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Google Plus ist ein Privilegierten-Projekt und gehört hier nicht dazu
Von Daniel Neun | 11.Juli 2011
Google Plus, in dessen Zuge der Marktbegriff “Soziale Netzwerke” mittlerweile still und leise durch “Soziale Medien” ersetzt wird, hat angeblich fünf Millonen Mitglieder. Wir gehören nicht dazu. Ergo gehört Google Plus nicht dazu. Nicht hier.
Ich bin es seit langem leid, irgendwelchen Industrie-Schreibern, Höflingen von Konzernen, Banken und einflussreichen Sippschaften dabei zuzusehen, wie sie als Privilegierte für Privilegierte unter ihren Bedingungen ihre Kreise ziehen und darum einen Wassergraben, vor dem sich dann der Normalo-Pöbel für ihr Futter auf dem Acker verdingen darf. Ich kann es nicht mit ansehen – und das konnte ich nie – wenn vor den Türen der schwer bewachten Prominenten- und Upper-Class-Parties der Industrie sich die Schauspieler, Musiker, Autoren und anderen Künstler die Nasen an den Fenstern plattdrückten und um Einlass in die Welt der Privilegien bettelten. Und ich will auch nichts von Springer-Verlagsfuzzies oder der Starjournaille von Konglomerat Schnabbeldidu lesen, wie dufte Google Plus ist und daß der Facebook-Boss schon soundsoviele Tausende Kreise um sich gezogen hat.
Ich bin es leid Rennen mit anzusehen, bei denen die Einen an den Start gefesselt bleiben und die Anderen einen uneinholbaren Vorsprung bekommen. Ich bin es leid mit anzusehen, wie auf dem Spielfeld, vor einer grölenden Masse von Barbaren, die eine Mannschaft barfuß und die andere Mannschaft mit doppelter, dreifacher Mannschaftsstärke antreten darf. Und ich bin es leid, dann von einem korrupten und gekauften Schiedsrichter, der “Marktwirtschaft, Marktwirtschaft” hinterher ruft, vom Platz gestellt zu werden, wenn wir sie doch alle fertig gemacht haben.
Wir sind diejenigen, die die Fäden ziehen. Weil wir sie weben. Wir weben. Und wir lassen uns nicht verarschen.
Wer wieder einmal nur die Blöden und Gemeinen auf´s Spielfeld lässt, der wird auch nur die Blöden und Gemeinen bekommen. So einfach ist das. Für die Guten, die Talentierten und die Mutigen, für die Leute mit Glaubwürdigkeit, Intellekt und Einfluss – Einfluss – für die muss man sich eben anstrengen. Um die muss man werben, wenn man denn überhaupt etwas von ihnen will. Umsonst gibt´s hier gar nichts. Außer unsere Arbeit. Und zwar für alle, nicht nur für die neuen digitalen Gutsherren.
Also, wenn Ihr Google Plus wollt, dann geht dahin, wo es ist. Hier ist es nicht und hierher kommt es auch nicht.
Topics: Kommentar, Unabhängige Medien | 18 Kommentare »
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11.Juli 2011 at 18:28
Gemach, gemach, Herr Neun. Guggele Plus ist ja derzeit im Betatest und wenn’s stabil läuft, dürfen sich gerne alle Datenexhibitionisten dort gerne nackig machen
Hier mal ein Bild vom nächsten Kanzlerdarsteller Peer Dingsbums beim Wandern mit Guggele-Vorstandsmitglied Eric Schmidt (im blauen Hemd) beim letzten Kaffeekränzchen der Berufszombies in St.Moritz – drunter macht’s Guggele nicht:
http://2.bp.blogspot.com/-D13JYAniTvk/TfORVnGurpI/AAAAAAAAHWQ/2_DZsPuEdRg/s1600/IMG_9288.JPG
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11.Juli 2011 at 19:27
Ich würde es auch nicht übertreiben, noch wird niemand gezwungen an diesen sozialen Netzwerken mitzumachen, von daher würde ich mich auch einfach mal zurücklehnen und den anderen zusehen, wie sie einen Striptease hinlegen.
Facebook wird wahrscheinlich eh in den nächsten beiden Jahrzehnten wieder verschwinden, wenn es überhaupt solange überlebt, dass war bei MySpace doch genau das gleiche. Die großen Reiche sind an ihrer Dekadenz immer wider niedergegangen, da macht das Internet keine Ausnahme.
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11.Juli 2011 at 20:53
GENAU!
Markige Worte für Ungleichgewichte die eine Parallelgesellschaft zulässt, die die Mehrheit erdrückt!
