Pauschale Pendlerveralberung und doppelt eingesprungene Energiekomik
Es ist aber auch so gemein. Anstatt dass sich die Leute freuen, das sie immer schlechter bezahlte Arbeit an immer weiter entfernten Orten haben, wollen sie nun ihre alte Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer wiederhaben. Das ist diese ewige Gleichmacherei.Selbstverständlich ist es gut und richtig das Josef Ackermann von der Deutschen Bank und Minister Peer Steinbrück von der SPD oder Angela Merkel, die Außenkanzlerin von der CDU, ab dem ersten Zentimeter jeder Fahrt, entweder voll vom Steuerzahler oder über absetzbare Kosten, durch die Gegend gefahren werden, und dazu noch zwei Fahrzeuge voller Sicherheitspersonal mitfahren. Das sind wichtige Leute. Deren Bedürfnisse kann man nicht mit so einem Pendler, der ja nur ein einfacher Bürger ist gleichsetzen. Für den Bürger sollte der Satz gelten: "Die Arbeit beginnt am Fabriktor. Wie man dorthin kommt, ist Privatsache.", für die Herrschenden gilt das die Arbeit beim Durchschreiten der eigenen Haustür beginnt. Selbst die Leerfahrten des Fahrers, der Transport der Ehefrau und des privaten Einkaufs und auch die Fahrt zu Party bei Freunden und ins Theater sind Arbeit. Die Welt zeigt uns einen sichtlich vergnügten Peer Steinbrück, der es genießt seine Macht austoben zu können. So sehen Leute aus, die das getan haben was ihren Herren nützt und die Spaß haben an dem was sie tun. Das Lächeln kennen die Deutschen von Clement und Schröder. Die Merkel und der Müntefering lassen sich ihren Spaß an der Sache nicht so anmerken. Vielleicht gehen die zum Lachen auch so immer vorsichtshalber in den Keller. Steinbrück gibt es den Deutschen gründlich:
Steinbrück verwies darauf, dass die meisten Arbeitnehmer von der Abschaffung der Pendlerpauschale gar nicht betroffen gewesen seien. "Beim Großteil des Rests geht es um eine durchschnittliche Belastung von circa zwölf Euro im Monat. Und damit wollen Sie das Problem steigender Energiepreise lösen? Das ist doch Volksverdummung." Auch andere Vorschläge, den Energieverbrauch steuerlich zu entlasten, lehnt der Minister ab: "Wenn ich bei einem Ölpreis von 140 Dollar je Fass anfange, den Energiekonsum zu subventionieren, was mache ich dann bei 150 Dollar oder bei 160? Nehme ich dann zweistellige Milliardenbeträge in die Hand, zulasten von Ausgaben für Bildung oder Infrastruktur? Wir werden nicht darum herumkommen, sparsamer mit Energie umzugehen.
Wenn Steinbrück mit Zahlen kommt, dann ist das meistens falsch. Bei einer Pauschale die erst ab dem Kilometer 21 zählt, entgeht jedem Pendler der darüber liegt jährlich im Durchschnitt ein Betrag von 1380 Euro netto. Das sind im Monat 115 Euro. Wieviel den Pendlern mit kürzeren Wegstrecken als 20 km entgeht, lässt sich nicht sagen, aber Steinbrücks 12 Euro sind auch da ein Hohn, bei Normalverteilung müssten es 57 Euro sein. Das der Mann nicht rechnen kann, ist ohne Bedeutung, er ist ja nur Finanzminister. Vielleicht sollte man ihn einfach mal auf die diversen Pendlerrechner im Netz aufmerksam machen. Schön ist auch das er bei den gestiegenen Energiekosten nicht beispringen kann, weil er das Geld ja aus Bildung und Infrastruktur kürzen müsste und nicht aus Krieg und Subvention seiner neoliberalen Freunde kürzen kann. Hätte er nicht das Geld über die IKB an Ackermann verschenkt, wäre es noch da, um bei den Ärmsten die Not abzufedern. Aber er lacht, weil er seinen Freund Josef glücklich machen konnte und wohl nach seiner Abwahl in 2009 irgendwo einen oder mehrere schöne fette Aufsichtsratsposten bekommt, wo ihn die Energiekosten nicht interessieren. In der Realität stellt sich die Situation jetzt schon erschreckend dar:
Für Rosemarie R. aus dem bayerischen Neumarkt St. Veit käme all das zu spät: Die 50-jährige Arbeitslosengeld-II-Empfängerin konnte die Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Monatelang lebte sie in einem maroden Haus ohne elektrische Energie, verbrannte Müll, um zu heizen. Als Lichtquelle stellte die ehemalige Kindergärtnerin Kerzen auf. Sie starb, als die Kerzenflamme das Haus in Brand setzte. Weniger dramatisch verlief die Stromsperre bei Melanie S. Der dreifachen Mutter aus dem unterfränkischen Dettelbach hängten die Techniker der Stadtwerke im Dezember vergangenen Jahres einen Stromzähler mit Münzeinwurf in den Flur. Die Arbeitslosengeld-II-Bezieherin kochte ihr Essen auf einem alten Herd, der Unmengen Strom fraß. Ein neuer Herd müsse vom Regelsatz abgespart werden, befand die Arbeitsagentur. Als die Stromschulden weiter wuchsen, drohten die Stadtwerke, entweder den Strom zu sperren oder einen Münzapparat zu installieren. Der aber lief mit alten Fünf-Mark-Münzen. So musste die gelernte Friseurin zur Stadtkasse pilgern, um Euro umzutauschen.
Natürlich sind das nur bedauerliche Einzelfälle. Solche Menschen treiben einem Steinbrück das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Da lacht er eher noch mehr. Sind doch selbst Schuld diese Leute. Hätten sich doch gleich umbringen können. Denn das solch ein Leben nicht mehr Lebenswert ist, dürfte jedem klar sein. Aber es ist gut wenn die Medien über solche Fälle berichten. Das Volk soll endlich begreifen, das seine Politiker nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Es hat sich ausgevolkt. Die SPD hat keine Chance mehr noch einmal in eine Regierung zu kommen, die CDU wird regieren egal was gewählt wird. Da ist das Volk unnötig. Quelle