EILMELDUNG: Kultusministerium lebt in Angst vor seinen Schülern

Eilmeldung!!!   Uns wurde so eben aus einem Jenaer Gymnasium eine E-mail zugespielt. Adressiert wurde diese an die Schulleiter der Thüringer Schulen. In diesem Dokument versucht der Referatsleiter für Qualitätsentwicklung, Schulämter, Unterstützungssystem, Schulpsychologischer Dienst des Thüringer Kultusministeriums Wilfred Hegen, die Schulleiter zum Verbot des morgigen

 

Bundesweiten Schülerstreikes zu bewegen.

Zitat:

"Ich gehe davon aus, dass den Schulleitern ihres Verantwortungsbereiches bewusst ist, dass die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an einem Schülerstreik während der Unterrichtszeit als unentschuldigtes Fehlen gewertet und entsprechend geahndet wird. Es würde mich auch wundern, wenn verantwortungsbewusste Schulleiter entsprechende Plakate, die offensichtlich zum Schulschwänzen aufrufen, in ihrer Schule dulden würden. Ich erinnere hier auch daran, dass das Aufhängen von Plakaten auf dem Schulgelände generell der Genehmigung durch den Schulleiter bedarf."


Die streikenden Schüler und Schülerinnen weisen die falschen Behauptungen des Verfassers dieser E-Mail entschieden zurück.

Es gibt keine rechtliche Grundlage, die das Teilnehmen an einer demokratischen Versammlung zum Zwecke der politischen Willensbildung innerhalb der Schulzeiten verbietet. Vielmehr garantieren uns unsere verfassungsgegebenen Rechte das Teilnehmen an Versammlungen, die Meinungsfreiheit sowie die Pressefreiheit. Wenn im Thüringer Kultusministerium verfassungsgemäße Rechte unter dem Schulgesetz des Landes stehen, dann bedauern wir sehr die Ignoranz,die hier vorherrscht. Vielmehr sollten sie eine freie Entfaltung des demokratischen Gedankengutes fördern und politische Aktionen der Schüler unterstützen. Wenn sie ein nicht funktionierendes Bildungssystem offerieren, dann sollten sie sich nicht wundern, wenn ihre Schüler gegen dieses mit ihrer ganzen politischen Kraft vorgehen.

Wir fordern alle SchulleiterInnen auf, in verantwortungsbewusster Handlungsweise die Rechte unserer Verfassung zu respektieren und sich nicht den Schülern in den Weg zu stellen. Sie alle klagen über eine Politikverdrossenheit in unserem Land, besonders bei den jungen Menschen. Zeigen sie also ein wenig Zivilcourage und verzichten sie auf die Auswürfe dieses Amtsschimmels.

Hier die E-mail - die netten Anmerkungen stammen vom Schulleiter des Ernst-Abbe-Gymnasiums Jena. Das Dokument wurde der Redaktion anonym zugestellt.