Die Bush-Rede: wie geht der Weltkrieg weiter?

Eine politische EinschÀtzung nach der Rede des fiktiven US-PrÀsidenten

Washington, Berlin: 2 Dinge sind absolut identisch.
1. die Befehle aus dem Weißen Haus.
2. die politischen Bestrebungen der Berliner FĂŒhrung der CDU, des militĂ€risch-industriellen Komplexes, das erklĂ€rende GeschwĂ€tz dazu von denen, die davon leben mĂŒssen und die Devise der SPD – erst zicken, dann nicken.Bush ist rein rechtlich US-PrĂ€sident. In Wirklichkeit ist er nur ein Schauspieler, und zwar ein schlechter. Als Schauspieler erkennt man seine Kollegen, und ich rate jedem zu dem Thema die Schnauze zu halten, wenn er oder sie kein KĂŒnstler ist, denn dann hat er oder sie gottverdammt nochmal keine Ahnung.
Jeder, der wie ich schon mal einen Film als Regisseur gedreht hat, weiß, wie Dramaturgie lĂ€uft. Hier ein Beispiel:
Schlimm. Schlimmer. (..)
Und? Was kommt dann? Haben SieÂŽs erraten?
Jetzt wissen Sie, was Dramaturgie ist.

Wenn jemand MilitÀr ist, kennt er die Grundregel jedes Krieges, Angriffs oder jeder Operation: eigene Verluste sind bis 20% vertretbar.
Wenn man sich ansieht, wie „wenig“ eigene Verluste das US-Imperium in Kauf nehmen mußte, um nach dem 11.September ihre Truppen weltweit in Stellung zu bringen, Geheimdienstinformationen aus allen Regionen der Erde anzusaugen, die dekadente und hohle „Kultur“ des Westens auf Krieg zu trimmen, die geistigen Strömungen versickern zu lassen, die Psychologie von Milliarden so umzudrehn, daß sie sich der simpelsten Logik verweigerte, 2 LĂ€nder in Zentralasien an der chinesischen Landgrenze und im Herzen der Golfregion mit Kolonialtruppen zu erobern und zu zerstören, dann muß man einfach anerkennen, daß es in der langen und gewalttĂ€tigen Geschichte des Sapiens noch nie einen effektiveren Krieg gegeben hat.

Wer das nicht kapiert, kapiert nichts.

Was hat Bush (also das Team um ihn herum, was ihm seine Worte diktiert, seine Reden schreibt und ihm seine Befehle gibt, die er nur unterschreibt), was hat also der „Kult“, der das Weiße Haus „gekapert“ hat (wie es Seymour Hersh 2005 mal umschrieben hat(1)) nun eigentlich gesagt?

Der Kult hat erstmal beschlossen, daß BĂŒrgerwehren aufgestellt werden („Civilian Reserve Corps“,(2)).
Das diese Nachricht nirgendwo in den deutschen „Medien“ (was fĂŒr ein Wort..), also in den Massenvermittlungswaffen fĂŒr 80 Millionen Menschen in der Republik zu finden war, hat seinen Grund.

1. können und wollen „Journalisten“ (also Quatschbirnen, die davon leben mĂŒssen) nicht mehr lesen. Sie schreiben das ab, was ihnen vorgelegt wird und labern das nach, was ihnen vorgesagt wird, halten dazu angeschrĂ€gt ihr Gesicht in die Kamera und lĂ€cheln, wennÂŽs drauf ankommt, das sieht man in jeder roten Meile.

2. sind die Deutschen zu dumm zum Lesen. Und zwar, weil sie es wollen.
Und wenn sie es geschafft haben, die selbst gewĂ€hlte psychische Blockade zu durchbrechen, und sie es tatsĂ€chlich geschafft haben, irgendwas nachzulesen, nicht in irgendeinem linken Blatt, sondern in ihren eigenen, bĂŒrgerlichen Zeitungen auf Seite 8 links unten, oder im Lexikon, oder im erklĂ€rungs-theoretischem Physikbuch, dann glauben sie es immer noch nicht, und zwar weil sie es nicht glauben wollen.
Und wenn sie es geschafft haben, wirklich zu glauben, daß Tora Bora vom US-Geheimdienst gebaut wurde und nicht von irgendwelchen linken, asozialen, primitiven, drogenabhĂ€ngigen, gewalttĂ€tigen Steineschmeißern und Rumnörglern, wenn sie das also tatsĂ€chlich geschafft haben sich selbst in ihre mit Lippenstift, extra-Urlaub und Bilanzen verschmierte Birne zu katapultieren, dann begreifen sie immer noch nicht, daß die Taliban eine Erfindung dieses US-Geheimdienstes sind und durch ihn aufgebaut wurden. Und das Bin Laden von den USA aufgebaut wurde. Und das das einen Zusammenhang ergibt.
Ganz zu schweigen, warum an einem ĂŒberraschend sonnigen Tag im September des Jahres 2001 die AbfangjĂ€ger einer Suuuupermacht stundenlang am Boden bleiben oder gleich in die falsche Richtung fliegen, obwohl man 40 Jahre lang im kalten Krieg gegen das damalige „Reich des Bösen“, die Sowjetunion war.
Wer einmal in seinem Leben im New York war, weiß, wie schwierig es ist, den dortigen Luftraum frei zu bekommen, fĂŒr etwas, was ein viel gescholtener KĂŒnstler aus Hamburg namens Karlheinz Stockhausen spontan „das grĂ¶ĂŸte Kunstwerk“ aller Zeiten nannte(3).

