Ein Kriegsverbrechen, schon warnt Gysi wieder vor Bin Laden

Kommentar

Nach Lafontaine nun Gysi: Kriegsalibis und Propagandalügen der "Linken"-Chefs mit System.

Nach dem Massenmord an 120 Menschen durch einen in der Nacht zu Freitag vom deutschen Militärkommando in Kunduz befohlenen Luftangriff auf zwei Tanklaster inmitten einer Menschenmenge, reagierte der Vorsitzende der Partei "Die Linke", Oskar Lafontaine, in bester pazifistischer, linker, emanzipatorischer und sozialistischer Tradition: er warnte vor "Terror" von Afghanen in Deutschland (1). Oder waren es Muslime? Er erklärte es nicht weiter, genauso wenig wie dies seit Jahren die Geheimdienste tun, ohne dass irgendjemand aus den Bundestagsparteien deren Behauptungen auch nur in Frage stellt.

Heute setzte sein Kollege als Fraktionsführer der Linksfraktion noch einen drauf. Der einzige Grund mit dem Abschlachten von seit 8 Jahren besetzten Völkern in Zentralasien aufzuhören, seien deren viele Verwandten und Bekannten. Die könnten nämlich zu dem "Bin Laden" gehen und dann "Terror" machen. Gysi heute wörtlich in der 20 Uhr-Sendung der "Tagesschau" (2):

"Jetzt sind Zivilisten tot, die haben Angehörige, die haben Freunde, in denen entsteht Hass. Diesen Hass nutzt dann wieder ein Bin Laden um den nächsten Terroristen zu rekrutieren"

Man verstehe doch: da ist dieser grausame, primitive Bergbewohner der einfach zu viele Kinder und Freunde hat, sich auf seinen Esel schwingt und sich dann auf nach Berlin macht, weil ihn ein Diabetes-Kranker rekrutiert, den seit fast 8 Jahren niemand mehr gesehen hat und der ausschliesslich ab und an in Videos und Tonaufnahmen auftritt, deren Echtheit wiederum nur von Geheimdiensten und deren Freunden und Verwandten bestätigt worden sind. Oder anders ausgedrückt:

"Da sind gerade 120 Afghanen durch unsere Militärs massakriert worden. Los - haben Sie jetzt Angst vor denen. Na, den Afghanen natürlich. Aber stellen Sie jetzt ja keine klugen Fragen, sonst sie nicht links. Verstehen Sie!?"

Das ist das zweite Mal in zwei Tagen, dass ein Führungsfunktionär der streng hierarchisch strukturierten "Linken" die rassistischen Kriegsalibis und seit fast 8 Jahren gebetsmühlenartig wiederholten, gänzlich unbewiesenen Propagandalügen der Geheimdienste, Militärs und neokonservativen Regierungen, samt deren Medien-Lobby nachbetet.

Noch einmal: das ist Unfug, das ist haltlos, das ist Kollaboration mit dem Imperialismus und seinen zwecks psychologischer Kriegführung geschaffenen postmodernen Fantomen.

Das Verhalten der Partei "Die Linke" hat System. Seit ihrer Erschaffung durch die Transformation der alten Staatspartei SED-PDS deckt diese Partei systematisch, ja systemrelevant die linke Flanke der Kriegslobby und die bis heute innerhalb der "Parteien" in Deutschland nicht in Frage gestellte neokonservative Ideologie, welche da heisst "Krieg gegen Terror". Es ist, als ob "Die Linke" und Angela Merkel vor zwei Seiten eines "Spiegel" stehen.

Das ist ein Schauspiel, ein grausamer Witz, ein Schaukampf ein- und derselben Partei, in wieviele "Parteien" in wievielen Staaten sich auch immer diese schlechte Schauspielertruppe aufteilen mag.

(...)

04.09.2009 Lafontaine unterstützt erneut rassistische Kriegsalibis und “Terror”-Kampagnen der Regierungsbehörden
24.06.2009 Maulwurf Gysi faselt von “weltweiter Anschlagsgefahr”
25.06.2008 “..den Terror ins Land”
Lafontaine und die “Linken” stützen die rassistische Kriegspolitik in Afghanistan und ihre Alibis.

Quellen:
(1) http://www.radio-utopie.de/2009/09/04/lafontaine-unterstuetzt-erneut-rassistische-kriegsalibis-und-terror-kampagnen-der-regierungsbehoerden/
(2) http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts14516.html