Demokratie siegt in El Salvador

Gestern wurde eines der blutigsten und schändlichsten Kapitel des "westlichen" Imperialismus durch eine Wahl beendet. Der Kandidat der ehemaligen Guerilla FMLN, Journalist Mauricio Funes, wurde nach vorläufigem Endergebnis mit 51 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des mittelamerikanischen Staates El Salvador gewählt.

Sein Gegner, Rodrigo Avila von der "Nationalistischen Republikanischen Allianz" (Arena), welche 1981 vom CIA-Agenten und Anführer der Todesschwadronen Roberto D’Aubuisson Arrieta gegründet worden war, unterlag knapp, trotz der üblichen Angstkampagne der Machthaber.

 

Während der Militärdiktatur erhielten die Söldner der durch US-Agenten ausgebildeten Todesschwadronen damals für den Mord an einem Bauern 5000 Colón, für einen Professor oder Intellektuellen 10.000 Colón und für den Mord an einem katholischen Priester 25.000 Colón. Kein Mensch kann das unsagbare Leid, was die Bevölkerung dieses Landes durch die Todesschwadronen, Killer und Ausbeuter aus den Reihen der Landbarone, Militärs und faschistischer Kreise mit Unterstützung aus den USA über Jahrzehnte erdulden musste, in Worte fassen.

Es zählt nur noch eins: es ist vorbei. Die Demokratie hat über die Tyrannei gesiegt. Und niemand kann die Uhr der Geschichte mehr zurückstellen.