Der Koch als Ratgeber der SPD

Es ist wirklich wunderbar welch seltsame Koalitionen aus den Abfallhalden der Republik sprießen, wenn es darum geht die neoliberale Elite der Politiker zu schĂŒtzen. Da hatte sich doch der SPD-Clement im hessischen Wahlkampf schĂŒtzend vor den Atomfreund, den CDU-Koch gestellt und öffentlich die Ypsilanti verflucht, die nicht nur nicht an den großen Atomgott glauben will, sondern auch noch sĂŒndige Kontakte zur Linken sucht.

Das Ergebnis ist bekannt und Clement der Cheflobbyist der Kernenergie und Atomkraftwerke der ganz Deutschland mit so tollen Endlagern wie Asse II vergiften will, musste natĂŒrlich fĂŒr Koch sein, weil sein Arbeitgeber RWE ja mit der atomaren Verseuchung so gutes Geld verdient.

FĂŒr JĂŒrgen Großmann von der RWE ist es völlig gleichgĂŒltig ob das nĂ€chste Tschernobyl mitten in Deutschland stattfindet oder nur ein paar Tausend Kinder an LeukĂ€mie sterben, weil er seine Profite pflegen will. Der weiß seinen Clement schon einzusetzen, genau wie die Firmen die ihn dafĂŒr belohnen, dass er Deutschland in die billige Zeitarbeit schickte, anstatt anstĂ€ndige ArbeitsplĂ€tze durchzusetzen.

Koch und Clement das ist ein Paar da wird man schon starr vor Grauen. Denkt man sich dann Steinmeier und SteinbrĂŒck noch dazu, wird es völlig untertrĂ€glich. Menschen mit sehr geringen FĂ€higkeiten, vollstĂ€ndig ohne Charakter und gĂ€nzlich verantwortslos, sind einzeln in FĂŒhrungspositionen schon eine Gefahr. Sobald sie sich aber zusammenballen wird es wirklich gefĂ€hrlich fĂŒr alle, die ehrlich, anstĂ€ndig und fleißig sind.

Die Kochs, Clements, SteinbrĂŒcks, Steinmeiers und Co. bekĂ€mpfen nĂ€mlich immer nur die Ehrlichen, die AnstĂ€ndigen und die Fleißigen. DafĂŒr schĂŒtzen sie die anderen charakterlosen BetrĂŒger und Falschspieler. So ist es logisch, dass im Fall es Ausschlusses von Clement aus der SPD, der vermutlich ein groß angelegtes TĂ€uschungsmanöver ist, Herr Steinmeier sofort seinem Freund Clement beigesprungen ist. Beide haben ja den Makel das sie nicht gewĂ€hlt wurden. SelbstverstĂ€ndlich war auch der dicke Gabriel dabei, der ja wenigstens abgewĂ€hlt wurde.

Die ganze Situation nutzten die beiden Freunde Clement und Koch um ihre wirkliche Feindin an den Pranger zu stellen:

In einem Interview mit WELT ONLINE warnte der Ex-Bundesminister gestern eindringlich vor einem erneuten Versuch Ypsilantis, sich mit Hilfe der Linkspartei zur MinisterprĂ€sidentin wĂ€hlen zu lassen. „Wenn dies tatsĂ€chlich so kommt und auf der anderen Seite jemand wie ich aus der Partei geschmissen wird, dann ist das ein Bild, von dem ich kaum glaube, dass es der SPD zutrĂ€glich sein wird“, sagte Clement.

Clement verlangte ein Eingreifen der Bundespartei. Er betonte, es sei eindeutig, dass es hier um eine Rolle rĂŒckwĂ€rts in der Wirtschafts-, der Sozial und der Arbeitsmarktpolitik gehe. Dies könne die FĂŒhrung der Bundes-SPD nicht akzeptieren. „Jedenfalls dann nicht, wenn sie bei der Bundestagswahl deutlich ĂŒber 30 Prozent abschneiden will. Und das muss ihr Ziel sein“, meinte Clement.
Er fĂŒgte hinzu, eine Energiepolitik ohne Großkraftwerke, wie Ypsilanti sie gefordert habe, sei in Deutschland völlig unvorstellbar. Gegen eine solche Position mĂŒsse er vorgehen können. Das verlange das Landesinteresse, das in diesem Fall dem Parteiinteresse vorgehe.

