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Elterngeld: Bundesregierung plant furchtbareren Anschlag auf Kinder und Eltern mit geringem Einkommen
Von Erwerbslosen Forum Deutschland | 16.Juli 2010
Einem Zeitungsbericht zufolge plant die Bundesregierung wesentlich weitreichendere Kürzung beim Elterngeld, wie bisher bekannt.
Demnach müssen sich auch Eltern, die wegen ihres niedrigen Einkommens den sogenannten Kindergeldzuschlag erhalten und auch Eltern die einem Minijob nachgehen, auf ein geringeres Elterngeld einstellen. Wer wegen seines geringen Verdienstes zusätzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erhält und so sein Einkommen aufstockt, soll genauso wie alle Hartz-IV-Bezieher bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen. Das Erwerbslosen Forum Deutschland bezeichnete die Pläne aus dem Bundesfamilienministerium als einen furchtbaren Anschlag auf Kinder und Eltern mit geringem Einkommen. Christliche Werte würden gegen vulgär-kapitalistische Gesinnung ausgetauscht.
Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:
„Sollte die Bundesregierung diese Pläne tatsächlich umsetzen, müssen wir uns leider in unserer Auffassung bestätigt fühlen, dass die Sparorgien ausschließlich zu Lasten der armen Menschen gehen. Wir bezeichnen die erneuten Pläne als einen furchtbaren Anschlag auf Kinder und Eltern mit geringem Einkommen. Hier werden die von der CDU propagierten christlichen Werte durch eine vulgär-kapitalistische Gesinnung ausgetauscht. Abscheulicher kann man sich kaum dem Neoliberalismus anbiedern. Menschen aus armen Klassen dienen ausschließlich der Verwertung und da stören Kinder anscheinend gewaltig.“
Kontakt: Martin Behrsing, Erwerbslosen Forum Deutschland: 0160/99278357
Topics: Gesellschaft, Stände und Verhältnisse | 6 Kommentare »
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16.Juli 2010 at 14:19
Die Umverteilung wird immer dreister und unverschämter. Sieht man ja auch sehr schön an der Neuregelung im Gesundheitswesen: Doppelt asozial.
Warum sollte die Bundesregierung diese Pläne nicht umsetzen? Es geht ja schließlich “nur” zu Lasten derer, die sich am schlechtesten wehren können. Klar, das geht seit vielen Jahren so. Aber die Dreistigkeit nimmt m.E. dramatisch zu. Und man gibt sich immer weniger Mühe, das als in irgendeiner Weise als “gerecht” darzustellen (weil es aufgrund der Unverschämtheit und Offensichtlichkeit immer weniger möglich ist).
Man will die Schafe an der kurzen Leine halten. Kinder unerwünscht. Die Renten der Regierungsmitglieder und derer für die sie arbeiten, sind sicher. Wen juckt denn die Befindlichkeit der Bevölkerung? Da lacht man doch nur drüber!
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16.Juli 2010 at 22:15
Es ist aber auch viel zu warm für Revolution……
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17.Juli 2010 at 00:37
(zu chesmo)
… oder zu kalt oder zu nass oder zu trocken.
Aber Spaß beiseite.
Hoffentlich regen Artikel wie dieser die Betroffenen zu mehr gemeinsamen, überzeugenden, möglichst friedlichen und erfolgreichen Formen von Widerstand gegen solch unsoziale Entscheidungen und deren neoliberale Träger an.
Ohne gemeinsame Konzepte werden viele Betroffene, in einem absichtlich herbeigeführten sozialen Chaos, untergehen.
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17.Juli 2010 at 13:05
tja, gewählt ist gewählt … oder nicht gewählt ist auch gewählt.
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18.Juli 2010 at 11:41
nicht gewählt ist auch gewählt, richtig
- keinen Kompromiss gewählt
Theater ignoriert
Energie in Zeit für Wahlgang und Tür zuschließen und viele schwertaktische Über-Legungen oder Unter-Legungen … – entschieden, all das in was anderes zu stecken und umgesetzt
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19.Juli 2010 at 11:03
“Wer wegen seines geringen Verdienstes zusätzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erhält und so sein Einkommen aufstockt”. Mich interessiert, wieviel/wiewenig ist eigentlich “geringer Verdienst”? Also wer verdient wieviel? Welche Berufe, Berufsgruppen, Selbständige, Freiberufler, Beschäftigte werden wie entlohnt. Und welche Spannen genau gibt es bei Hartz IV? Also welche Leistungen gibt es, welche addieren sich, wo gibt es diese und um welche Summen geht es jeweils?
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