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Afghanistan nach der Wahl: Holbrooke redet Tacheles

Von petrapez | 28.August 2009

Notwendigkeit eines zweiten Wahlganges erwähnt

Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Richard Holbrooke soll ein sehr “explosives” Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Kabul geführt haben, berichtete die BBC.

Darin soll Herr Holbrooke sehr besorgt über die Manipulationen der Präsidentschaftswahl gewesen sein. Von Wahlbetrug war auch die Rede.

Um der Wahl, deren endgültiges Ergebniss erst im September vorliegt, zu mehr Glaubwürdigkeit zu verhelfen, soll er sogar einen zweiten Wahlgang gefordert haben.

Mehrere hochrangige Quellen haben Details dieses Gespräches bestätigt, das schon am 21.August, einen Tag nach der Wahl, stattgefunden hatte und als sehr explosiv und dramatisch bezeichnet wurde.

Zweimal soll Herr Holbrooke den Vorschlag zu einer zweiten Wahlrunde gemacht haben aufgrund der Bedenken über die Ausübung der Stimmrechte und den Betrugskampagnen einiger Anhänger des Präsidenten Karzai.

Herr Karzai soll sehr verärgert über diese Vorwürfe gewesen sein und das Gespräch schnell beendet haben, das ist verständlich, wird er doch nach dem bisherigen Stand als Sieger der Wahl hervorgehen.

Eine Sprecherin der US-Botschaft in Kabul bestritt Aussagen, das dabei geschrieen wurde und Herr Holbrooke wütend “herausgestürmt” wäre und verweigerte Einzelheiten dazu bekannt zu geben.

Auch ein Sprecher des Präsidentenpalast verweigerte nähere Details darüber zu machen.

Es war das erste Mal, dass ein hoher US-Beamter so offen Zweifel über die Rechtmässigkeit der afghanischen Wahlen erhoben hat.

Quelle:
(1) http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/8225745.stm

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Topics: Politik | Kommentare deaktiviert

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Kein Kommentar to “Afghanistan nach der Wahl: Holbrooke redet Tacheles”

  1. lupo meint:
    28.August 2009 at 15:20

    Ist doch egal! die können hundertmal wählen und Afghanistan wird nie eine Demokratie!

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  2. Geneigter Leser meint:
    29.August 2009 at 02:31

    @lupo:
    Und das ist auch gut so.

    Heutzutage heißt doch “Demokratie” nichts anderes als “Demokratie nach den Maßstäben und dem Willen der USA” – was nichts weiter heißt als den USA hörig zu sein und die eigenen Leute zum Wohle der amerikanischen Wirtschaft auszupressen.

    Wäre es richtige Demokratie….. nur die bräuchten wir erstmal selbst.

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  3. almabu meint:
    29.August 2009 at 13:05

    Richard Holbrooke war sauer über die undemokratischen Methoden des “gewählten” Präsidenten Afghanistans Hamid Karsai? Guter Witz!
    Der Holbrooke, der den Serben Milosevic und Karazic Immunität, Sicherheit vor Strafverfolgung, versprochen haben soll und der sich heute nicht daran erinnern kann? Karsai wird sicher nachdenklich, denn Holebrooke ist der letzte der einen besucht, bevor die Amis einen fallen lassen…

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