Schweinebucht im Kaukasus

Aktuelles Politik, Diplomatie

Die Truppen Georgiens ziehen sich nach gescheiterter Invasion aus Südossetien zurück / Russlands Truppen bleiben in der Region

Kaukasus: Die Paralellen der gescheiterten Eroberung Südossetiens zum Debakel des US-Invasionsversuchs in Kuba im April 1961 sind unverkennbar.

Die Schweinebucht markierte nicht nur die desaströse militärische Niederlage der Supermacht im eigenen Vorgarten.

Sie war auch eine verheerende politische Niederlage, welche die Welt 1962 anschliessend in der sogenannten Kubakrise an den Rand des Atomkrieges führte.

SAAKASCHWILI ERLEIDET VOLLSTÄNDIGE MILITÄRISCHE UND POLITISCHE NIEDERLAGE

Die Truppen vom in den USA geschulten "Zauberlehrling" (der "Spiegelfechter") Mikail (Micheil) Saakaschwili sind auf dem Rückzug, nachdem sie Südossetien in Schutt und Asche gelegt haben.
"Genozid" nannte das heute der russische Ministerpräsident Putin.

Die russische Schwarzmeerflotte zog vor den Häfen Georgiens auf und kündigte an, jedes Schiff auf Waffen zu durchsuchen. Die Ölexporte Georgiens sollen nicht gestoppt werden, so das russische Militär.
Angesichts dieser Massnahmen drohte die Regierung der Ukraine Russland damit den Hafen von Sewastopol für die russische Schwarzmeerflotte zu schliessen, betonte aber die Ukraine wolle nicht in diesen Konflikt hineingezogen werden.

Der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin sprach angesichts der georgischen Niederlage davon, dass die Situation jetzt auf einer neuen Ebene angelangt sei. Die unverhandelbare Position Russlands sei jetzt der vollständige und bedingungslose Rückzug der Invasionstruppen zurück nach Georgien.
Gleichzeitig kündigte er an, dass nun auch reguläre russische Truppen, abgesehen von den UN-Friedenstruppen, in Südossetien stationiert blieben.

Bis dahin werde es keinen Waffenstillstand geben, so Churkin. Der Weltsicherheitsrat hinke den Ereignissen hinterher, manche Mitglieder des obersten Exekutivgremiums der Vereinten Nationen (die Churkin nicht beim Namen nannte) behinderten eine Resolution zur Beendigung der Kämpfe.

In der Tat war der Weltsicherheitsrat noch in der Nacht zu Freitag auf Antrag Russlands zusammengekommen und hatte (während der laufenden Invasion Georgiens in Südossetien) mit den Stimmen der USA und Grossbritanniens eine aus drei Sätzen bestehende Resoultion abgelehnt, in welcher "die Anwendung von Gewalt abgelehnt" ("to renounce the use of force") wurde.

Bereits im Laufe des Freitags wendete sich dann das militärische Blatt, dann trat der Rat auf Antrag Georgiens zusammen und versuchte einen Waffenstillstand auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt existierenden Frontlinie.
Darauf liessen sich die Russen aber verständlicherweise nicht ein. Nun stehen die NATO- und EU-Mächte vor einem Scherbenhaufen ihrer Kriegspolitik.

DIE SCHWEINEBUCHT-INVASION

war ein ganz normaler Eroberungsversuch der USA gegen Kuba, welches gerade seinen US-gestützten Diktator gestürzt hatte. Keineswegs suchten nach der Revolution die neuen Machthaber um Fidel Castro sofort den ideologischen Anschluss an den Ostblock. Erst nach der gescheiterten Schweinebucht-Attacke suchte man im Inselstaat Kuba eine Schutzmacht und fand schliesslich die entfernte Sowjetunion.

Am 14. April 1961 hatte der erst knapp drei Monate im Amt befindliche unerfahrene junge US-Präsident John F. Kennedy der Durchführung des CIA-Planes zugestimmt, sich aber als Oberkommandierender die Entscheidung über den Einsatz vorbehalten.

