Was bedeutet die Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac

Am besten ist es immer die Ansichten eines Menschen zu nehmen, von dem man weiß, dass er nur Unfug redet und den Menschen schaden will. Damit hat man eine Bodenbildung. Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter ist mit seinem Chef Josef Ackermann so das Übelste, was der wirtschaftsfaschistische deutsche Neoliberalismus zu bieten hat.

Genau dieser Norbert Walter bezeichnet die Übernahme der Schulden von Fannie Mae und Freddie Mac als einen Einstieg in ein Schlauchboot, das aber eben noch nicht die Rettung bedeute. Damit hat er sogar recht. Die 5.500 Milliarden US-Dollar, die da in den Händen des amerikanischen Steuerzahlers jetzt kollabieren, sind eben nur ein großer, trotzdem aber nur ein Teil dessen, was Walter, Ackermann und die anderen hemmungslos Gierigen angerichtet haben.

Es insgesamt davon auszugehen, dass Fannie und Freddie rund 3.000 Milliarden Dollar in Luft aufgelöst haben, während die anderen Banken zusammen rund 2.450 Milliarden versenkt haben. Davon sind ca. 650 bisher bekannt. Die Metapher vom Schlauchboot soll natürlich weitere Rettungsaktionen hervorrufen, damit nicht das weltweite Großkapital und die ganzen Spekulanten verlieren, sondern die Bürger, die nichts mit dem ganzen Spiel zu tun haben. In Deutschland hat die Deutsche Bank ja schon jede Menge, im übrigen wahrscheinlich illegale, Staatsunterstützung bekommen. Ackermann weiß, wie man den Bürger bestiehlt und hat die richtigen Kontakte.

Robert von Heusinger findet in der Frankfurter Rundschau auch verständnisvolle Laute, weil die beiden eben zu groß sein, um in den Konkurs gehen zu können. Damit labert Heusinger den gleichen Schwachsinn nach, der Grundlage des verantwortungslosen Neoliberalismus ist. Die anderen müssen immer für die eigenen Fehler zahlen und er malt ein düsteres Bild von Banken, die geschlossen hätten und Bürger, die ihr Geld nicht bekämen.

WEISSGARNIX , dem sonst oft sehr treffende Analysen gelingen, spricht davon, dass die Verstaatlichung richtig sei, weil die halbstaatlichen Banken nie hätten privat geführt werden dürfen. Das mag ja grundsätzlich richtig sein, aber da sie privatwirtschaftlich pleite gegangen sind, müssen sie auch privatwirtschaftlich abgewickelt werden. In einem Konkurs.

Die Zeitenwende nimmt es von der scherzhaften Seite und präsentiert uns dieses schöne Video.

Don Alphonso grummelt von seinem Seeufer und rückt die Dinge gerade, auch wenn sie dadurch nicht ansehnlicher werden:

Ich finde es ganz erstaunlich, wie wenig man momentan von den Rufen nach Privatisierung hört, wenn ein Staat wie die USA faktisch für 5.000 Milliarden Kredite meist minderwertiger Art garantiert und deren Verursacher unter seine Kontrolle stellt. Wo sind jetzt unsere Wirtschaftskapitäne, die Lobbyisten und ihre gekaufte Johurnaille, wo sind denn jetzt die SPONianer und FTDler, wo die vielen Neoliberalalas, die das wohlfeil fickbare Sprachloch für bezahlende Kreise sind, mit dem entsprechenden Aufschrei?

Was gerade durch die Kontrollübernahme bei Fannie Mae und Freddie Mac geschieht, ist nicht die grösste Übernahme privater Fehleinschätzungen und unkalkulierbarer Risiken der Geschichte; da gab es noch andere Beispiele. Oh, es sind durch die Bank Beispiele mit fragwürdigem Ende, nehmen wir nur mal die East Indian Company, deren Versagen die Amerikaner erst ihre Unabhängigkeit „verdanken“. Oder die Missisippi-Blase, deren Geldscheine hübsche Parallelen mit den US-Krediten haben. Es gibt also historische Vorbilder, und die Welt hat sie auch überstanden, mit ein paar Wirtschaftskriegen, Hungersnöten, Völkerrechtsverletzungen und anderen Dingen, die wir heute in Den Haag verhandeln würden. So gesehen sind Staaten wirklich in der Lage, durch Verstaatlichung katastrophaler Firmen und anschliessenden stärkeren Kontrollen die Folgen allzu freier Märkte festzunageln und abzufangen.

