Ex-US-Senator warnt Ahmadinejad vor Iran-Krieg durch Cheney

Washington: Stellen Sie sich vor, ein ganz normaler linker Spinner (sie wissen ja wie die sind) würde ihnen erzählen, ein ex-Präsidentschaftskandidat, ehemaliger Senator und Mitglied im "Council of Foreign Relations" der USA würde den Präsidenten des Iran öffentlich vor einer heimtückischen Kriegsverschwörung durch den eigenen US-Vize-Präsidenten warnen.
Und dann stellen Sie sich desweiteren vor, dieser ex-US-Präsidentschaftskandidat würde Paralellen zu einer Kriegsverschwörung vor Pearl Harbour und vor dem Beginn des Vietnamkrieges ziehen.Aber damit nicht genug. Stellen Sie sich jetzt bitte auch noch vor, dass dieser US-Politiker die iranische Regierung unter Mahmoud Ahmadinejad eindringlich bitten muss, jeden Blödsinn zu unterlassen, der zu einem US-Angriff auf das eigene Land führen könnte.

Sie glauben das alles nicht? Nein?

Wissen was ich nicht glaube? Dass es hier in der gesamten Presselandschaft der Konzernmedien und Papierzeitungen noch eine Person mit Eiern gibt. Sonst wäre diese Warnung von Gary Hart vor US-Vizepräsident Dick Cheney nämlich irgendwo zu finden.
Sie werden die ganze Iranpistole sicherlich nachlesen wollen. Tun Sie das. Seeing is believing - oder zumindestens fast, gell?

Original: Huffington Post, 26.September
http://www.huffingtonpost.com/gary-hart/unsolicited-advice-to-the_b_65984.html
Übersetzung: Bushtrash
http://www.bushtrash.com/articles/garyhart.htm
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"UNGEBETENER RATSCHLAG FÜR DIE REGIERUNG DES IRAN

Vorausgesetzt, dass Sie nicht so dumm sind einen Krieg mit den USA zu wollen, wären Sie wahrscheinlich gut beraten die Geschichte der Versenkung des US-Kriegsschiffs Maine im Hafen von Havanna im Jahre 1898 und die Geschichte des Golf von Tonkin Vorfalls genau zu studieren.
Wenn Sie das getan haben werden sie sicherlich erkennen, dass es den Amerikanern widerstrebt in den Krieg zu ziehen, wenn sie nicht angegriffen wurden. Bis Pearl Habour wollten wir noch nicht einmal in den 2. Weltkrieg eintreten. Für Historiker, die sich mit den Kriegen der USA beschäftigen, stellt sich die Frage, ob wir Provokationen selbst provozieren.

Was die einseitige US-Invasion des Irak im Jahre 2003 angeht, so könnten Sie denken die Regeln hätten sich geändert.
Provokationen seien nicht länger notwendig um die USA in einen Krieg zu bringen. Aber sogar in diesem Fall wurde uns Glauben gemacht, dass der Massenmörder amerikanischer Zivilisten, Osama bin Laden, tatsächlich oder zumindest sinnbildlich in der Nähe von Bagdad lauern würde.

Wenn man all dies in Betracht zieht, wären Sie wahrscheinlich gut beraten, alle Truppen einschliesslich geheimer Einheiten, so weit wie möglich von der irakischen Grenze wegzubewegen. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll einige Nachbarn verifizieren zu lassen, dass Sie keine Waffen über diese Grenze liefern. Mildern Sie Ihre Rhetorik gegen den Zionismus. Sie haben denen Zeugnis davon geliefert, die genau so etwas brauchen um davon zu profitieren.

Wenn Sie ein Gefühl von Stärke daraus beziehen, dem amerikanischen Adler Beschuldigungen entgegenzuschleudern, tun Sie es. Mit Stöcken, Steinen usw. Aber in den nächsten 16 Monaten sollten Sie nicht nur keine provokativen Aktionen tätigen, Sie sollten noch nicht einmal den Anschein davon erwecken.

Spielen Sie nicht mit dem Schicksal - der großen Mehrheit der Amerikaner zuliebe, die keine Ausweitung des Krieges im Nahen Osten oder anderswo wollen. Geben Sie einem gewissen Vizepräsidenten, den wir alle kennen nicht die Begründung, die er haben will um Ihr Land anzugreifen. Es sei denn, sie mögen es wenn Bomben auf Sie herunterkommen."
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Tja. Sachen gibt´s..
Übrigens: den alten Schwerenöter Hart haben sie anno ´88 nur deshalb absägen können, weil er eine hübsche Frau auf dem Schoss hatte (1).
Dafür wurde dann der Zombie Michael Dukakis Präsidentschaftskandidat und verlor auch brav, wie es sich für einen anständigen US-Demokraten gehört.
Schön, dass US-Amerikaner und Deutsche immer noch Sachen gemeinsam haben, was?

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Quelle:
(1)
http://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Hart