht will. Weil man eben bockig ist, unreif, noch nicht begriffen hat was Demokratie ist und nach Erziehung durch das Volk schreit, das einem auf dem Thron einfach nicht mehr gefällt, wenn man es von oben herab betrachten muss. Ihh, bähhh, dieses Volk: welche Eltern es hat, welche Religion es hat, welche Meinung es hat, wie wenig Geld es hat, wie lange es am Leben ist und uns die Rente wegnimmt, welch dreckige Arbeit es den ganzen Tag für miese Löhne machen muss (wenn es die überhaupt machen darf) und überhaupt - guckt Euch an wie die rumlaufen.

Tja. Da hat man nun davon.

(...)

17.10.2010 Grundbegriffe und Argumente zu “Integration” und “Zuwanderung”
Es bedarf nur ein paar logischer Denkansätze, um der laufenden Kampagne der wankenden Nomenklatura erfolgreich geistigen Widerstand entgegenzusetzen. Dem weiteren Erdrutsch ohne Sieg von CDU, CSU und FDP kann die Republik also gelassen mitverfolgen und auch der SPD vielsagend einen Schlitten an den Abhang stellen. Alles unter Kontrolle. Wer über´s Volk meckert, fliegt mit über die Kante.

Quellen:
(1) http://www.wahlrecht.de/umfragen/allensbach.htm
(2) http://www.wahlrecht.de/umfragen/emnid.htm
(3) http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm

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