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Hessens geschĂ€ftsfĂŒhrender MinisterprĂ€sident Roland Koch (CDU) warnte die SPD vor den bundespolitischen Konsequenzen einer Zusammenarbeit mit der Linken in seinem Land. Sollte sich die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti mit den Stimmen der Linken zur MinisterprĂ€sidentin wĂ€hlen lassen, wĂ€re dies eine enorme Belastung fĂŒr einen Wahlkampf des möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, sagte Koch der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

„Sollte Frau Ypsilanti einen erneuten Anlauf starten, sich mit den Stimmen der Linkspartei wĂ€hlen zu lassen, wĂ€re dies fĂŒr die Bundes- SPD ein Himmelfahrtskommando. Herr Steinmeier kann sich dann alle Beteuerungen schenken, es auf keinen Fall mit Rot-Rot-GrĂŒn zu versuchen“, sagte Koch. „Frau Ypsilanti ist mit höchster Geschwindigkeit in eine Sackgasse gefahren und ĂŒberlegt jetzt, ob sie durch die Mauer an deren Ende durchkommt.“

Das Koch dabei die Betonung mehr auf die Linken und eine mögliche Tolerierung legt, hat etwas mit seiner persönlichen Situation zu tun. Er lĂ€sst sich eben von dem dĂ€mlichen WĂ€hlern nicht abwĂ€hlen. Er bleibt und wird notfalls seine BĂŒrotĂŒr von innen verrammeln. Aber das ist in diesem Zusammen nur Schauspielerei. Es geht nur darum Atomkraftwerke in der SPD wieder hoffĂ€hig zu machen.

Dadurch dass sich Clement und Koch sich massiv gegen Ypsilanti stellen und eine Quasi-Große Koalition der UnanstĂ€ndigen mit Gabriel und Steinmeier bilden ist klar, worum es wirklich geht. Wirft die Bundesschiedskommission Clement nicht aus der Partei, hat sie ein klares Signal gegeben, das man fĂŒr die Atomkraft und die AbhĂ€ngigkeit von den Gaben der Großkonzerne ist. Die SPD signalisiert damit ihre endgĂŒltige KĂ€uflichkeit.

Gleichzeitig wĂŒrde aber auch festgelegt, das jeder, der in der SPD fĂŒr neue oder gar linke Inhalte und Wege ist, oder sich gegen Atomkraft stellt, jederzeit von der BundesparteifĂŒhrung oder deren Handlanger zusammengefaltet werden kann, was eine weitere StĂ€rkung der Diktatur durch die Parteizentrale bedeutet. Sicherlich ist Frau Ypsilanti in einer Sonderstellung und hat vielleicht nicht verstanden, das die SPD eine neoliberale Partei ist, aber sie wird es jetzt lernen.

Bisher ist die Botschaft eindeutig. Nicht mit der Linken und das heißt im Umkehrschluss nur die große Koalition ist möglich, da die FDP fĂŒr gar nichts zur VerfĂŒgung steht, außer fĂŒr etwas, dass es nicht gibt. Das ist ĂŒbrigens typisch FDP. Wenn die sich verrennen machen die es immer so grĂŒndlich. Ach ja. NatĂŒrlich ist die Forderung nach einer großen Koalition auch die Forderung nach dem politischen Ende von Frau Ypsilanti.

Übrigens wurde auch die Kanzlerfrage schon abschließend geklĂ€rt. Peter Struck hat gesagt, das die AffĂ€re Clement, die Kanzerkandidatur von Steinmeier nicht gefĂ€hrdet. Da hat er vermutlich recht. Er darf Kandidat werden. Das mit dem Kanzler wird bei 18 Prozent dann zum GlĂŒck schon eher etwas schwieriger.

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