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11.Juli 2011 at 21:02
für die daten striptease süchtigen ein buch damit sie wieder zu ihren kleidern/verstand finden :
Constanze kurz/frank rieger : die daten-fresser, s.fischer verlag
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11.Juli 2011 at 21:02
Ruhig mal mit den Pferden. Niemand will so priviligiert sein nen Betatest der so schrecklich verlaeuft wiers gerade tut mitmachen zu wollen. warte einfach noch 2-3 monate kannste dir selber nen account machen. davon ab gibts diverse anleitungen an so nen tollen account jetzt schon zu kommen…
achja… 640kb sind ja eh zu viel ram…
ueber google+ sprechen wir in 5-6 jahren nochmal… wenns fb den rang abgelaufen hat, es hat naemlich wesentlich bessere sicherheitsaspekte, sofern man davon auch solchen seiten ueberhaupt reden kann…
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12.Juli 2011 at 09:53
@ #1 Hagbart:
Kleine Korrektur; das ist nicht Eric Schmidt an Steinbrücks Seite, sondern Thomas Enders. Rüstungschef von EADS (AIRBUS). Macht es aber bei weitem nicht besser, diese “intime Nähe”…….
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12.Juli 2011 at 12:15
Google+ rockt!
Besser als wie Facebook, ich würds integrieren
.
PS: Bin im BETATest
haha
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12.Juli 2011 at 14:03
ich google also bin ich? googeln oder nicht googeln, dass ist hier die Frage? Schon was dran, aber ich denke, dass Facebook und google+ sich eh noch paaren werden. Klasse fand ich das Bild der “Weber” – ein Hinweis auf einen neuen “Weber-Aufstand”? Ein Kreis würde sich schließen.
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12.Juli 2011 at 14:56
[...] Hier ist das Glanzstück [...]
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12.Juli 2011 at 15:14
facebook wird verschwinden, denn der CIA hat zu all diesen Daten Zugang und irgendwann wird das jeder merken.
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12.Juli 2011 at 16:05
Ähm…wo sind die beweise? nur behauptungen…warum meinst du ist + ein priviligierten projekt?
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12.Juli 2011 at 17:19
Samsurtas, ich sprach nicht von dem Mann *neben* Steinbrück, sondern von dem *rechts hinter* ihm im blauen Hemd (auf dem Foto ist nur einer mit ausgezogener Jacke im blauen Hemd zu sehen).
Und das ist Eric Schmidt, vergleiche selbst, wenn Du mir nicht glaubst:
http://en.wikipedia.org/wiki/Eric_Schmidt
Auf der offiziellen Teilnehmerliste ist Schmidt ebenfalls gelistet:
http://bilderbergmeetings.org/participants_2011.html
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12.Juli 2011 at 21:13
Ich biete an, das Formular auf http://goo.gl/JyioO auszufüllen. Wer mir natürlich trotz meiner offenen Namens- und URL-Angabe hier misstraut und mich für einen Teil des bösen Masterplans hält, darf es gerne auch bleiben lassen
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12.Juli 2011 at 21:25
Israeli firm’s app allows Facebook viewing on Google+
Menachemi, a former chief technology officer at financial news and analysis site Seeking Alpha, founded Crossrider a year ago along with Shmueli Ahdut — the developer of Google+Facebook.
http://www.reuters.com/article/2011/07/12/us-facebook-google-app-idUSTRE76B4TP20110712
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13.Juli 2011 at 07:27
@Hagbart:
Uuups – Mea culpa…!!!
Hab ich doch tatsächlich den Hinweis mit “dem blauen Hemd” überlesen….
Liegt vielleicht daran, dass ich in letzter Zeit Spontan-Plaque bekomme, wenn ich den Namen Steinbrück lese, und “wie wir ihn alle, alle lieben”, und ihn als nächsten Bimbeskanzler unbedingt dringend haben wollen…. tun sollen.
Sorry, für den Patzer!
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13.Juli 2011 at 21:17
Das ist Satire, oder?
Ihr habt einen Account auf Twitter, YouTube (Google), Facebook, und jetzt kommt ein Artikel welcher im Prinzip aussagt: Wir sind zwar überall dabei, aber hey, diesmal nicht?
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14.Juli 2011 at 09:17
Daniel, sag mal deine eMail, dann bekommst du auch ein invite
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15.Juli 2011 at 11:10
“Also, wenn Ihr Google Plus wollt, dann geht dahin, wo es ist. Hier ist es nicht und hierher kommt es auch nicht.”
Na, Hauptsache facebook ist hier, was? Fünf Likes….
Im Gegensatz zu facebook verdient Google sein Geld mit Werbung und nicht mit den Daten der Mitglieder, sodass ich bei Google+ nur mit personalisierter Werbung zu rechnen habe, nicht aber mit Datenmissbrauch. Zumindest schätze ich die Gefahr subjektiv geringer ein.
Außerdem hab ich jetzt auch nicht geblickt, was Google+ mit Privilegiertheit zu tun hat….
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