Da hat er sicher Recht. Es ist nicht die größte Übernahme privater Fehleinschätzungen und nach einem etwas größeren Weltkrieg gegen Russland und die Länder, die Öl besitzen, ist auch dieses Problem gelöst. Der Überfall auf den Irak sollte ja dazu dienen Öl zu stehlen, damit man Geld sparen kann, um die Schieflage des Dollar zu stützen und der kommende Überfall auf den Iran dient dem gleichen Zweck.

Alles altbekannte Verfahrensweisen. Leider. Dank der völlig unfähigen deutschen politischen Klasse und ihrer EU-Brüder, wird sich Europa nicht heraus halten können, wobei sich Frau Merkel ja gar nicht heraushalten will. Sie möchte die Macht spüren, wenn sie sonst schon keine Gefühle kennt.

Frank Meyer ist sichlich not amused und macht Kassensturz.

Vierteljährlich wird ein kleines Sümmchen von sagen wir mal ein paar vielen Milliarden den beiden nachgeworfen, in ein Fass ohne Boden. Mit ihren rund 12 Billionen USD auf dem Kreditbuch sind sie „so groß geworden und so mit dem Finanzsystem verwoben, dass das Scheitern eines der beiden große Unruhe auf unseren Finanzmarkt hier und in der ganzen Welt auslösen würde“, sagte Finanzminister Henry Paulson. Ich frage mich unterdessen, wer so lange zugeschaut und zugelassen hat, dass sie so groß geworden sind. Doch Herr Paulson besitzt auch einen gewissen Hang zum Zynismus wenn er sagt, es wäre die „beste Maßnahme zum Schutz unserer Märkte und der Steuerzahler“. Hurra!

Für jede anfallende Milliarde an Verlusten aus dem Geschäft der dicken Geschwistern zahlt jeder US-Bürger 3,30 USD plus Zins und Zinseszins. Bei aktuell 9,7 Billionen Schulden, hat jeder im Durchschnitt 31.749 USD an Schulden zu tragen. Laut Statistik verdient ein US-Bürger 18,50 USD in der Stunde. Er müsste 1701 Stunden bzw. 50 Wochen kostenlos arbeiten und alles an die Staatskasse überweisen. In der Zwischenzeit dürfte er nichts ausgeben. Doch durch die weitere Verschuldung, z.B. weitere Kriegskosten und die auflaufenden Zinszahlungen vergrößert sich die US-Schuld um täglich 1,93 Mrd USD. Nicht eingerechnet sind dabei die Zusagen an Leistungen für die kommenden Jahre. Eigentlich ist Amerika längst bankrott. Während ich diesen Kommentar schreibe, kamen weitere 4 US-Cents pro US-Bürger hinzu. Amerika ist eigentlich bankrott.

Genau das ist der Fakt, der bei der gesamten Diskussion berücksichtigt werden muss. Amerika oder besser die USA sind bankrott. Bankrott nicht unter Chapter eleven oder in Insolvenz. Sie sind bankrott. Ohne eine wirklich Chance noch irgendetwas zu ändern. Allerdings machen die USA das gleiche, was viele Bankrotteure machen. Sie belügen sich selbst und natürlich auch alle anderen.

Da wird der alte Firmenlieferwagen, den nur noch der Rost zusammenhält, plötzlich zum werthaltigen Oldtimer. Das Patent auf das, nach Katzenpisse schmeckende, Kaugummi mit Zahnschleifeffekt wird zum wertvollen Wirtschaftsgut. Potemkinsche Dörfer wohin man sieht. Da reißt man hier ein Loch auf, um dort eines notdürftig zu stopfen.

Während durch das zerfetze Zeltdach der Sternenhimmel scheint, lobt man die tolle Sicht und versucht jeden Gedanken an den kommenden Regen und an den Schnee im Winter zu verdrängen. Das ist menschlich verständlich und bei jemandem, der eine Lizenz zum Geldrucken hat, noch verständlicher. Denn die astronomische Staatsverschuldung der USA wurde ja nur möglich, weil sie das Geld einfach weiter druckt, ja es einfach ohne Druckkosten, elektronisch erzeugt.

