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Muammar al-Gaddafi oder Das libysche Paradox
Von petrapez | 29.April 2011
“Gaddafi muss weg” – Gaddafi wollte mit unumgänglicher Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika die afrikanischen Länder versöhnen, ein vereintes Afrika schaffen und öffnete für US- und andere ausländische Firmen das Land – die westlichen Regierungschefs gaben sich die Klinke in die Hand – 49 Prozent Investitionen der Privatwirtschaft, 51 Prozent staatlicher, gesetzlich festgelegter Anteil nach Aufhebung des Embargos reichten den ausländischen Regierungen nicht?
Die Dokumentation aus dem Jahre 2008 von Guy Seligmann, gesendet von ARTE France, beleuchtet die Politik der westlichen Länder gegenüber Libyen der letzten Jahrzehnte – Terrorismusvorwürfe, Attentate und Annäherungen. Der libysche Regierungschef wird als vorausschauender Pragmatiker vorgestellt zum Gegensatz der Bezeichnungen als Dogmatiker oder Egozentriker anderer Berichte.
Drei Jahre nach den Dreharbeiten des Filmbeitrages wurde Libyen wie durch den “Blitz aus heiterem Himmel” in den fatalen Abgrund des gegenwärtigen sinnlos wütenden Krieg gestossen, der das Land zerstört und den Weg des Einflusses des Westens unter Vorwand der Einführung demokratischer Prozesse mit Waffengewalt ebnen soll.
Hauptgesprächspartner sind die Journalisten Antoine Sfeir und Samir Sobh neben dem Politikprofessor Moncef Djaziri von der Hochschule Lausanne, der die Hintergründe der im Jahr 2004 in der libyschen Stadt Benghazi zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern durch oppositionelle Kräfte gegen Tripolis und die Aufhebung des Urteils durch Gaddafi, die Lockerbie-Affäre, der Anschlag 1986 auf die Westberliner Diskothek “La Belle” beschreibt.
Weiter wird das Wasserprojekt in der libyschen Wüste erläutert, mit dem Gaddafi die afrikanischen Länder vereinigen wollte sowie die politische Allianzen und Differenzen beschrieben.
Phoenix hatte am 18.März 2011 die Dokumentation im Programm “Das Ergebnis ist die bis heute umfassendste Dokumentation über ein Land, das in der internationalen Politik oft von sich reden macht und über das dennoch nur wenig bekannt ist.”.
Topics: Dokumentationen, Hintergrund und Analyse | 8 Kommentare »
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29.April 2011 at 09:20
Das im Doku gestreifte Wasserprojekt: “Great-Man-Made-River Projekt” (Dokumentation, Phoenix2006; Libyens Wüstenwasser 50.04min)
ist hier zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=Ip_8C8BigYI&feature=mfu_in_order&list=UL
///”Der “wahnsinnige” Gaddafi hat 1980 ein riesiges Projekt zur Wasserversorgung für Libyen, Ägypten, Sudan und den Tschad begonnen und beinahe fertiggestellt. Es ist gefährlich, ohne einen Cent der Weltbank und des IWF ein Projekte durchzuziehen, welches das Potential hat, ganz Nordafrika in einen blühenden Garten zu verwandeln.”///
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29.April 2011 at 17:27
Wie bitte?
“… die afrikanischen Länder versöhnen, ein vereintes Afrika schaffen…”
Wenn er solche Dinge sagt, dann ist es klar das er “weg muss”.
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29.April 2011 at 18:06
Obacht, als nächstes ist Marokko dran.
Die Hetzkampagne beginnt bereits.
Soeben bei der Financial Times gelesen:
“Mutmaßliche al-Kaida-Mitglieder planten Anschlag in Deutschland … Nach Angaben diverser Medien soll es sich um drei junge Marokkaner aus Nordrhein-Westfalen handeln. Nach ZDF-Angaben sollen sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben.”
Schon komisch, dass die Jungs gerade einen Tag nach dem Anschlag in Marrakesch festgenommen werden. Zufälle gibt es.
Die Regisseure der Bond Filme hätten das nicht besser inszinieren können als wie DPA und ZDF!
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29.April 2011 at 18:21
Noch ein kleiner Nachschlag.
Kennt ihr den Film “Let’s Make Money” von Erwin Wagenhofer? (http://www.letsmakemoney.at/)
Bei Youtube gibt es ein paar Clips hierzu und ein Interview mit einem Economic Hitman: http://www.youtube.com/watch?v=n_EedqFG9ps
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29.April 2011 at 19:26
“Kriegslügen und die Erosion des Völkerrechts
Kamil Majchrzak 29.04.2011
Deutsche Regierung will von den Angriffen der libyschen Luftwaffe gegen Zivilisten aus der Luft nichts gehört haben
Der Bundesregierung liegen “keine detaillierten Informationen über Angriffe der libyschen Luftwaffe auf Zivilisten vor”. Es gibt auch keine Belege, dass die libysche Luftwaffe sich nicht an die Zusagen eines Waffenstillstands gehalten hat oder überhaupt flächendeckend und systematisch zur Bombardierung von Zivilisten eingesetzt wurde.
Damit bestätigt die Bundesregierung in ihrer jüngsten Antwort auf die Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sevim Dadelen[1] (Die Linke) die Zweifel großer Teile der Friedensbewegung, die in der medialen Inszenierung des libyschen Staatschefs als “Psychopathen” (Bundespräsident Christian Wulff, 2011) und “tollwütigen Hund des Nahen Ostens” (Ronald Reagan, 1986) nur eine Rechtfertigungsstrategie zum anschließenden militärischen Eingreifen in Libyen sieht.” http://german.irib.ir/component/k2/item/124132-kriegsl%C3%BCgen-und-die-erosion-des-v%C3%B6lkerrechts
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29.April 2011 at 21:34
Offen gesagt – der Mann steht hinter seinem Volk und das Volk hinter Ihm.
Das findet sich auf dieser “kranken” westlichen Welt nur selten(wenn überhaupt). Ich finde, die USA und “Freunde” sollten kleine Brötchen backen, denn die pfeifen auf dem letzten Loch in politischer, sowie finanzieller Hinsicht! Warum all dies stattfindet in Libyen wissen wohl all die denkenden Menschen, die sich damit beschäftigen, und noch nicht in Ohnmacht dem Mainstream verfallen sind. Ich hoffe für Libyen, dass der Kampf um deren freie Existenz im Guten und mit einem Sieg über sämtliche machtgierige Okkupanten endet!
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29.April 2011 at 23:53
da würde ich auch das als Info empfehlen:
http://www.becklog.zeitgeist-online.de/2011/03/22/10-grunde-um-libyen-zu-bombardieren/
mfg zdago
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30.April 2011 at 12:27
[...] und Dank an: petrapez – Radio Utopie Sorgen Sie für die Verbreitung dieses Artikels und speichern Sie diesen unter folgenden [...]
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