Der echte und wirkliche Faschismus
Der Dokumentarfilm „Freedom to Fascism“ von Aaron Russo (1) beinhaltet ein grandioses Zitat von Benito Mussolini (2), welcher als faschistischer Diktator Italiens von 1922 bis 1943 herrschte. Ich bitte darum, dass man sich dieses Zitat im folgenden Kontext immer wieder vor Augen fĂŒhrt:
„Der Faschismus sollte Korporatismus heiĂen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“Jeder weiĂ, auch in der heutigen Wirtschaftswelt sind Kontakte das Wesentliche. Eine Hand wĂ€scht die andere, sonst kommt man nicht zum Erfolg. Dieses soziale Vertrauenssystem hat sich ĂŒber mehrere Jahrhunderte auch im Handel etabliert. Am Beispiel der Nationalsozialisten dĂŒrfte es in unserer Vergangenheit aber am besten erkannt werden.
Traurigerweise interpretieren es nĂ€mlich viele so, als ob Hitler alle Menschen mit seiner Ideologie hatte blenden können. Seitdem er Suizid begangen hat und alle seiner Kontakte in Schauprozessen verurteilt wurden, verschwinden neben Zeitzeugen und BĂŒchern immer mehr Beweise fĂŒr die RealitĂ€t (12). Das Logentum verschwendet seitdem sehr viel Geld dafĂŒr, dass Deutschland und damit auch der geschichtlich ebenfalls betroffene Rest der Welt glaubt, Hitler und Göbbels hĂ€tten ihre Rassenideologie derart fein ausgearbeitet, sodass jeder bereit war, den nĂ€chsten Juden auf der StraĂe zu hĂ€ngen. Es ist ein riesiger Irrsinn. SelbstverstĂ€ndlich gab es im Proletariat genug AnhĂ€nger fĂŒr dieses dumme GeschwĂ€tz, aber wie hatten es Hitler und Göbbels denn geschafft, die gebildeten Menschen fĂŒr ihre eigenen Zwecke zu benutzen?
In der Tat flohen diejenigen Leute zahlreich ins Ausland, welche die Machenschaften verstanden. Aber sehen Sie sich um und denken Sie genau darĂŒber nach. Die Vereinigten Staaten, wie auch die LĂ€nder Europas sind immer mehr auf dem Weg in totalitĂ€re Staatsformen. Der Patriot Act (3) und die hierzulande Ă€hnlich wurzelnden Anti-Terror-Gesetze (4) schaffen eine Basis dafĂŒr, Gesetze zu erlassen, wenn das Land einer möglichen Gefahr ausgesetzt ist. Konkret gesagt bedeutet es einfach, dass insofern man mit Terrorverdacht die Notwendigkeit bestimmter Gesetze ausreichend begrĂŒndet, bekommt man sie auch durch. Viele Menschen glauben nicht an ein solches Geschehen, ich erinnere auf diesem Weg aber nochmal eindringlichst an die Notverordnung der Weimarer Verfassung und wozu sie missbraucht wurde (5). Mit der EU-Verfassung ist man indes auf dem selben Weg.
ZurĂŒck zur Geschichte. Als beispielsweise 1929 die NSDAP pleite war, beauftragte Thyssen den GroĂvater von George W. Bush -namentlich Prescott Bush- mit der finanziellen UnterstĂŒtzung selbiger Partei. (6) Er war schlieĂlich ein GeschĂ€ftsmann mit Erfahrung und guten Beziehungen. Entsprechend kam Hitlers AufrĂŒstung nach dessen MachtĂŒbernahme auch einigen anderen, finanzkrĂ€ftigen US-Unternehmen gelegen. WĂ€hrend Coca Cola offizieller Werbepartner der Olympischen Spiele 1936 in Berlin war, profitierten Standard Oil, Ford und General Motors von dem Verkauf von Sprit und Panzern an die Nationalsozialisten (7).