Zur Vorbereitung der Invasion bombardierten am 15. April 1961 amerikanische B-26-Flugzeuge drei kubanische Flugplätze. Die Bomber waren mit kubanischen Hoheitszeichen versehen worden (man denke jetzt mal an den gestrigen militärisch sinnlosen Bombenangriff auf die zivilen Viertel der georgischen Stadt Gori, angeblich mit russischen SU-24 und nicht mit georgischen SU-25 Kampfflugzeugen) und sollten den Anschein einer Gegenrevolution erwecken. Fünf der US-Bomber wurden von kubanischen Flugzeugen abgeschossen.

Am 17. April landeten, von ihren Ausbildungslagern in Guatemala kommend, in der Schweinebucht etwa 1.500 Exilanten der Brigade 2506 unter dem Kommando von zwei CIA-Beamten und mit logistischer Unterstützung der US-Marine.

Die Invasion scheiterte, weil es den Exilkubanern nicht gelang, eine für die Landung vorgesehene Piste so lange zu halten, dass die "Exilregierung" aus Miami einfliegen und ihren "Hilferuf" per Funk absetzen konnte. Damit war die für Kennedy politisch, politisch unverzichtbare Voraussetzung für ein militärisches Eingreifen der bereitstehenden US-Marineeinheiten nicht gegeben. Die Operation wurde auf Befehl von Präsident Kennedy gegen den Widerstand der CIA abgebrochen.

Am 22.November 1963 starb der Präsident der USA dann in einem Attentat, in welchem nach offizieller Version eine einzelne "magische Kugel" des angeblichen Einzeltäters Lee Harvey Oswald während ihres Fluges zweimal die Richtung wechselte, 7 Wunden in 2 Personen verursachte, 15 mal Kleidung durchfuhr, zentimeterweise Rippen zersägte und diverse Knochen durchfuhr um dann auf einer Trage im Krankenhaus liegend zufällig gefunden zu werden, ohne eine Spur Blut, ohne eine Spur von Kleidung, ohne eine Spur Knochen an sich und in fast unversehrtem Zustand.

Wie gesagt: das war die offizielle Version der US-Nachfolgeregierung von Lyndon B.Johnson, welche den Vietnamkrieg begann.

Nehmen wir jetzt einmal an, ich hätte Ihnen so einen Schrott erzählt.
Den Grundmythen und über Jahrhunderte erstellten psychologischen Expertisen über das Herdentier Sapiens zufolge hätten Sie es wahrscheinlich nicht geglaubt.
Aber nicht, weil es Schrott ist. Sondern weil für Sie völlig unwichtig ist was erzählt wird, sondern einzig und allein wer es erzählt. Ist es Ihr Herr, glauben Sie alles.

Genau wie sich damals militärische Gegebenheiten immer den politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und die sich den mentalen Herrschafts- und Machtverhältnissen anpassen und unterordnen, genauso hatte der westliche Surrogat-Herrscher Mikail Saakaschwili in dem Augenblick verloren als er seine von den USA, der EU und Israel ausgebildeten und unterstützen Invasionstruppen in Marsch setzte.

Diese ganze Beschwatzung gerade der israelischen Nichtskönner von diesbezüglichen militärpolitischen Strategen und Berufslügnern ist weltweit bekannt. Sie hat seit dem Einmarsch im Irak nur noch versagt und mit dem desaströsen Debakel des Libanonkrieges ium Sommer 2006 ihr Waterloo erlitten.

Es gibt trotzdem immer noch Leute die dumm genug sind auf diesen selbstmörderischen Unsinn - elektronische Kampfführung, Pressekontrolle, Manipulation der Öffentlichkeit, Psychokrieg, etc - jenseits aller militärischen und politischen Realitäten hereinzufallen.

Selber schuld, Schmocks.

Die Welt hat sich weitergedreht....

(...)

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