Die FED hat einfach dem alten Hütchenspiel ein paar neue Regeln verpasst.

Allerdings sind die europäischen und sonstigen Zentralbanken noch Waisenkinder gegenüber dem, was sich die amerikanische FED leistet, die ab Anfang März nicht mehr nur die Geldmenge M3 verschweigt, sondern überhaupt keine Informationen mehr geben will. Wenn wir die FED als Hütchenspielerbande begreifen, haben die das Modell noch erweitert. Der eigentliche Spieler sitzt jetzt in einem undurchsichtigen Zelt, während der Mitspieler draussen das Geld an einen Komplizen des Hütchenspielers übergibt und dann mit 1, 2 oder 3 festlegen kann, unter welchem Hütchen seiner Meinung nach das Kügelchen liegt.

Das besondere an dieser Variante des Hütchenspiels ist, dass es wahrscheinlich gar keine Hütchen und keine Kugel mehr gibt, sondern der Hütchenspieler im Zelt sich mit einer hübschen Gespielin vergnügt. Am Ergebnis des Spiels ändert das wenig. Gewinnen konnte ja auch vorher niemand, der nicht zur Bande gehörte. Aber jetzt hat man rationalisiert und endlich die Geschicklichkeit beim Hütchenspiel überflüssig gemacht. Jeder kann jetzt Hütchenspieler werden.

Das ganze hat natürlich einen Sinn. Gefälschte Inflationsdaten und verheimlichte Geldmengen lassen das Geld werthaltiger erscheinen als es tatsächlich ist. Früher versuchten Betrüger vom Geld das Edelmetall geprägt wurde, immer ein wenig abzuzwacken, um die Reste dann zu neuen Geldstücken zu schlagen. Aber auch staatliche Münzen prägten einfach aus wertloseren Legierungen oder stellten Münzen geringeren Gewichtes her. Betrug am Geld ist schon so alt wie das Geld selbst.

Allerdings waren die Betrügereien der Vergangeheit Kinderkram, vergleicht man sie mit heute. Der Wert des werthaltigen Geldes soll sich je nach Denkschule eigentlich aus der Menge an Arbeit ermitteln lassen, die für eine Ware gebraucht wird und der Menge an Arbeit die zur Schaffung des werthaltigen Geldes notwendig ist. Praktisch also die Schürf- und Vermarktungskosten von Edelmetall zur Fertigung eines Hemdes und dessen Materialien sowie dem Vertrieb. Das Papiergeld sollte anders als das Edelmetallgeld, aber eben den Wert eines Volksvermögens abbilden. Die andere Schule glaubt, das die Ausschöpfungshöhe der Produktionsmöglichkeiten das Vermögen einer Volkswirtschaft abbildet.

Tatsächlich sind beide Schulen schon lange bedeutungslos, da es keinen praktischen Produktionsmangel mehr gibt, und wir in einer ständigen Überproduktion leben. Das nicht alle Waren an allen Orten gleichermaßen im Überfluss vorhanden sind, hat nichts mit mangelnder Produktion, sondern mit falschen Ertragserwartungen zu tun. Waren werden nur an die Märkte gebracht, an denen sie einen möglichst hohen Ertrag bringen. Handel ist keine Versorgungsfunktion, sondern dient der Gewinnmaximierung.

Die Gewinne aus Handel und Produktion stehen also immer in Konkurrenz zu anderen Gewinnquellen. Die klassische Gewinnquelle ist der Raubüberfall, auch Krieg genannt. Dabei werden Rohstoffe, Anbaugebiete und Produktionsmitarbeiter, wie auch Produktionsgeheimnisse erobert. Allerdings muss man, um im Raubüberfallgeschäft erfolgreich zu sein, nicht nur stärker als seine Gegner sein, sondern auch dem eigenen Volk ständig Verluste an Leben und Prosperität zumuten. Beides lässt sich nur in sehr dummen Gesellschaftsformen realisieren und ist meist auch nur Nationalstaaten möglich.

