Winnenden: Staatsanwaltschaft ändert Tatversion

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft unter Siegfried Mahler hat heute zugegeben, dass sie seit dem 20.März die Öffentlichkeit über den Tathergang des Massakers in Winnenden und Wendlingen belogen hat (Radio Utopie berichtete an eben diesem Tag).

Nach Meldungen des "Focus" tischen die Ermittlunsbehörden nun der Öffentlichkeit eine neue Farce über den angeblichen "Amoklauf" eines nicht polizeilich oder militärisch ausgebildeten 17-jährigen Einzeltäters auf, die es wirklich fertig bringt eine noch grössere Unverschämtheit darzustellen als ihre letzte Version über den Mord an 15 Menschen.

Laut dem "Focus"-Bericht ist die neue Version folgende...

Nachdem der angebliche Alleintäter Tim K. (dessen Leiche mittlerweile ohne Obduktion an einem unbekannten Ort verbrannt worden sein soll) irgendwie die bis heute unbewiesene zweistündige "Flucht" aus Winnenden gelang (sämtliche Aussagen fussen auf dem angeblichen Entführungsopfer Igor W., der bei seinen Aussagen gelogen hat) wurde Tim K. nach dem ungeklärten Entkommen in der Nähe von Polizeikräften aus dem angeblichen Autos Igor W. (ein angebliches Autos des "Entführungsopfers" zeigte Einschusslöcher, ein anderes hatte eine andere Farbe) nach der neuesten Version der Stuttgarter Staatsanwaltschaft schon vor Betreten des Autohauses in Wendlingen von einem Polizisten gestellt.

"Nach Aufforderung legte er seine Waffe neben sich auf der Straße ab und hob die Hände über den Kopf“, zitiert FOCUS aus den Ermittlungsakten. "Daraufhin verließ der Polizeibeamte seine Deckung und ging mit der Waffe im Anschlag einige Meter in Richtung des Täters."
In diesem Moment sei der scheinbar überwältigte Amokläufer aufgestanden, habe seine Pistole ergriffen und erneut das Feuer auf den Polizisten eröffnet. "Der Beamte versuchte, durch weitere Schussabgaben ein Flüchten des Täters zu verhindern. Trotzdem konnte dieser in das direkt angrenzende Autohaus gelangen", heißt es in den Polizeiprotokollen."

Die Staatsanwaltschaft gab dem "Südwestrundfunk" zu Protokoll, der Polizist habe sich beim Stellen des Attentäters 25-50 Meter (!) von diesem entfernt befunden. Desweiteren gab sie zu, dass bereits zu diesem Zeitpunkt eine Luftüberwachung durch Polizeikräfte in mindestens einem Hubschrauber durchgeführt wurde.

Laut dieser Version wurde nun also Tim K. bereits vor dem Massaker in Wendlingen zweimal in die Beine geschossen und schaffte es dann dieser Version zufolge dennoch über eine halbe Stunde lang sich in Bewegung zu halten, zwei Menschen in einem Autohaus zu erschiessen, zwei Polizisten in zivil aus nächster Nähe in den Kopf zu schiessen und sich dann auf einem Parkplatz erkennbar unverletzt zu bewegen, sich dann plötzlich hinzusetzen und angeblich selbst zu erschiessen.

Es wurden zwei Videos vom angeblichen Selbstmord Tim K. in die Öffentlichkeit lanciert. Auf keinem ist der Selbstmord zu sehen.

Das zweite wurde nach eigenen Angaben exklusiv "Spiegel TV" zugespielt und ist erkennbar gefälscht, da es spiegelverkehrt zum ersten ist, erkennbar an den Autos und darauf zu sehenden Gegenständen im Hintergrund. Trotzdem wurde der Eindruck erweckt es handele sich um eine andere Aufnahme.
 
Tim K. liegt auf diesem zweiten Video von "Spiegel TV" mit dem (unverletzten) Kopf in Richtung Kamera.
Auf Video Nr.1 lag der angebliche Attentäter noch mit dem Kopf entgegen dem Betrachter auf dem Boden. Das erste Video wurde von Unbekannten ins Netz gestellt,

Siegfried Mahler, leitender Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Stuttgart, das Innenministerium von Baden-Württemberg unter Heribert Rech, sowie die ermittelnden Polizeibehörden, sollen seit dem 20.März über diese nun vollständig andere Version des Tathergangs in Wendlingen informiert gewesen sein.

Es ist nun an der Zeit für die deutsche Öffentlichkeit endgültig und für immer einzusehen, dass auch Behörden schamlos lügen können, wenn man ihnen durch Unterwürfigkeit, Feigheit, fehlende Moral, Versagen vor der Demokratie, Sabotage des investigativen Journalismus und fehlende Standhaftigkeit gegen die Mehrheitsmeinung den Freiraum dafür lässt.

Der Mensch zieht die Wahrheit vor. Es muss sich nur jemand auf ihre Seite schlagen.

(...)

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