Hansen (Transnet) konsequent: Streik GEGEN mehr Lohn

Frankfurt: Laut Angaben der GDL hat der Vorsitzende der Konkurrenz-Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, allen Ernstes in einem Fernsehinterview mit n-tv mit Streik gedroht, falls die Gewerkschaft der Deutschen Lokführer sich gegen den Bahn-Konzern DB AG mit ihrer Forderung nach mehr Lohn durchsetzen könne http://gdl.de/
Auch sonst verbreitete Hansen wieder einmal Komik: zum zweiten Mal innerhalb von 2 Tagen erklärte er wörtlich:“Ich habe jetzt wirklich die Faxen dicke“ – am Mittwoch in der „Welt“ (1), heute gegenĂĽber dem „Tagesspiegel“ (2).Wieder erklärte Hansen – den angesichts der Massenflucht seiner Transnet-Schäfchen zur erfolgreichen GDL nackte Panik erfasst zu haben scheint – er fĂĽhre seit langem Tarifverhandlungen mit dem Bahn-Vorstand, dem er bekanntermassen selber angehört. Leider wĂĽrde davon niemand etwas merken, dass wĂĽrde ihm total leid tun.
Also – irgendwas scheint mit dem Mann nicht zu stimmen. Man hat das GefĂĽhl, er verhandelt nicht nur mit sich selber, er redet auch mit sich selber.

DAS UNIVERSUM NORBERT HANSEN

„Wir sind auf die Hilfe der GDL nicht angewiesen,“ (2) so Hansen zu der Tatsache, dass ein erfolgreicher Abschluss auch 270.000 Eisenbahnern der Transnet die Chance auf mehr Lohn gäbe, die sie mit ihrer duften Gewerkschaft selbst nie bekommen hätten.
„Dass es mehr Geld geben muss, ist nicht auf ihrem Mist gewachsen. Wir verhandeln schon seit Monaten ĂĽber eine neue Entgeltstruktur, ohne ständig zu streiken. Das geht in der Ă–ffentlichkeit aber unter, die Leute denken, nur die GDL kämpft fĂĽr mehr Geld. Das entspricht aber nicht den Tatsachen.“
Und woran soll man das merken, möchte man da ausrufen, aber dann denkt man sich, der Mann hört eh nur auf sich selber.

Hansen zu Hansen:
„Die Bahn hat sich schriftlich verpflichtet, die Lohnstruktur in drei Stufen zu verbessern und dafĂĽr einen dreistelligen Millionenbetrag aufzuwenden. Wegen des GDL-Streits sind unsere Verhandlungen aber auf ein Nebengleis geschoben worden. Das sehe ich jetzt nicht mehr ein. Wir können jederzeit eine Reihe von Tarifbestimmungen kĂĽndigen und wären schon Ende Januar aus der Friedenspflicht heraus. Wir können innerhalb kĂĽrzester Zeit Druck ausĂĽben ĂĽber Streiks, und das so lange, wie es nötig ist. Ich habe jetzt wirklich die Faxen dicke und erwarte, dass unsere Sache jetzt zĂĽgig vorankommt.“

(Mit wem redet der, um Gottes Willen?)

„Es geht um etwas anderes: Die GDL will sich breiter aufstellen und kĂĽmmert sich nun um Servicekräfte, Bus-, StraĂźenbahn-, U- Bahn-Fahrer. Die hohe Forderung, das radikale Vorgehen – da haben offenbar Berater gesagt, brecht mal einen GroĂźkonflikt vom Zaun, das ist das beste Marketing.“

(Da ist jemand dabei zu begreifen, dass Arbeiter auch Gewerkschaften verlassen dĂĽrfen, wenn sie miese AbschlĂĽsse machen und ausser zu Gelaber zu nichts zu gebrauchen sind.)

„Ich bedauere, dass es normal geworden ist, erst einmal dicke Backen zu machen. Die Sozialpartner, also Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, sollten sich zusammensetzen und darĂĽber reden, wie sie neue Regeln finden können. Sonst wird sich unsere Streitkultur in Zukunft grundlegend ändern.“

(Welcher Arbeiter sieht denn seinen Chef als „Partner“? Und welcher Chef seinen Arbeiter? Ist der wahnsinnig? Haben die zuhause keine Partner mehr? Liebt denn hier jeder nur noch seinen Job und nicht mehr seine Frau und Familie?)

Tagesspiegel: „Was bedeutet der Streik fĂĽr die Privatisierung?“
Hansen: „Wenn es ĂĽberhaupt noch dazu kommt, aber die Tarifeinheit nicht gehalten werden kann, werden Investoren erheblich abgeschreckt.“

Da bedauert also jemand, dass das 164 Milliarden Euro werte Volksvermögen deutsche Eisenbahn NICHT fĂĽr ein paar MĂĽcken irgendwelchen Heuschrecken in den Schlund geworfen wird. Man merkt – so einer muss in der SPD sein. Bleibt nur noch die Abschlussbilanz dieser Tragödie:

DIE SPINNEN, DIE RĂ–MER..

Nein. Nein. Und nochmals nein. Also, da hock ich doch lieber frĂĽhmorgens nach der „Anti-Terror“-Razzia mit 2000 anderen Intellektuellen in Handschellen im Fussballstadion, als dass ich im Leben nochmal diese SPD-Penner unterstĂĽtze. Ihr HABT sie wohl nicht mehr alle…

Macht sie alle, GDL.

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Quellen:
(1)
http://www.welt.de/wirtschaft/article1386495/Ich_habe_jetzt_wirklich_die_Faxen_dicke.html
(2)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/;art271,2425881