US-Delegation in Israel: Iran Thema Nr.1

19.02.07

Jerusalem: eine Delegation von US-Kongressabgeordneten unter Leitung von Jon Kyl, dem Vorsitzenden des gemeinsamen Kommitees der israelischen Knesset und des US-Kongresses, ist nach einem Tagesbesuch im Irak am Montag in Israel eingetroffen, um dort „Sicherheitsfragen“ zu erörtern(1).Jon Kyl, ein enger Freund des US-PrĂ€sidenten Bush, warnte vor PlĂ€nen der US-Demokraten, die Kriegsvollmachten von Bush per Gesetz einzuschrĂ€nken. Das US-MilitĂ€r könne im Irak auf rein unterstĂŒtzende Maßnahmen beschrĂ€nkt werden, das Eingreifen in einen BĂŒrgerkrieg per Gesetz verboten werden, so Carl Levin, Vorsitzender des StreitkrĂ€fteausschusses des Senats US-Senats.(2)

Kyl und die Kongressabgeordneten Jane Harman, Gabrielle Giffords (beide US-Demokraten) und der Republikaner Steve Pearce trafen sich am Montag mit Ehud Olmert, der israelischen Außenministerin Tzipi Livni und OppositionsfĂŒhrer Benjamin Netanyahu.
Thema Nr.1 – der Iran.
Außerdem war eine Unterredung mit US-Außenministerin Condoleeza Rice geplant, die sich zur Zeit in Israel aufhĂ€lt.
Dabei betonte Harman:
„Die Demokraten sind schon immer pro-Israel gewesen.“
Der Ko-Vorsitzende des Knesset-Kongress-Kommitees, Yuval Steinitz vom Likud-Block, ergÀnzte:
„Diese Beziehung hat in der Vergangenheit großartige und entscheidende Ergebnisse hervorgebracht“, so Steinitz.
„Diese weitergehenden Besuche heben die Verpflichtung der Amerikaner fĂŒr Israel hervor.

Bei dieser Gelegenheit verteidigte Steinitz auch gleich den Chef des israelischen MilitĂ€rgeheimdienstes, General Yossi Baidatz. Dieser hatte sich mit Verteidigungsminister Peretz einen Streit geliefert, indem er feststellte, daß die Hisbollah militĂ€risch fast wieder auf dem Stand vor dem Libanonkrieg angelangt sei.
Peretz hatte dies nur eine „potentielle“ Gefahr genannt. Dem widersprach Steinitz, es sei alles noch viel schlimmer als vorher, die Bedrohung durch die Hisbollah sei gewachsen.
„Ich persönlich verstehe nicht, was `potentiell`bedeutet“, so Steinitz ĂŒber seinen Verteidigungsminister aus der Arbeitspartei.
Er selbst machte klar, daß ein potentieller Angriff auf den Iran durch Israel auf der Tagesordnung stĂŒnde.
Der Iran stÀnde im Zentrum aller GesprÀchsrunden, die militÀrische Option lÀge auf dem Tisch, so Steinitz(3).

Am Dienstag steht fĂŒr die US-Delegation ein Besuch bei dem Raketensystem „Arrow“ in der sĂŒdisraelischen Stadt Palmahim auf dem Programm, fĂŒr dessen Finanzierung durch die USA sich Kyl persönlich stark eingesetzt hatte.
Außerdem wird sich die US-Delegation mit Meir Dagan, dem Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad treffen.
Dienstag Abend fliegt die US-Delegation wieder zurĂŒck in die USA.(4)

Quellen:
(1)
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1171894469709&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
(2)
http://de.today.reuters.com/News/newsArticle.aspx?type=worldNews&storyID=2007-02-19T074947Z_01_NEI928176_RTRDEOC_0_USA-IRAK-KONGRESS.xml
(3)
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3367124,00.html
(4)
http://www.azcentral.com/news/articles/0218azindc0218.html