Hamas akzeptiert Ägyptens Friedensplan, Fatah bekennt sich zu Beschuss Israels, Regierung bombardiert Gaza

Die Reihenfolge spricht für sich. Zuerst wurde am Sonntag gemeldet, dass die Hamas den ägyptischen Waffenstillstandsplan akzeptiere.
Daraufhin erklärte ein verzweifelter Ehud Olmert, man werde als Antwort sofort den Gazastreifen angreifen müssen (wenn vorher vielleicht bitte mal eine Rakete dahergeflogen käme, aber schnell, schnell).
Dann schossen Milizen der Fatah von ex-Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach eigenen Angaben Raketen auf israelisches Territorium (angeblich aus dem Gazastreifen) und schon bombardierten Israels Streitkräfte wieder den Gazastreifen.

Helfen wird das dem in Kriegsverbrechen und Isolation abgesoffenen Militärstaat am Mittelmeer nichts mehr. Israel steht vor dem politischen Aus.

ISRAEL, FATAH, BERLINER REGIERUNG, STAATSPRESSE: SEIT AND SEIT GEGEN DEN WAFFENSTILLSTAND

Wie der arabische Fernsehsender Al Arabiya am Sonntag meldete, hatte die gewählte Hamas-Regierung der Palästinenser einen langfristigen Plan Ägyptens für einen Waffenstillstand akzeptiert.
Daraufhin brach in Jerusalem sowie bei der „Palästinenserbehörde“ der Fatah im Westjordanland hektische Aktivität aus.
Mahmud Abbas sagte seine geplante Reise nach Tschechien ab um nach Kairo zu reisen. Sein Sprecher Nabil Shaath verplapperte sich vor der Presse und sprach von einem „Durchbruch“ der gelungen sei, während der Sprecher des ägyptischen Aussenministeriums keinen Kommentar abgeben wollte.

Dann setzte sich erklärte Israels Premierminister Ehud Olmert bei der sonntäglichen Kabinettssitzung hin und sagte, man werde im Falle eines Beschusses von Israel  „hart und unverhältnismässig“ Vergeltung üben.
Diese Ansage zeigte denn auch prompt Wirkung.

Nur Stunden nach Olmerts Ankündigung schlugen zwei Raketen sowie einige Granaten auf israelischem Territorium ein. Die Milizen der Fatah von Mahmud Abbas, die sogenannten Al-Aksa-Brigaden, übernahmen dafür die Verantwortung und behaupteten aus dem Gazastreifen gefeuert zu haben.

Die „Jerusalem Post“ liess diese Kleinigkeit nach einem „update“ von ihrer Seite verschwinden. Die „Tagesschau“ vermeldete folgendes:

„Die Hamas übernahm keine Verantwortung für die neuen Angriffe, zu denen sich meist kleinere Gruppen bekannten.“

Das heisst, der „öffentlich-rechtliche“ Staatssender ARD verschwieg die selbsterklärte Urheberschaft von Angriffen auf den Staat Israel durch die Milizen von Mahmud Abbas, welchen die Bundesregierung des deutschen Staates mit aller Gewalt wieder als Machthaber im Gazastreifen einsetzen will.

DER CLOU FÜR KLEINE LEUCHTEN

Nun übte also Israels Regierung am Sonntag unmittelbar nach dem Artillerie- und Raketenbeschuss „hart und unverhältnismässig“ gegen Abbas Vergeltung.

Nein. Das tat sie natürlich nicht. Sie sagte, man werde nun die Hamas angreifen, weil diese ja für alles verantwortlich sei was im Gazastreifen geschehe, schliesslich sei diese ja die Regierung mit der man nicht verhandele, sondern nur mit Abbas.
Aber dessen Milizen hätten ja gesagt, dass die Fatah aus dem Gazastreifen auf Israel gefeuert hätte. Ergo müsse jetzt die Hamas dafür bestraft werden. Und das hiesse, den Gazastreifen zu bombardieren.

HAMAS FORDERT PALÄSTINENSER AUF, SICH AN WAFFENSTILLSTAND ZU HALTEN

Nun liess Israels Regierung also wieder einmal den Gazastreifen bombardieren, während die Hamas „alle Palästinenser“ aufforderte, sich an den Waffenstillstand zu halten.
Hamas-Sprecher Taher al-Nunu appellierte an

„alle Gruppen die nationale Entscheidung  bezügllich der Situation am Boden in Gaza zu respektieren“

und sprach von einem weiteren Versuch die Bundestagswahl im September … (Stille) … von einem weiteren Versuch die israelische Knessetwahl am 10.Februar zu beeinflussen.

Währenddessen trifft heute Fatah-Präsident Abbas, der im Falle eines dauerhaften Waffenstillstands droht politisch endgültig in der Versenkung zu verschwinden, in Kairo ein um sich mit dem seit 27 Jahren durch das Kriegsrecht regierenden Diktator Hosni Mubarak zu treffen.

EVENT HORIZON

Abbas` Konterpart wiederum, der ebenfalls vom Frieden bedrohte Chef des Hamas-Politbüros Khalid Meshaal welcher weit ab vom Schuss sonst in Damaskus thront, traf gestern in Teheran ein. Presseberichten zufolge habe das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei,  Meshall bei einem Treffen erklärt, die Hamas müsse sich „auf alle Eventualitäten“ vorbereiten. Selbstverständlich auch die eines neuen Krieges gegen Israel.

Nun könnte mit dieser „Eventualität“ der gewohnt trickreichen persischen Diplomatie auch etwas anderes gemeint sein als nur das übliche Waffengeklirr für´s blöde Pack.

Wie Al Arabiya ebenfalls gestern meldete, hat die neue Regierung der USA direkte Gespräche mit Iran und Syrien aufgenommen.

(…)

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aus 2008:

27.06.2008  Abbas-Truppe feuert Raketen auf Israel

26.06.2008 Die merkwürdige Entführung des Gilad Shalit…