Die Möglichkeit Geld herzustellen, obliegt ebenfalls den Nationalstaaten, Geldfälschung wird zu hart verfolgt. Es bleibt also nur die Möglichkeit Geld durch Spekulation, also Hütchenspiel und durch Finanzprodukte zu generieren. Die Börse ist ein Teilaspekt dieses Marktes. Da wurden zunächst, Teile von Unternehmen in Form von Anteilsscheinen Aktien verkauft. Oft schon lange bevor diese Unternehmen gegründet wurden. Der Kauf der Aktie war praktisch eine Kreditvergabe an die künftige Firmenleitung. Prosperierte die Firma, gab es Zinsen in Form von Kurssteigerungen und Dividenden. Ein nützliches Geschäft.

Allerdings setzt diese Art von Geschäft, die tatsächliche Schaffung und den tatsächlichen Verkauf von Waren und Dienstleistungen voraus. Sie hing sehr eng an der Realwirtschaft und litt mit dieser durch Höhen und Tiefen. Sehr schnell wurde also klar, das man den Finanzmarkt von der Realität trennen musste. Es entstanden immer mehr Produkte die nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben. Wetten oder Hütchenspiele mit diesen Produkten benutzen zwar reales Geld, verwenden es aber zunächst in einer imaginären Wirtschaft. Das bedeutet, das ein Teil des Geldumlaufes zunächst scheinbar verschwindet. Das vorhandene Geld also werthaltiger wird.

Neben einer realitätsfremden Berechnung der Inflationsrate kam nun noch ein scheinbares Verschwinden von Geld aus dem Geldumlauf hinzu. Gleichzeitig bildete der US-Dollar die Reservewährung der gesamten Welt und wurde deshalb überall gehortet. Die Funktion als Reservewährung band ebenfalls immense Geldmittel, die dem realen Geldmarkt nicht zur Verfügung standen. Dadurch wurde der US-Dollar scheinbar noch werthaltiger.

In einer vernünftigen Welt, wäre all das kein Problem. Die Notenbanken hätten das was ich hier schildere erkannt und mit einer Nullreaktion kalt gestellt. Aber Vernunft und Politik passen nicht zusammen. Die US-Amerikaner ließen sich von ihrer eigenen Trickserei blenden. Quasi ein Hütchenspieler der zum Hütchenspieler am Nachbarstand geht und dort gewinnen will.

Die Druckerpressen wurden angeworfen, billigste Kredite vergeben und die Rüstungsausgaben nach oben geschraubt, es wurde Krieg um die Weltherrschaft, um die Herrschaft über Rohstoffe und zum Schluss um das Öl geführt. Natürlich haben die Nachbarn, die anderen Länder auf dieser Welt, diese Entwicklung frühzeitig bemerkt. Allerdings wollen sie nicht wirklich den Typen in der Nachbarschaft zur Ordnung rufen, der schon morgens um neun volltrunken über die Hauptstraße torkelt und auf Laternen und Hunde schießt. Die meisten sind nicht so mutig. Also spielten sie mit. Ließen ihre Währungen ebenfalls mittels dieser Tricks wertloser werden.

Aber die USA verstanden das Spiel am besten. So schnell wie der Dollar wertlos wurde, konnte kein anderes Land seine Währung wertlos machen. Wir alle kennen die Handelsbankdefizite, die Staatsschulden der USA, das Dilemma ist lange und in vollem Ausmaß bekannt. Um die Binnenwirtschaft der USA am Leben zu erhalten, wurde immer mehr an Waren auf Pump aus dem Ausland gekauft und um überhaupt eine Nachfrage zu schaffen, die Vergabe von Krediten erleichtert. Das was wir als Subprime Markt kennen bedeutet nichts anderes, als das Leute Kredite für Häuser, Autos, Boote und alles mögliche andere sowie zur Finanzierung von Kreditkarten bekommen haben, die von Anfang an nie in der Lage gewesen sind, diese Kredite zurückzuführen.

