Google-Suche nach Schnellkochtopf und Rucksack: hier platzt die Linsen-Bombe!
Bewusste Psychospielchen a lá carte:
Wie völlig absurd sich die Gesellschaft den Polizeistaat im Internet gefallen lässt zeigt das neueste Beispiel aus New York. Auf beiden Seiten rennen nur noch Irre durch die Gegend, um die Menschen durch ständige Wiederholungen kirre, kritikunfähig, ängstlich und widerstandslos zu machen.
Eine Frau sucht (angeblich) zum Kaufen im Internet nach einem geeigneten Gefäss um Linsen effektiv weich zu kochen, der Mann informiert sich fĂĽr seinen persönlichen Hobbybedarf ĂĽber einen passenden Rucksack und der Sohn interessiert sich fĂĽr Boston – warum auch nicht, wurde doch dieses Thema genĂĽgend breitgewalzt auf den Tellern der Informationsindustrie.
Und schon rasseln die MĂĽhlen im BeschĂĽtzermilieu des Volkes und der Jagdinstinkt bricht sich volle Bahn. „Mann“ demonstriert wie gut man doch ist. Die Familie bekommt in ihrem Haus unangemeldeten Besuch von mehreren in zivil gekleideten Ăśberfallkommando-Sicherheitskräften, die in schwarzen Limousinen anrĂĽckten. Linseneintopf konnten sie nicht geniessen, die Frau war nicht zu Hause.
All diese Berichte, auch wie hier vom Guardian „genĂĽsslich“ unkommentiert zu veröffentlichen (im Auftrag?), sind kein witziges Ventil um Luft abzulassen. Sie dienen in voller Absicht an die schleichende Gewöhnung an aushöhlende Zustände im Rechtsstaat, die immer noch illegal sind solange die Verfassung unangetastet steht. Die vorgefĂĽhrte Familie jedenfalls sieht diesen Besuch völlig gelassen, sie hat ja nichts zu verbergen – ist der eigentliche verharmlosende Tenor der Botschaft und BeschĂĽtzer Vater Staat ist fĂĽrsorglich auf Wacht und ĂĽber jeden Schritt „nur zu unserem Besten“ im Bilde.
Quelle: http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/aug/01/government-tracking-google-searches