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    Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle

    Von petrapez | 6.Februar 2010

    Gentechnisch veränderte Pflanzen mit dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis und ihre gefährlichen Folgen

    In Indien wurde heute ein grosses Polizeiaufgebot eingesetzt, um die Gegner der Einführung gentechnisch veränderter Auberginen (Bt Brinjal) unter Kontrolle zu bringen.

    Hunderte Menschen hatten sich versammelt, um die kommerzielle Zulassung des Anbaus zu verhindern. Landwirte und Mitglieder der verschiedenen Organisationen verurteilten die Zulassung zur Einführung gentechnisch veränderter Auberginen und trugen Plakate mit Slogans wie “Wir brauchen nicht Bt Brinjal.” (1)

    Die Aubergine gilt in Indien als “König des Gemüses” und wird weltweit aus dem Subkontinent eingeführt.

    Der indische Bundesumweltminister Jairam Ramesh begann heute mit der siebten nationalen Konsultation die letzte öffentliche, der eine ganze Reihe schon voraus ging und auf denen Bauern, NGOs und Technologen ihre Meinung äusserten.

    Ramesh hatte bereits erklärt, dass eine endgültige Entscheidung über die kommerzielle Genehmigung der Zulassung von Bt-Brinjal bis zum 10. Februar getroffen werden wird.

    Nach Angaben von Augenzeugen der Anhörung argumentierten die aufgebrachten Bauern, dass die Einführung von Bt-Brinjal nicht sicher ist.
    Die Forschung, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurde, sei immer noch unzureichend. Die Eigentümer der Saat würden am Ende nicht die Landwirte, sondern multinationale Unternehmen sein, sagten sie.

    In der dreieinhalbstündigen Debatte begann der Minister einen kühlen Kopf zu verlieren, als er von einem der Teilnehmer vorgeworfen bekam, dass er ein “Agent” der Biotech-Firma Monsanto sei.

    “Ich bin kein Monsanto-Agent” hätte ein fahlgewordener Ramesh erwidert “Sie brauchen Hilfe.” sagte er, wobei er offenbar darauf hinwiess, dass der Teilnehmer geistig ungesund wäre. “Ich will keine wilden Behauptungen dulden.”

    Beide Seiten versuchten ihre Argumente darzulegen, im Laufe der Debatte hätte sich die Auseinandersetzung zu ohrenbetäubenden Lärm gesteigert. (2)

    Die kommerzielle Einführung der Bt Brinjal muss verhindert werden. Ausser der finanziellen Abhängigkeit der Bauern von den Gentechnik-Konzernen spielt noch ein anderes unheilvolles Detail für die Gesundheit für Menschen und Tiere eine grosse Rolle, das nicht mehr rückgängig zu machen ist, wenn die Pflanzen dieses Merkmal in den Naturkreislauf übertragen.

    In die gentechnisch veränderte Aubergine wurde das Gen [Cry 1Ac] aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis eingeschleust. Dieses soll die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Schadinsekten erhöhen. Es bildet ein Toxin, das dafür sorgt, dass das Insekt bei dessen Aufnahme in seinen Verdauungstrakt getötet wird.

    Dieses Toxin scheint erhalten zu bleiben und sich nicht kurzfristig trotz gegenteiliger Beteuerungen der Gentechnik-Industrie abzubauen. Es überträgt sich mit der Nahrungsaufnahme auf das Verdauungssystem der Säugetiere und den Menschen, wo es auch von den Darmbakterien in ihr Genpool übernommen werden kann.

    Die Folgen können eine Immunantwort des Körpers, die sich in allergischen Reaktionen darstellt und verstärktes Zellwachstum sein, wie aktuelle Studien zeigen. (3)

    Diese Allergien können sogar dann auftreten, wenn die Pflanzen nicht verzehrt werden, sondern Berührungskontakt mit den toxinhaltigen Blättern über die Haut hergestellt wird. In Madhya Pradesh in Indien wurde von negativen gesundheitlichen Folgen der landwirtschaftlichen und Fabrikarbeiter berichtet, die gentechnisch veränderte Baumwolle anbauten und verarbeiteten.

    Chiemgau-online veröffentlichte am 20.Januar 2010 einen Bericht über den hessischen Landwirtschaftsmeister Gottfried Glöckner, der seine Kühe mit dem gentechnisch veränderten BtMais der Firma Syngenta gefüttert hatte, der vom Robert-Koch-Institut nicht beanstandet wurde. (4)

    Diese Maissorte wurde ebenfalls mit dem Bacillus thuringensis (Bt) modifiziert, die so ständig ein Gift, das gegen den Maiszünzler-Schädling wirksam sein soll, produziert.