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ZurĂŒck zum Punkt: da werden also BĂŒrgerwehren in den USA aufgestellt. Aber nicht nur das.
Heute morgen beschließt die Berliner CDU-FĂŒhrung also, die deutsche Hindukuschwehr in eine Regierungsarmee umzuwandeln. Netterweise fordert sie nicht gleich die Aufhebung der gesamten Gewaltenteilung, sondern meint, der Bundestag dĂŒrfe noch „halt, halt..“ hinterher rufen.(4)
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FĂŒr den Langsamen: das heißt, daß die bewaffnete deutsche Exekutive demnĂ€chst ĂŒberall bumm machen kann, wo die mit Schlips bewaffnete Exekutive (Regierung) es fĂŒr nötig hĂ€lt, weil sie mal wieder, wie im Libanon, einen „Auftrag“ erhalten hat, dem „man sich nicht entziehen kann“(5).
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Wie kommt das?
Nun, das wird sicher alles Zufall sein. (Wenn Sie dieser Meinung sind – runter von dieser Seite. Und kommen Sie nieeeee wieder…)

Es geht also um mehr Krieg. Wo?

Meiner Meinung nach wird es keinen Angriff auf den Iran mehr geben. Es wird die Umsetzung der Bosnien-Option im Irak geben, die von mir aufgedeckt wurde (6) und bis heute nicht in den Glauben meiner MitbĂŒrger eingesickert ist, obwohl es schriftlich nachlesbar und fĂŒr alle zugĂ€nglich ist.
Also: eine Aufteilung des Irak zwischen seinen Nachbarn, nach einer entsprechenden ethnischen SĂ€uberung und dem entsprechenden Gemetzel an den Irakern.
Alle (im Feeeeeehrnsehen) werden sagen, das Gemetzel an den Irakern kĂ€me durch die Iraker selber. Die seien halt so. Da könne man nichts machen. Schleißlich habe man schon das Land besetzt.
Und alle vor der Glotze (bis auf die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen) werdenÂŽs glauben. Weil sie es glauben wollen.

Die neu in die Golf verlegten US-SeestreitkrĂ€fte zielen auf drei Gebiete – den Irak, Afghanistan und das Horn von Afrika.
Meiner Meinung nach wird sich der Krieg strategisch in den traditionell vergessenen, ausgebeuteten und geschundenen Kontinent im SĂŒden der Erde verlagern.
Die Ressourcen werden unter den Monopolen aufgeteilt, die regionalen Eliten installiert oder bestochen, westliche Söldner bezahlt und afrikanische Sölder einfach rekrutiert werden. Und dann gehtŽs los. und zwar richtig.

Die Tatsache, daß 6 Milliarden Menschen dabei sind, die hauchdĂŒnne Schicht, die sie auf dem Planeten vor dem absoluten, unendlichen Nichts und Verderben schĂŒtzt, unter Jubel, Werbetrailern und endlosem, endlosem Gesabbel zu zerstören, ist eine mittlerweile unbestrittene Information.

Daß jedes dieser kleinen, ins Gehirn gepimperten, grĂ¶ĂŸenwahnsinnigen, dekadenten und sich selbst gefĂ€hrdenden Kinderli des Großen und Ganzen aber einfach nicht begreifen will, daß es, egal an welchem Strand und in welchem BĂŒro es nun gerade rumlungert, immer 20 Kilometer vom Weltraum entfernt ist — DAS den WeltmittelstĂ€ndern zu erlĂ€utern, scheint mir doch die grĂ¶ĂŸte aller Aufgaben zu sein.

Okay, wer machtÂŽs?

Quellen:
(1)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=245&JAHR_AKTUELL=2006&MON_AKTUELL=12
(2)
http://www.nytimes.com/2007/01/23/washington/23bush-transcript.html?pagewanted=7&_r=1
(3)
http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/97181/index.html
(4)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6335440_REF1,00.html
(5)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=119&JAHR_AKTUELL=2006&MON_AKTUELL=8
(6)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=199&JAHR_AKTUELL=2006&MON_AKTUELL=12