Deutsche Marine direkt vor Syrien

KampfverbĂ€nde werden in totem Winkel der syrisch-libanesischem KĂŒste stationiert

Beirut: Der deutsche Außenminister wird am heutigen Donnerstag zu GesprĂ€chen in der libanesischen Regierung erwartet. Frank Steinmeier habe die GesprĂ€che „dringend und kurzfristig angesetzt“, so ein libanesischer Regierungsmitarbeiter. (1)Die deutsche Marine soll, obwohl Schnellboote der Marine im wellenreichen Mittelmeer offenbar diesbezĂŒglich garnicht tauglich sind (2), bogenförmig um den Libanon und am Ende des nördlichen Bogens unmittelbar an der syrischen Grenze auffahren.
Die Frage, warum „Waffenschmuggler“ lieber ĂŒber das Flotten-ĂŒbersĂ€hte Mittelmeer anstatt bequem ĂŒber die offene Nord- oder- Ostgrenze aus Syrien kommen sollten, hat bisher niemand gestellt, ergo auch niemand beantworten mĂŒssen.
Wichtig ist der deutschen, weil der israelischen Regierung offenbar nur eines – deutsche Soldaten irgendwie vor Syrien zu positionieren, bevor der angekĂŒndigte MilitĂ€rschlag gegen den Iran kommt (3), sinnfreie Statements des deutschen Außenministers gibt´s dazu gratis und stĂ€ndig.
Dabei hat der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy klipp und klar erklĂ€rt, Frankreich ĂŒbernehme die KĂŒstenkontrolle. (4)

Es ist bemerkenswert, daß, keine Sekunde zu frĂŒh, sich Oskar Lafontaine tatsĂ€chlich gegen den Marine-Einsatz der Bundeswehr vor Libanon ausgesprochen hat.
Bemerkenswert deshalb, weil er bisher nichts dagegen hatte von der FDP links ĂŒberholt zu werden.
Das er dafĂŒr vom ex-Verteidigungsminister, und schon in den 90ern zu Zeiten brennender HĂ€user wĂ€hrend der Hatz gegen „Asylanten“ berĂŒchtigtem SPD-Zuchtmeister Peter Struck gesiezt wurde, zeigt offenbar einen grundlegenden Strategiewechsel bei der Linkspartei – sie hat sich damit abgefunden, daß es Linke gibt, selbst in ihren Reihen und daß sie sie nicht mehr ignorieren kann.
Der freundliche Umgang von SPD-Außenexperte Gerd Weisskirchen mit einem der letzten glaubwĂŒrdigen Pazifisten in der „Linksfraktion“ Wolfgang Gehrke wĂ€hrend der gestrigen Bundestagsdebatte ist neben dem mĂŒden Beifall fĂŒr Struck aus den Reihen der SPD nur ein Zeichen dafĂŒr, daß das erstaunte Empörungsgenuschel von Struck nicht besonders gut ankam, selbst in der eigenen Fraktion nicht.

Das Argument, der Kriegseinsatz wĂŒrde die Terrorgefahr erhöhen, ist natĂŒrlich Quatsch.
Die Terrorgefahr wurde offenbar mit Wissen und mittelbarer UnterstĂŒtzung der stĂĄatlichen Sicherheitsbehörden herbeigefĂŒhrt oder zugelassen, um diesen Kriegseinsatz vor Libanon und den Verfassungsbruch der Terrordatei durchzupeitschen.
Beides ist noch nicht gelungen.
Der Hosenanzug hat ĂŒbrigens wieder einmal bewiesen, wie man´s unauffĂ€lig hinkriegt die Wahrheit zu sagen.

Angela Merkel:
„Der Verteidigungsetat ist nicht sakrosankt.“ (6)

Was heißt das? Er steigt um eine Milliarde (7) und orientiert sich damit offen am Niveau kriegfĂŒhrender LĂ€nder.
Der deutschen Armee geht das alles natĂŒrlich nicht weit genug. (8) Sie will soviel Geld, wie man nur aus der Untersschicht der Republik durch antisoziale Politik herauspressen kann.
Irgendwann heißt es dann fĂŒr Erwerslose, hmmmm, arbeitsfĂ€hig heißt wehrfĂ€hig, und so weiter, und so fort..

Angela Merkel:
„Eine deutsche Regierung kann (…) nicht sagen: In den nĂ€chsten Jahrzehnten bitte keine neuen Konflikte, weil wir uns das nicht leisten können.“

Verstehen Sie…?!

Quellen:
(1)
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/584473.html
(2)
http://www.n-tv.de/707677.html
(3)
http://radio-utopie.de/archiv.php?themenID=131&JAHR_AKTUELL=2006&MON_AKTUELL=9
(4)
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3300945,00.html
(5)
http://www.bz-berlin.de/aktuell/news/060907/lafo.html
(6)
http://derstandard.at/?url=/?id=2577691
(7)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5882978_REF1,00.html
(8)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,435166,00.html