Volkert, VW und Korruption: Die IG Metall hat keine Zukunft

Leipzig: Nicht einmal das Motto stimmt wirklich beim 4-jĂ€hrlichen innerdemokratischem Selbstversuch dieses von Korruption und Heuchelei zerfressenen Apparates. „Zukunft braucht Gerechtigkeit“ (1) steht ĂŒber dem Gewerkschaftstag, nur fehlt da was: „..aber keine IG Metall“.
JĂŒrgen Peters, selbst vor seiner Wahl 2003 fast Opfer eines Machtkampfes durch Klaus Zwickel und Berthold Huber, hat bewiesen, dass MachtkĂ€mpfe in der IG Metall so unnĂŒtz sind wie eine Sprinkleranlage in der WĂŒste. Es verdunstet einfach sowieso alles, da kann man machen was man will und weil man das kann, tun das auch alle, und weil das so ist, ist das vernĂŒnftig, Kolleginnen und Kollegen.Dabei zeigt der demnĂ€chst stattfindende Prozess (3) gegen den ehemaligen PrĂ€sidenten des Volkswagen-Welt-Konzernbetriebsrats und IG-Metall-FunktionĂ€r Klaus Volkert (4), was die IG Metall in Wirklichkeit ist:
eine Bande Bordellbesucher.

Volkert – der fĂŒr 1.95 Millionen Euro von VW-Konzern-Chef Peter Hartz kassierte Bestechungsgelder plus 400.000 Euro fĂŒr die brasilianische Hausnutte von unseren Behörden zum Dank mit dem Bundesverdienstkreuz und dem NiedersĂ€chsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde (4) – besorgte es sich und anderen Arbeiternehmervertretern auf „Lustreisen“ ganz mĂ€chtig, nur damit die dann die Fabrikdrohnen zuhause dichtquatschten, die das alles willig bezahlten wĂ€hrend man ihnen dann die Löhne kĂŒrzte, was sie natĂŒrlich auch alles willig hinnahmen, „ja was soll man denn machen, buhuhuuu, wer streikt kommt in die Hölle, das hat mir meine Mama, die SPD gesagt, buhuhuuuu..“
Am 15.November beginnt der Prozess in Braunschweig, und da ich aus recht gut informierten Kreisen weiss, dass in der dortigen Region die StaatsanwÀlte ALLE Volkswagen fahren, bin ich nicht gespannt auf das Ergebnis, sondern freue mich nur jetzt schon, wen ich alles vor die Tastatur bekomme.

Der IG Metall-Vorsitzende JĂŒrgen Peters hat in seiner heutigen Abschiedsrede auf einer Abschiedsveranstaltung den klinischen Tod seiner an den Banken hĂ€ngenden Gewerkschaftsleiche selbst bekannt gegeben:
es ward im Jahre 2003…

DER STREIK DER IG METALL IM FRÜHLING 2003
(Quelle 2)

Es ging um die Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West dreizehn Jahre nach dem Anschluss der DDR und ihrer Blockpartei CDU.
Eigentlich eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, wurde die simple Forderung nach Gerechtigkeit zu einem wahren Entscheidungskampf der Arbeiter gegen alle Anderen hochgeputscht. Konzernmedien (damals ohne Konkurrenz), SPD, CDU, FDP, GRÜNE (auch heute ohne Konkurrenz, dank IG-Metall-FunktionĂ€ren wie Klaus Ernst, die die WASG gar nicht schnell genug beerdigen konnten) und natĂŒrlich das Kapital mit all seinen wuchernden Tumoren im gesellschaftlichen Leben – sie hetzten, sie schwafelten und logen, dass sich die Balken bogen.

Die – von Ex-Kanzler Helmut Schmidt (SPD) mitherausgegebene – Zeit forderte unverhohlen: „Das Streikrecht muss beschnitten werden.“
Der Streik werde zu einem „Arbeitsplatzmassaker“ fĂŒhren und die Gewerkschaft hinterlasse mit diesem Arbeitskampf eine „blutige Spur“ von wachsender Arbeitslosigkeit, war zu lesen.
Gleichzeitig wurde der Streik der IG-Metall im Osten durch die FĂŒhrung unter Klaus Zwickel systematisch ausgebremst (5). Es gab kein Streikgeld, es gab nur minimale UnterstĂŒtzung durch einen reichen und aufgeblĂ€hten Gewerkschaftsapparat mit ĂŒber 2600 Festangestellten (die alle keinen Finger rĂŒhrten) und nach 4 Wochen wurde der Streik durch die IG-Metall einfach verboten.
Er wurde als „gescheitert“ erklĂ€rt und jede UnterstĂŒtzung abgebrochen.