Es gab nur eine hauchdünne Chance, nämlich ein immenses Wirtschaftswachstum. Genau dieses Wirstchaftswachstum gab es aber nie. Nicht in den USA und auch nirgendwo sonst auf der Welt. Wenn ich Inflation und Geldmengenwachstum falsch berechne, ist auch das in diesem Zusammenhang errechnete Wachstum einfach nur Bockmist. Eine stinkende Lüge. China ist ein herrliches Beispiel. Würde China seine interne reale Teuerungsrate mit seinem Wachstum verrechnen käme es wahrscheinlich zu immensen Einkommensverlusten in der Gesamtbevölkerung. Das angebliche Wachstum wäre ein Verlust. Dabei wächst China wirklich. Nur nicht schnell genug um den eigenen Konsum zu befriedigen.

Ganz anders die USA. Die wachsen schon lange nicht mehr. Im Grunde exportieren sie Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte. Sind also eher ein dritte Welt Land was ihre wirtschaftliche Kraft angeht. Natürlich gibt es die Raumfahrt und das Silicon Valley. Allerdings bringen die Nationalparks, das Glücksspiel und die halben Niagarafälle vermutlich mehr realen Gewinn ein. High Tec funktioniert nur mit sehr hohen Subventionen. Einen Mittelstand gibt es schon lange nicht mehr. Dafür ein Heer von Armen und wenige Superreiche.

Tatsächlich erhöhen die USA heimlich still und leise immer weiter ihre Geldmenge. Sie verwässern ihr Geld. Niemand kann es heute genau belegen, aber wenn man die Geldmenge an elektronischem und realem Dollar in Relation zum Wert der gesamten USA setzt, dürfte schnell klar werden, das der Wert der USA und all ihrer Produkte in den nächsten 100 Jahren nicht mal ein Prozent dieses Geldes repräseniert. Gut. Meinetwegen sollen es auch zwei Prozent sein.

Diese Schuld ist nicht mehr zu tilgen. Aber sie kann natürlich verschleiert werden. Und man kann sie exportieren. Zum Beispiel, in dem die EZB faule US-Papiere als Sicherheit für gute Euros nehmen muss. Ein Kuhhandel, der gerade gemacht und in der ganzen Wirtschaftsjournaille nicht thematisiert wurde. Aber eben auch, in dem man mit zu hohen Dollarkursen einen gigantischen Währungsschwindel in Gang setzt.

Ersteres ist ja gestern schon an den Börsen gelungen. Der Euro fiel und die Börsen fanden Banktitel wunderbar. Beides ist natürlich gleichermaßen Blödsinn. Durch die weitere Verschuldung der USA wird der Dollar wertloser, aber da gibt es eben Tricks, mit denen eine Währung gedrückt werden kann. Natürlich halten auch die Gewinne an den Aktienmärkten nicht. Es sind Scheingewinne.

Es geht darum, das Spiel zu verlängern, nicht abrechnen zu müssen. Genieße den Krieg, denn der Frieden wird schrecklich sein. Tatsächlich wird versucht, die Pleite auf Raten abzuwickeln. Hätte man Fannie und Freddie nicht gerettet, würde es schneller gehen. Ein harter Schlag, Besinnung, Neuorientierung, Neuanfang. Das wäre natürlich das Ende der Neocons in den USA und der Neoliberalen weltweit gewesen.

Es hätte viele Superreiche auf dem falschen Fuß erwischt, die jetzt noch die Kurve kriegen. Lehman Brothers wird sie nicht mehr kriegen. Selbst den Koreanern ist der Laden zu windig. Die Aufsichtsbehörde hat Koreas Förderbank KDB ausdrücklich davor gewarnt, bei Lehman einzusteigen. Lehmann dürfte als nächster Fall entweder staatliche Hilfe benötigen oder muss in den Konkurs.

An dieser Stelle zeigt sich das ganze große Problem der Übernahme von Fannie Mae und Freddie Mac. Wie will man den Lehmann Leuten etwas verweigern, was man anderen gegönnt hat. Der Untergang von Lehmann würde die gleichzeitig auch die Rettung von Fannie und Freddie konterkarieren. Wenn das Bankensterben weitergeht, ist die Vertrauenskrise voll zurück. In Walters Schlauchboot sind Löcher.

Es wäre besser gewesen ein Ende mit Schrecken zu riskieren, als den Schrecken ohne Ende, der jetzt abläuft. Es gibt kein Halten. Als Ausweg bleibt nur der ganz große Krieg.

Quelle Duckhome