Ostafrika-Krieg,Sudan: Truppen von Tschad dringen in Darfur ein, Gefechte

Nord-Sudan,Darfur: In die west-sudanesische Provinz sind Truppen des von Frankreich gestĂĽtzten Regimes von „Präsident“ Idriss DĂ©by im Tschad einmarschiert, angeblich weil sie die Rebellen-Gruppe „Chadian National Concord“ (CNT) aus dem Tschad nach Darfur verfolgten.Es kam zu schweren Kämpfen mit den Truppen des (Nord-)Sudan, bei denen mindestens 30 Soldaten auf beiden Seiten um´s Leben kamen, so ein Beamter der tschadischen Behörden am Montag. Ein nord-sudanesischer Sprecher der Armee sagte, es habe 17 Tote auf Seiten des Regimes in Khartoum und seinen Streitkräften gegeben.(1)
Etwas später behauptete ein Sprecher des tschadischen Regimes in der Haupstadt N`Djamena, der Einmarsch seiner Truppen habe gar nicht stattgefunden. Nichts sei passiert.(2)
Hintergrund ist offenbar, dass sich die Truppen des Tschad wieder zurĂĽckziehen mussten.

Ein Sprecher der tschadischen Militärs namens „Hourmadji Moussa Doumgor“ gab an, im Vorfeld der Kämpfe mit Nord-Sudan hätten CNT-Rebellen bei Amdjerima im Osten des Tschad mit 200 Fahrzeugen StĂĽtzpunkte der Armee angegriffen. Ein CNT-Sprecher behauptete das Gegenteil, die Offensive wäre durch die Regierungstruppen begonnen worden.

Beide Regime, das von Tschad und Nord-Sudan unter „Präsident“ Bashir beschuldigen sich wechselseitig Milizen auf dem eigenen Territorium zu unterstĂĽtzen.

Währenddessen hat der neue UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aus Südkorea mal wieder einen Brief an das Regime in Khartoum geschrieben. Wieder geht es nicht um die Entsendung von UN-Truppen, dazu hat Bashir längst eingewilligt.

Es geht darum, wer das Kommando in Darfur hat. Wer den Oberbefehl ĂĽber die internationalen Truppen hat, regiert das an Ă–l und Uran reiche Land.
Die UN, EU, USA, Frankreich, alle wollen selbst den Oberbefehl ĂĽber die Truppen in Darfur. Bashir will, dass die AU weiterhin das Oberkommando ĂĽber die „Hybrid-Force“ aus AU-Soldaten und UN-Streitmacht behält.

Bisher war Darfur Teil einer ganz normalen mörderischen Diktatur in Afrika.
Jetzt aber läuft Darfur, wie der Kosovo, dem seine Rohstoffe Wolfram, Chrom und Ferro-Chrom zum Verhängnis wurde (5), auf den Status eines Protektorats, einer Kolonie zu. Es wird im Augenblick nur darum gedealt, wer der Kolonialchef wird.

Die BĂĽrger des „Westens“, den es nicht gibt, meistens ist das ein Wort fĂĽr die NATO, sollten sich lieber Gedanken darĂĽber machen, wie sich ihre eigene Gesellschaften im Zuge windelweicher Heuchelei als Neo-Kolonialmächte im Imperialismus entwickeln. Jedes Land dieser Erde könnte seine Autos mit Biomasse, Pflanzenöl oder Wasser fahren lassen.

Das passiert aber einfach nicht, weil es halt einfach nicht passiert. Weitere Fragen bitte an die Bellizisten der TAZ.

Unterdessen starben allein in Mogadischu, ex-Haupstadt des seit Jahrzehnten nicht mehr existierenden Staates Somalia, ĂĽber Ostern ca.1000 Menschen (3).
Am 9.Januar waren Truppen aus Äthiopien, sowie diverse Warlords, mit US-Einheiten in Somalia eingerückt.(4)

Wegen der „Al Kaida/AL Qaeda/al-qaida“.
Um den Menschen zu helfen.
FĂĽr die Freiheit.
FĂĽr den Frieden.
FĂĽr den „Westen“.
FĂĽr den Wohlstand.
FĂĽr Sie.

(1)
http://www.sudantribune.com/spip.php?article21257
(2)
http://www.sudantribune.com/spip.php?article21261
(3)
http://de.news.yahoo.com/10042007/286/politik-offenbar-1000-tote-k-mpfen-mogadischu.html
(4)
http://radio-utopie.de/archiv.php?themenID=215&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=1
(5)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=320&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=3