Merkel-Rede vor UNO: der Himmel steh uns bei..
New York: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat in New York gegen 1.30 Uhr unserer Zeit genau die Rede gehalten, die zu erwarten war. Offensichtlich abgesprochen mit den Präsidenten George Bush (USA) und Nicolas Sarkozy (Frankreich) forderte sie fĂĽr die Republik nicht nur einen ständigen Sitz unter den Atommächten des Weltsicherheitsrates, sondern drohte gleich mehreren Ländern, vor allem Iran.Nachdem sie eine lange Abhandlung ĂĽber den Klimawandel vortrug, erwähnte sie (wie Bush) ausdrĂĽcklich Zimbabwe als „schweren RĂĽckschlag“ fĂĽr die Entwicklung in Afrika und (wie Sarkozy) das Thema „Korruption“ als Problem. Sie forderte (wie vorher schon angekĂĽndigt und von Bush wohlwollend kommentiert, 1) einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat, weil Deutschland bereit sei, „mehr Verantwortung zu ĂĽbernehmen.“
Aber damit noch nicht genug. Jetzt kam sie zum Thema WOFÜR sie mehr Verantwortung für Deutschland im Weltsicherheitsrat übernehmen will. Erkennbare Erläuterungen für Allgemeingebrauch und Vervielfältigung bitte rauskürzen.
MERKEL:
…Aber meine Damen und Herren, die Zeit drängt. Denn vielfältige Krisen halten uns in Atem. Und so unterschiedlich diese Krisen auch entstanden sind, lösbar sind sie alle nur multilateral. Der SchlĂĽssel ist Geschlossenheit und Entschlossenheit. Dies gilt gerade auch gegenĂĽber dem Iran.
Der Iran hat im klaren Widerspruch zu den Forderungen der IAEO und der VN sein Nuklearprogramm kontinuierlich fortgesetzt. Über die Brisanz dieses Programms sollte sich niemand Illusionen machen. Der Iran ignoriert die Resolutionen des Sicherheitsrates, er stösst unverhohlene Drohungen gegen Israel aus.
Machen wir uns nichts vor – wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, hätte das verheerende Folgen. Zuerst und vor allem fĂĽr die Existenz Israels. Dann fĂĽr die gesamte Region und schliesslich – weit darĂĽber hinaus – fĂĽr alle in Europa und in der Welt.FĂĽr alle, denen die Werte von Freiheit, Demokratie und MenschenwĂĽrde etwas bedeuten.
(Dat hältst Du doch im Kopp nich aus..)
Deshalb muss verhindert werden, dass der Iran in den Besitz der Atombombe kommt.
Beim entschlossenen Vorgehen gegen die Provokationen des Iran darf sich die internationale Gemeinschaft nicht spalten lassen.
(Achtung, bitte anschnallen:)
Nicht die Welt muss Iran beweisen, dass der Iran die Atombombe baut. Iran muss die Welt ĂĽberzeugen, dass es die Atombombe nicht will.
Meine Damen und Herrn, jeder deutsche Bundeskanzler vor mir war der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Existenz Israels verpflichtet. Zu dieser besonderen historischen Verantwortung bekenne auch ich mich ausdrücklich. Sie ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heisst, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.
(Wer hat denn jetzt wem mit Atomkrieg gedroht und wer kann das ĂĽberhaupt, weil er Atomwaffen hat?)
Und wenn das so ist, dann dĂĽrfen das auch keine leeren Worte bleiben.
(Harry, hol schon mal die LeichentĂĽcher raus..)
Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf eine diplomatische Lösung. Dazu wird sich Deutschland – wenn der Iran nicht einlenkt – entschieden fĂĽr weitere, schärfere Sanktionen einsetzen.
Geschlossenheit und Entschlossenheit sind ebenso der Schlüssel für den internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Insbesondere bei unserem Einsatz für Sicherheit und Stabilität in Afghanistan. Sie sind auch für die friedliche Zukunft des Kosovo erforderlich, (da gab´s rechtzeitig zum Gipfel ein Bumm auf dem Bill-Clinton-Boulevard in Pristina, 2) wo NATO und EU in besonderem Masse engagiert sind.
Wir wollen eine Lösung im Rahmen der VN. Deshalb sind aber auch alle Parteien aufgefordert, in den nächsten Tagen Kompromissbereitschaft zu zeigen.
Nachdrücklich unterstützen wir auch die Bemühungen des Nahostquartetts um Frieden in der Region. Deutschland tritt entschieden für die Vision von 2 Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein.(Sichere Grenzen.. Heisst das, die palästinensische Grenze möglichst weit weg von der israelischen oder was?)
Für das jüdische Volk in Israel (Araber raus) und das palästinensische in Palästina.
…bei massiven Menschenrechtsverletzungen, wie zum Beispiel in Darfur. Dort spielt sich eine menschliche Tragödie ab. Zuviel Zeit ist schon verstrichen.
(Nein, ich hab keine Passage ĂĽber Gaza rausgekĂĽrzt)
Es muss jetzt gehandelt werden. Die begangenen Verbrechen dĂĽrfen nicht ungesĂĽhnt bleiben.
Verlassen wird dieser Weg auch in Myanmar (Burma), wo ebenfalls die Menschenrechte seit Jahren nicht respektiert werden (das Wort „Irak“ tauchte ĂĽbrigens in der gesamten Rede nicht ein einziges Mal auf). Ich fordere die Regierung auf keine Gewalt gegen die friedlichen Demonstranten anzuwenden (so hab ich auch mal angefangen) und endlich den Weg freizumachen fĂĽr eine demokratische Zukunft des Landes.
Verlassen wird dieser Weg auch bei politischen Morden wie im Fall Hariri oder dem erneuten, feigen Anschlag vor wenigen Tagen im Libanon. Das Hariri-Tribunal muss schnell seine Arbeit aufnehmen. Syrien fordere ich auf, endlich (in letzter Minute) den Libanon diplomatisch anzuerkennen.
Mein Damen und Herren, ich bin zutiefst davon ĂĽberzeugt, wir mĂĽssen die Kraft aufbringen, unseren gemeinsamen Werten von Freiheit und Demokratie immer wieder neu Geltung zu verschaffen (aber nicht bei uns). Und dafĂĽr brauchen wir ein unverrĂĽckbares Fundament. Wir haben dieses Fundament. Es ist die Charta der Vereinten Nationen. Sie entstand, als Europa und weite Teile der Welt in TrĂĽmmern lagen.
Sie sagt in ihrem Kern, trotz aller Abgründe und Irrwege in der Geschichte (ich halt´s nich aus) gibt es die universellen Menschenrechte.
Mit anderen Worten: es geht um die Achtung und den Schutz der Würde des einzelnen Menschen (es sei denn, er sitzt vielleicht im falschen Flugzeug). Das ist der tiefe Grund, warum wir hier zusammentreffen, und warum wir hier gemeinsam für die Zukunft unserer Völker arbeiten. Deutschland wird mit all seinen Kräften dabei mithelfen (worauf Du Dich verlassen kannst).
Wir freuen uns auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit allen Partnern in den Vereinten Nationen.
Herzlichen Dank.
(Keine Ursache)
24.09.07
Merkel, der Gipfel und das China-Iran-Syndrom
http://radio-utopie.de/index.php?themenID=978
Quellen:
(1)
http://radio-utopie.de/index.php?themenID=982
(2)
http://de.rian.ru/society/20070924/80566308.html