    Glöckner hatte alle Tiere verloren, und als der den Ursachen nachgehen wollte, fand er bei den Behörden keine Unterstützung. Die Zeitung stellte seinen Fall kurz vor, der von Bestechungsversuchen bis zu Gefängnishaft und Verlust seines Grund und Bodens führte und hier nachzulesen ist.

    Mit dem angstschürenden Argument der Überbevölkerung der Erde und Hungersnöte durch Klimawandel sollen Technologien eingeführt werden, die ausschliesslich den Interessen zur Monopolsicherung des Marktes der Konzerne dienen.

    Artikel zum Thema

    29.01.2010 In 45 Städten fordern Bürger “Nein” zu Gen-Pflanzen

    Seit Ministerin Aigner den Anbau von Gen-Mais in Deutschland im April 2009 verbot, dürfen bundesweit keine Gen-Pflanzen zu kommerziellen Zwecken angebaut werden. Doch e s wird erwartet, dass die EU-Kommission bald über die Zulassung der genmanipulierten Stärke-Kartoffel in Europa entscheidet.
    Aigner hat angekündigt, dass sie eine Zulassung und den Anbau hinnehmen will.

    14.01.2010 Mach dich vom Acker! Deutsche Verbraucher wollen keine Gen-Kartoffel
    18.12.2009 GenReis: BAYER muss Schadenersatz leisten
    11.12.2009 Studie bestätigt Gesundheitsbedenken bei Gen-Mais
    02.11.2009 US-Studie: gegen Viren gentechnisch modifizierte Nutzpflanzen anfälliger für Bakterien
    28.08.2009 Ziviler Ungehorsam eines Bienenzüchters gegen Staat und Gentechnik-Konzerne
    23.07.2009 Protest gegen Gen-Milch bei Molkerei Weihenstephan
    17.05.2009 campact: Kommen Sie zur Aktion gegen Gen-Mais am 20. Mai in Berlin!
    22.04.2009 Monsantos Gentechnik ausser Kontrolle, läuft nicht mehr “Roundup”, gewaltige “Superweed” Explosion – herbizidresistentes Riesenunkraut im Anflug
    10.07.2008 Die Gen-Soja Täuschung

    Quellen:
    (1) http://www.business-standard.com/india/news/farmers-ngos-raise-slogans-as-ramesh-starts-talksbt-brinjal/16/16/85123/on
    (2) http://www.business-standard.com/india/news/ramesh-loses-cool-as-bt-brinjal-generates-heat/85133/on
    (3) http://en.wikipedia.org/wiki/BT_Brinjal
    (4) http://www.chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Landwirt-hat-alles-verloren-_arid,125370.html

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    Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit | 12 Kommentare »

    12 Kommentare to “Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle”

    1. pisswetter meint:
      6.Februar 2010 at 5:39 pm

      Depopulation. Bringt man das in Bezug zum Impfskandal und ClimateGate… sowie zu den Vertuschungsaktionen und der Art und Weise wie seitens der Massenmedien die Sätze gebildet werden, so kann man als Resümee nur noch sagen arme Welt.

      Wenn man hierzu auch noch die derzeitig durchgepeitschten Gesetze anschaut und wie gegen die Menschenrechte verstoßen wird, ist man als Staatsbürger doch sehr enttäuscht von diesem System.

      Leider findet man die Erkenntnisse in jedem Bereich. Lügen haben kurze Beine und als Mensch fragt man sich hier wie man mit einer derartigen Verschwörung umgeht.

      Sich zu enthalten scheint nicht zu funktionieren. Zumindest wenn es nach den Plänen einiger Weniger geht, ist das was in den Menschenrechtekonventionen festgelegt wurde langsam von UN-Recht unterwandert und außer Kraft gesetzt.

      Konzernvandalismus wäre mein Wort für die Ursache.

      Nun LÜGEN stehen immer auf wackeligen Beinen. An der Wahrheit werden wohl noch einige ersticken müssen.

    2. roush meint:
      6.Februar 2010 at 8:47 pm

      Nur kurz gesagt:

      Die Auswirkungen der genmanipulierten Umwelt werden die heute lebenden Menschen nicht mitbekommen. (…)

      Ich bin dagegen, diese Machenschaften gewisser Konzerne zu unterstützen.
      In diesem Zusammenhang muß man aufpassen, was man als Lebensmittel kauft.
      Man kann nie wissen, wo das Risiko liegt.

