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Bayer bringt hochgiftiges Phosgen-Gas nach Brunsbüttel

Von Rettet den Regenwald e.V. | 19.März 2011

An der Protestaktion haben sich seit dem 17.03.2011 483 Menschen beteiligt

Die Firma BAYER MaterialScience hat heute bekannt gegeben, die Kunststoff-Produktion im Werk Brunsbüttel mehr als zu verdoppeln. Statt 200.000 Tonnen des Weichschaums TDI sollen künftig 420.000 Tonnen des Hartschaums MDI produziert werden. Hierfür soll eine bestehende Anlage umgerüstet und wesentlich erweitert werden. Mit einer Inbetriebnahme sei 2015/16 zu rechnen.

MDI und TDI sind Vorprodukte bei der Herstellung von Polyurethanen. Mit der geplanten Erweiterung würde sich auch die Menge des tödlichen Gases Phosgen, das in der Polyurethan-Herstellung als Vorprodukt verwendet wird, jährlich um Zehntausende Tonnen erhöhen. Phosgen, das im 1. Weltkrieg von BAYER als Kampfgas produziert wurde, ist für den Menschen schon in geringsten Dosen tödlich. Die Phosgen-Chemie gilt als die gefährlichste Technologie in Deutschland nach der Atomkraft. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert seit Jahren phosgenfreie Verfahren in der Produktion von Kunststoffen. Entsprechende Verfahren existieren bislang nur im Labormaßstab.

BAYER hat vor wenigen Wochen angekündigt, in Dormagen ein Polyurethan-Forschungslabor zu bauen. Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Wir fordern den Konzern auf, alle Anstrengungen darauf zu konzentrieren, eine phosgenfreie Produktion von Polyurethan und Polycarbonat zur Serienreife zu bringen. Vorher sollten keine neuen Anlagen genehmigt werden, denn bei einer Lebensdauer von 30-35 Jahren würde diese gefährliche Produktionsweise sonst für Jahrzehnte festgeschrieben!“.

Dass die Risiken für Anwohner und Belegschaft nicht nur theoretischer Natur sind, zeigt der schwere Störfall im BAYER-Werk Institute (USA) vor zwei Jahren. Die Explosion war in einem Umkreis von 10 Meilen zu spüren. Ein Untersuchungs-Ausschuss des US-Kongresses kam zu dem Ergebnis, dass nur glückliche Umstände eine Katastrophe wie in Bhopal verhindert hätten. Auch im Werk Institute wird Phosgen in großen Mengen produziert.

In Deutschland stellt Bayer in Brunsbüttel, Dormagen und Krefeld-Uerdingen Kunststoffe auf Phosgen-Basis her. In der Produktion von Polyurethanen kam es bei Bayer wiederholt zu schweren Störfällen.

Weitere Informationen von der Coordination gegen BAYER-GEfahren (CBG) gibt es auf der CBG-Website.

Quelle: http://www.regenwald.org/mailalert/686/bayer-bringt-hochgiftiges-phosgen-gas-nach-brunsbuttel

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Topics: Allgemein | 1 Kommentar »

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Ein Kommentar to “Bayer bringt hochgiftiges Phosgen-Gas nach Brunsbüttel”

  1. JustineNel meint:
    19.März 2011 at 09:19

    Spinnennetz

    Aufsichtsrat ist direkt mit folgenden Firmen vernetzt:

    Schering Pharma
    Daimler AG
    Linde AG (Chairman)
    RWE AG (Chairman)
    TUI AG
    Allianz
    Henkel
    Deutsche Bank
    Emerson Electric Co.
    Evonik Services GmbH
    Continental AG
    Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA
    Ringier AG
    SMS GmbH
    SASOL Germany GmbH
    ALCOA Inc.
    Microsoft Corporation
    Singapore Airlines Limited
    UBS AG
    BP Europe
    Dow Olefinverbund GmbH
    E.ON
    RAG AG auch RAG Deutsche Steinkohle
    AXA
    MAN SE
    ThyssenKrupp AG
    Hannover Rückversicherung
    Heidelberger Druckmaschinen
    Österreichische Industrieholding
    Sulzer AG
    Lufthansa
    Loyalty Partner GmbH
    Tetra Laval Group
    Voith GmbH
    Willy Bogner GmbH
    German Mining, Chemical and Energy Industrial Union
    University of Mannheim

    Das ist nur ein Beispiel, die Venetzung der Finanzwelt (Link geköscht, die Red) ist aber so dicht, dass sie ein engmaschiges Spinnennetz bildet, und dieses Raubtier lauert auf Beute:

    DICH.

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