Die gesamte bĂŒrgerliche Landschaft ergoss sich in FreudentrĂ€nen und hemmungsloser HĂ€me ĂŒber die Gewerkschaften. Im Sommer 2003, genau vor der Transformation von SPD und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen zu Hartz-Parteien, war das Wort von der „historischen Chance“ praktisch in allen Wirtschafts-Feuilletons der bĂŒrgerlichen Presse zu lesen.
Nur zwei Tage nach der Kapitulation des IG-Metall-Vorstands unterschrieb der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Bsirske, einen Tarifvertrag, der fĂŒr die 100.000 BeschĂ€ftigten des Landes Berlin eine Bruttolohnsenkung von 8 bis 13 Prozent bedeutete.

Die HintergrĂŒnde dieses Sozialverbrechens kann man an der Tatsache ablesen, dass gegen IG-Metall Klaus Zwickel bereits seit 2001 Ermittlungsverfahren wegen Untreue liefen. Seit 1991 als „Arbeitnehmervertreter“ hochbezahltes Mitglied des Aufsichtsrats der Mannesmann AG war er in horrende „Abfindungen“ an das ausscheidende Management nach der Vodafone-Übernahme verwickelt.
Zusammen mit „Deutsche Bank“-Chef Josef Ackermann und einer Menge anderer Bosse sass er bis November 2006 auf der Anklagebank, die er gegen die Zahlung von 60.000 Euro als Nichtvorbestrafter wieder verlassen konnte.

Zwickel benutzte den Streikabbruch auch fĂŒr eine schwere Intrige innerhalb der IG-Metall, um als Nachfolger den baden-wĂŒrttembergische Bezirksleiter Berthold Huber durchzusetzen. Wer Huber auch nur einmal gesehen hat, der weiss, wie das Wort „kĂŒmmerlich“ fleischgeworden an Form gewinnt.
Auch der der „einflussreiche“ Chef des Gesamtbetriebsrats bei DaimlerChysler in Stuttgart, Erich Klemm, spielte das Spiel Zwickels.
Am Ende wurde dann doch JĂŒrgen Peters IG-Metallvorsitzender und bewies seitdem, dass man sich alle Intrigen gegen ihn auch hĂ€tte sparen können.

Am 21.Juli 2003 trat Klaus Zwickel als IG-Metall-Chef zurĂŒck – aber erst, nachdem der Streik abgewĂŒrgt und der Weg frei fĂŒr die Hartz-Gesetze von Gerhard Schröder war.

DAS GREINEN DER FEIGEN

Das Allerarmseligste ist dieses Gejammer und Gegreine von Leuten, die alle alles mitgemacht haben, aber nur, weil sie nicht anders konnten.
„Wenn das nicht alle machen wĂŒrden“, usw. Die „Eiiiiiiiiiiiiiiiinheitsgewerkschaft“ und die „Eiiiiiiiiiiiiiiiinheits-Linke“ und „gemeiiiiiiiiiiiiiiiiiiinsam“ die Leute abzocken und betrĂŒgen, man kann gar nicht soviel Feuer unter diesen Haufen legen wie man möchte. Zappeln und Springen sollen sie, auseinanderfliegen und auf den Ă€rmsten MĂŒllhaufen der Geschichte, das Fegefeuer noch mal extra angefacht und fĂŒr sie erfunden, das haben diese SchlipsbetrĂŒger verdient und sonst nichts.

Dass die konservative Gewerkschafts GDL jetzt allein gegen die ganzen DGB-Einheitsgewerkschaftsheuchler gewonnen hat, ist kein Ende, es ist der Startschuss vom grossen AufrÀumen was in der ganzen Deutschland AG jetzt Einzug halten wird.
„Oh when the saints go marching in“, und hey, ich bin vorne mit dabei und dann singt der Wolf sein nicht ganz so einsames Lied und irgendwann, irgendwann brennt dann auch der Boden unter dem Schuh des Manitu…

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http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=151&JAHR_AKTUELL=2006&MON_AKTUELL=10

Quelle:
(1)
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/igmetall4.html
(2)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=972&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=9
(3)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/435/141131/#readcomment
(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Volkert