      LG roush

    3. freethinker meint:
      6.Februar 2010 at 9:02 pm

      Für mich ist es ungeheuerlich, wie man künstlich erzeugte Lebensmittel, besser zu sagen wäre Tötungsmittel, in die Umwelt setzen kann. Das können nur geistig kranke, machthungige und profitperverse Kapitaldiktatoren fertig bringen. Und das Schlimmste ist, dieser Vorgang ist irreversible. Jeder Mensch, der mit diesem Gift konfrontiert wird, wird alles machen, um diese Tyrannen zu stoppen.

    4. think better twice meint:
      6.Februar 2010 at 10:43 pm

      Auberginen kommen bei uns nicht auf den Tisch.

      Mann, diese Gen-Verbrecher schrecken vor nichts zurück.

      Werde schon mal den Spaten für die nächste Frühjahrbestellung schärfen. Da weiß man, was man isst.

    5. petrapez meint:
      7.Februar 2010 at 12:27 am

      @ think better twice

      im Augenblick ist das Gesetz ja noch nicht verabschiedet und Auberginen wachsen auch noch in anderen Ländern, also geniess sie ruhig noch.

      Aber Selbstanbau sollte immer den Vorrang haben, zur Not gehen ein paar grosse Töpfe auf Balkon oder in der Hofecke dafür.

      Viel zu viele “Gärten” bestehen noch aus Edeltanne und Zierrasen. Man muss auch nicht alles so verbissen streng sehen, sondern kann Erdbeeren ruhig zwischen die Steingartenkissenpolster pflanzen – z.B :)

    6. Jan meint:
      7.Februar 2010 at 3:07 am

      Es wird gemunkelt, dass Biotech Unternehmen insbesondere Monsanto den Einsatz des Dollargens auf breiter Front getestet hat und wie erste Studien beweisen, scheint die Wirkung Türen zu öffnen!

      Positiv äußerten sich Biotech Unternehmen besonders über die verblüffende Wirkung, dass negative Studien in den Giftschränken landen und gefälschte Studien als wissenschaftlicher Konsens bezeichnet werden darf!

    7. Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle | meint:
      8.Februar 2010 at 12:36 am

      [...] und Dank an: petrapez – Radio Utopie Februar 8th, 2010 | Tags: Bacillus, Bodenbakterium, Bt Brinjal, Futtermittel, Gefährlich, [...]

    8. mimmko meint:
      8.Februar 2010 at 7:00 am

      Monsanto lässt grüssen.
      Eines schlimmsten Verbrechersyndikate ( neben der industriellen Waffenindustrie ) die Amerika beherbergt.

      Der Rest der Welt muss vor diesen Ganoven die die Erpressung und Ausplünderung aus dem ” EffEff ”
      beherrschen, beschützt werden.

      Denn hier geht es nur um Reibach ohne Rücksicht
      auf die Gesundheit der Menschen.

    9. Steppenwolf meint:
      8.Februar 2010 at 3:12 pm

      13 indische Bundesstaaten sagen NEIN zu Bt Brinjal

      http://www.gmwatch.org/latest-listing/1-news-items/11911-13-indian-states-say-no-to-bt-brinjal

    10. Tweets die Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel - Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle | Radio Utopie erwähnt -- Topsy.com meint:
      8.Februar 2010 at 3:53 pm

      [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von AKQUISEscout, CONTRACOMA, CONTRACOMA, david , Net-News-Express und anderen erwähnt. Net-News-Express sagte: Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle: Gentechnisch veränderte Pflanz… http://bit.ly/930byl [...]

    11. petrapez meint:
      8.Februar 2010 at 4:12 pm

      Hallo, Steppenwolf, vielen Dank für deinen wichtigen Link, den jeder lesen sollte.

      Ausser, dass die meisten Bundesstaaten gegen die Einführung von gentechnisch veränderten Auberginen sind, sind die darin enthaltenen Informationen über das klägliche Scheitern der Bt-Baumwolle eine Information, die den Lesern in Europa kaum bekannt sein dürfte: 10000e Bauern sind in den Selbstmord getrieben worden. Die indische Regierung hat das Versagen der Baumwollpflanzen von Monsanto auf wetterbedingte “Dürre” geschoben.

    12. Plantas modificadas con el Bodenbakterium Bacillus thuringiensis, y sus consecuencias fatales « NUEVA EUROPA- Nueva Eurabia meint:
      9.Februar 2010 at 11:07 am

      [...] Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle [...]