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Lasst das Holz im Regenwald: Keine Tropenholzbänke in Nürnberg
Von Rettet den Regenwald e.V. | 1.September 2009
„Tropenhölzer halten 25 Jahre, viel länger als die bisher verwendeten einheimischen Hölzer Douglasie, Lärche oder Eiche“ – so jedenfalls argumentiert der Nürnberger Dienstleistungsbetrieb SÖR und verweist außerdem auf die erhöhten Umweltauflagen hierzulande. Danach darf heimisches Holz nur noch mit wasserlöslichen Schutzlasierungen behandelt werden. Das bedeutet: Bei den in letzter Zeit aufgestellten Grünanlagenbänken müssen die Latten wegen Verwitterung und Pilzbefall bereits nach einem Jahr ausgetauscht werden.
Deshalb hat sich das Gartenbauamt entschlossen, 200 Parkbänke aus Tropenholz in eine Testphase zu schicken. Lieferant ist die Firma Klöpferholz aus Garching bei München; die FSC-zertifizierten Hölzer sind Movingui und Kosipo aus Kamerun und Sapeli aus der Republik Kongo.
Der Bonner Forest Stewardship Council (FSC) ist Marktführer bei zertifizierten Hölzern und Holzprodukten und kämpft mit Hunderten von Skandalen, Betrugsfällen, ungerechtfertigten Zertifizierungen usw. In der Vergangenheit musste der FSC bereits öffentlich zugeben, dass einige der zertifizierten Firmen Urwälder zerstören würden. “Unternehmen benutzen unseren Namen als Freibrief. Ich fühle mich deshalb schlecht”, erklärte FSC-Geschäftsführer Andre de Freitas. Ausführliche Informationen über die Probleme des Siegels finden sich bei FSC-Watch (nur auf Englisch).
Die komplexen tropischen Urwälder reagieren sehr sensibel auf den Holzeinschlag. Die gravierenden Eingriffe vermindern unausweichlich die Artenvielfalt, schädigen Böden, Wasser- und Klimabilanz sowie die lokale Bevölkerung. Daran können auch angebliche Nachhaltigkeitssiegel nichts ändern.
Bitte schreiben Sie an den Nürnberger Oberbürgermeister und bitten Sie, weiterhin nur einheimische Hölzer zu verwenden und den Test mit Tropenhölzern zu beenden. Schließlich beweisen Eichen- bzw. Lärchenbänke in Berlin und Hamburg schon seit Jahren, wie haltbar einheimisches Holz sein kann.
Protestaktion an die Stadt Nürnberg, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly
An der Protestaktion haben sich seit dem 21.08.09 11078 Menschen beteiligt
Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit | Kommentare deaktiviert
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1.September 2009 at 22:13
“darf heimisches Holz nur noch mit wasserlöslichen Schutzlasierungen behandelt werden”
Wieder mal typisch deutsch.
Keine Ahnung von nix aber Auflagen erlassen.
Seit hunderten von Jahren hat sich Leinöl in solchen Fällen bewährt. Alle paar Jahre mal drüberpinseln und fertig.
Unsere Holzbank aus “einheimischen Hölzern” steht das ganze Jahr draußen und hat sich – dank Leinöl – hervorragend gehalten.
Grrrrrr!
Frank
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1.September 2009 at 22:54
Die Deutschen in ihrem Reichtum müssen also noch helfen Regenwald zu vernichten.
Das lernen ja mittlerweile Zweitklässler, dass so ein Verhalten umweltzerstörend ist.
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2.September 2009 at 07:56
Warum beruft sich der BUND und andere sogenannte Umweltverbände vorwiegend auf dieses FSC-Siegel?
Warum erwähnen derartige Organisationen kaum das in unserem Lande PEFC-Siegel, daß für einen nachhaltige Forstwirtschaft der kurzen Wege steht?
Kann es sein, daß die überregionalen angeblichen Naturschutzbünde zu Förderern von Zertifizierern geworden sind, die langfristig ganz andere Interessen haben?
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