Sollte man also eine solche Symbiose zwischen Privatunternehmen und Regierung erkennen, mĂŒsste man also gewarnt sein. In Geschichts- und TagebĂŒchern Verstorbener liest man oft, dass Hitler und dessen Gefolgschaft ganz plötzlich wie ein böser Fluch ĂŒber Deutschland hereinbrachen. NatĂŒrlich ist das allergröĂter Schwachsinn. Es fing ganz klein an. So fing auch der Faschismus gegen den Islam erst klein an. Am 11. September 2001 erhielten die Vereinigten Staaten von Amerika durch einen selbst inszenierten Angriff einen Freifahrtsschein in den Mittleren Osten. Seitdem gibt es keinen einzigen, wirklich fundierten Beweis, dass eine Phantom-Terrorgruppe namens Al-Qaida real existierte, Angriffe vorbereitete und durchfĂŒhrte, Saddam Hussein wie oft tituliert Massenvernichtungswaffen besaĂ und der Iran Atomwaffen auf uns richtet.
WĂ€hrend also Frau Merkel dem Verbrecher Bush, der gemeinsam mit seinen Schergen vor dem Kriegsverbrechertribunal stehen sollte, HĂ€ndchen hĂ€lt und KĂŒsschen verteilt, stellen hierzulande gewisse Leute wieder den Ruf dieser Mörder her. Der Spiegel profiliert sich so mit Artikeln wie „Böse Amis, arme Mullahs“ (8) oder „Ami, don`t go home!“ (9), in denen uns die unterschwellige Botschaft erreichen soll, wie richtig doch die Amerikaner handeln. Dabei werden Aspekte wie der Völkerrechtsbruch durch die USA mal eben totgeschwiegen. WĂ€hrend die Botschaft der Angst mit Menschen wie Wolfgang SchĂ€uble und dem Verfassungsschutz (17) die Menschen in Deutschland weichklopft und fĂŒr Ăberwachungspolitik Ă la GeStaPo oder StaSi bereit macht, schlieĂen sich ihr viele an. Nicht umsonst pocht Bayern immernoch auf seine Rechte am kommentierten Nachdruck von „Mein Kampf“ (10) und fordert auf, muslimische Mitmenschen zu bespitzeln. (11)
Heute haben die Meinungsmacher keine anderen Methoden als damals, um die RĂŒstungsindustrie und die Ălwirtschaft zu finanzieren. Sie benutzen einfach angesehene Menschen als ihre Marionetten im Feldzug.
Solche Dinge sollten auffallen, wenn Menschen wie Paul Wolfowitz vom Posten des Vize-Verteidigungsministers der Vereinigten Staaten zur Weltbank wechseln. Er zog vom Pentagon aus die FĂ€den zur Vorbereitung des Kriegs, wollte seine Geliebte an entsprechende Positionen mit hohen GehĂ€ltern setzen und möchte gleichzeitig andere LĂ€nder ĂŒber Korruption aufklĂ€ren (13).
Aber er ist einer von den vielen Menschen, die trotz ihrer DoppelzĂŒngigkeit oder Orwell`schem Zwiesprech nicht brechen mĂŒssen. Das sieht man auch an Leuten wie Arnold Schwarzenegger, welche ihrer zweiten Schauspielkarriere nachgehen möchten. Sympathie beim Volk ist ohnehin da, man brĂ€uchte nur die Phrasen nachplappern, die einem PR-Agenturen ausarbeiten, damit man gewĂ€hlt wird. Oder um es in seinen Worten auszudrĂŒcken: „I wanted to be part of the small percentage of people who were leaders, not the large mass of followers. I think it is because I saw leaders use 100 per cent of their potential. I was always fascinated by people in control of other people.“ (14)
So sieht es aus, Freunde. Auch Frau Merkel ist mehr mit LĂ€cheln neben Bush beschĂ€ftigt, weil ihr das RĂŒckgrat fehlt, um zu sagen, dass diese Politik einfach zum Himmel stinkt. Statt sich mit der Wahrheit zu beschĂ€ftigen, zĂ€hlen eben nur Umfragewerte und die Maschine in ihrem SchĂ€del hebt die Mundwinkel an, um uns zu besĂ€nftigen.
