Lafontaine und Müntefering: ab in den Dino-Park..
Berlin: Es ist schon wirklich interessant, wenn hier ein Sauerländer und ein Saarländer im innigen Sozensgalopp die Berliner Republik blockieren (1).
Was Franz Müntefering und Oskar Lafontaine eint, ist, noch nie was hinzubekommen zu haben und von der Substanz zu leben die jahrzehntelang von Millionen von Menschen aufgebaut und erarbeitet wurde.
Der eine vernichtet die Partei, die ihn zurück in den Bundestag gebracht hat und der andere hat mit den Hartz 4-Gesetzgebungen, der Vernichtung der real bezahlten Körperschaftssteuer im Zuge der Steuerreform 2000 und der duften Föderalismusreform bewiesen, was er alles nicht kann, also sehr, sehr viel.
Seit Jahren schwätzt Müntefering von Mindestlöhnen für die „Working Poor“, die arbeitenden Armen. Ebenso über Lehrstellenabgaben.
Er wird auch noch Jahre weiter schwätzen. Tun wird er das Gleiche bisher auch – nichts.
Nur wenn es gilt Arme und soziale Schwache noch mehr zu quälen, damit sie die Arbeit finden die nicht da ist, da ist der alten Mann ganz weit vorn.
Seit ihm das Wort von den „Heuschrecken“ herausgerutscht ist, gibt es immer noch Leute die glauben, er hätte damit irgendwas gegen diese getan.
Das Gegenteil ist der Fall.
Der einzige Grund für die zurzeit steigenden Steuereinnahmen trägt den Namen seines Intimfeindes – Peer Steinbrück.
Was immer man von dem sagen kann, er weiss wenigstens, was eine Körperschaftssteuer ist und wer sie zu bezahlen hat (die bei Abzockern so beliebte „GmbH“ zum Beispiel).
Steinbrück findet auch den Eingang ins Finanzministerium von alleine und ist nicht noch dümmer als es die Verwaltung erlaubt, im Gegensatz zur Vollkatastrophe Hans Eichel, deren Einschläge im Sozial- und Allgemeinwesen mit denselben blöden, nichtssagenden Sauermienen und -sprüchen begleitet wurden wie jedes andere Debakel auch, was die SPD wirtschaftspolitisch unter Schröder und Müntefering angerichtet hat.
Zu Lafontaine bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen.
Wer wirklich denkt, hier von Wiedereinführung der Folter in Ausnahmefällen, von Fremdarbeitern und „Geringqualifizierten“ zu reden (ich bin auch so einer, wissen Sie), wer einen ganzen Landesverband aus der „gemeiiiinsamen Linken“ ausschliessen lassen will, den Landesvorstand der WASG Berlin absetzt und mit aller nichtvorhandenen Macht versucht, einen demokratischen Wahltantritt gegen Klaus Wowereit zu verhindern (damit der ihn dann doch noch mal zum Minister einer Linkskoalition auf Bundesebene macht), der muss sich nicht wundern, wenn er´s jetzt mit der Bratpfanne kriegt.
Die Linkspartei hat fast ausschliesslich aus dem trotzkistischen Lager junge Leute dazu bekommen. Diese pflegen ein taktisches Verhältnis zu jedem und allem und halten Moral und Aufrichtigkeit für ein bürgerliches Übel.
Die meisten einfachen Leute sehen das genau andersherum. Das wird die „Linke“ noch merken.
Die SPD wiederum ist personell, inhaltlich, und vor allem moralisch und seelisch am Ausbluten.
Wenn ich mir heute Hubertus Heil angucke, diesen Streber, DAS soll Euer Nachwuchs sein? Da war ja meine Oma – Gott hab sie selig – ein wahrer Stier dagegen!?
Es muss eine Alternative zu diesen alten Politböcken und tattrigen Platzhirschen eines auf ganzer Linie desaströsen Links-Establishments her.
Weder Franz Müntefering noch Oskar Lafontaine, geschweige denn die Beamtenseelenversorgungsanstalten SPD und Linkspartei.PDS, haben irgendeine Perspektive, Idee oder gar Vision anzubieten.
Und selbst wenn das der Fall wäre – man könnte davon ausgehen, dass sie auf´s Übelste verraten würde.
Wie immer.
Ab in den Dino-Park.
Zeit wird´s.
(1)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6783398_REF1,00.html