Leider halten durch die aktuelle Entwicklung von Prestige und Glamour immer mehr Familien und Eliten Einzug in wichtige politische Positionen. Das sieht man an Bush, Cheney, Wolfowitz, Merkel, SchĂ€uble, Sarkozy, GyurcsĂĄny. Wer ĂŒber Kontakte und finanzielle Mittel verfĂŒgt, kann sich notfalls auch mit Wahlmaschinen in jede beliebige Position versetzen.
Wir sind auf dem Weg in eine Plutokratie. Selbige ist eine Unterform der Oligarchie. Sie bedeutet nach Platon die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Daraus folgt, dass die Plutokratie eine Staatsform ist, in der die Herrschaft durch Vermögen legitimiert wird, also die Herrschaft des Geldes. Politische Rechte werden anhand des Einkommens vergeben (15). Dass das RealitĂ€t ist, dĂŒrfte nun klar werden.
Und wenn man das versteht, dann erklÀrt das auch, warum diese Welt so viel auf den Kapitalismus setzt. Er wird wie folgt definiert (16):
„Unter Kapitalismus wird eine Wirtschaftsordnung verstanden, die sich durch Privateigentum an Produktionsmitteln sowie durch Produktion fĂŒr einen den Preis bestimmenden Markt auszeichnet.“
Nicht umsonst werden beim Spiegel auch dafĂŒr Menschen aus Agenturen eingesetzt, die solche, eigentlich unrechtmĂ€Ăige ZusammenkĂŒnfte wie das G8-Gipfeltreffen schönreden dĂŒrfen. Wenn sich unsere gewĂ€hlten Volksvertreter mit einem 11 Millionen Euro teuren Zaun vor uns schĂŒtzen mĂŒssen, dann wird klar, dass wir in Wirklichkeit die Terroristen in ihren Augen sind. SchlieĂlich werden wir noch nicht kontrolliert und permanent ĂŒberwacht. Genau deshalb mĂŒssen nötige Klischees zum richtigen Zeitpunkt verbreitet werden, um von diesem Geschehen abzulenken. Die Bevölkerung soll denken, in Heiligendamm wĂŒrden nur Rechtsradikale und Linksextreme demonstrieren gehen (18). Selbige Gruppen wurden ja schon so gut wie mundtot gemacht. Wenn also der wirklich mĂŒndige und rechtschaffende StaatsbĂŒrger seinen Protest offen kundtun möchte, wird er von der öffentlichen Meinung sofort in dieses Vorurteil von Spinnern gepresst.
Ich hoffe instÀndig, dass jeder Leser meine Botschaft versteht, dass die Politik in die falsche Richtung lÀuft und dass es jetzt sofort etwas zu unternehmen gilt. Dem wirklichen Faschismus ist es egal, wer Sie sind, woher Sie kommen und wohin Sie gehen. Er nÀhrt sich aus unseren Fehlern und wird nicht warten, deshalb an dieser Stelle nochmal Mussolini:
„Der Faschismus sollte Korporatismus heiĂen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“
Quellen:
1 http://www.freedomtofascism.com
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Benito_Mussolini
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Patriot_Act
4 http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Terror-Gesetz
5 http://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_48_Weimarer_Verfassung
6 http://www.guardian.co.uk/usa/story/0,12271,1312540,00.html
7 http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID1006804,00.html
8 http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,474554,00.html
9 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,479108,00.html
10 http://www.bbv-net.de/public/article/aktuelles/kultur/mehr_kultur/buch/79092
11 http://www.wsws.org/de/2007/apr2007/lmu-a06.shtml
12 http://www.swg-hamburg.de/Deutschland_Journal/Ausgesondert_verboten_verbrannt.pdf
13 http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/1564448.stm
14 http://www.pww.org/article/view/4043/1/180/
15 http://de.wikipedia.org/wiki/Plutokratie
16 http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus
17 http://www.taz.de/dx/2007/04/24/a0130.1/textdruck
18 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,478500,00.html
