Bela Lugosi beisst seine Kinder

Bela Lugosi beisst seine Kinder
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Dietmar Bartsch wird der ideale Vorsitzende für “Die Linke”. Sogar auf dem Müllhaufen der Geschichte wird nichts mehr ankommen.

In wievielen Rollen glänzte er schon, man mag es gar nicht zählen. Ob sich nun sein seelisch-mentales Grundgerüst bei der Volksarmee, beim Zentralkomitee der KPdSU in Moskau, oder als Geschäftsführer der schon 1990 ganz besonders “Jungen Welt” zusammenbaute, man weiss es nicht. Aber ob Bela Lugosi nun wieder aus seinem Sarg, oder Dietmar Bartsch wieder über seinen Schatten springt, irgendwie ist das alles eins. Einfach auf der Suche nach einem Hals. Und wen es erwischt, also der ist nicht mehr wieder zu erkennen.

Wer die schaurige Verwandlung der Linken in Deutschland (und ihrer lieben Verwandten auf dem Erdball) nach dem 11.September nicht nur mitverfolgte, sondern aktiv seinen Hals hinhielt, den muss in den letzten 10 Jahren Krieg regelmäßig die nackte Angst umgetrieben haben, ob er im Spiegel noch zu sehen war. Wider alle Legenden gelang regelmäßig die geschickte Tarnung. “Es muss alles in Ordnung sein”, sagten sich die (Wende)Hälse und hielten weiter hin. Erschütterndes Schicksal. Nur irgendwann geht einfach der Saft aus. Das ist eben die Kruz, wenn man sich zum Opfer von Angebot und Nachfrage macht. Vielleicht bleibt ja der eine oder andere blutleere Unterschriftenautomat übrig und macht einfach immer weiter, bis jemand den Stecker vom Apparat findet.

Dem französischen Revolutionär bürgerlicher Herkunft Pierre Vergniaud, der von der Nationalgarde in den Nationalkonvent, von da in den Verfassungsausschuss und von da auf´s Schafott der Jakobiner gelangte, wird der Satz zugeschrieben: “Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder.“

Die Parallele zur alten Mythologie des Römischen Imperiums, das es schon immer etwas mit den bizarren Wiedergängern hatte, ist heute weithin vergessen. Und ebenso stellt sich die Frage, an wen sich die Menschen in nicht allzu ferner Zukunft eher spontan erinnern werden können: an “Die Linke” und Dietmar Bartsch oder an Bela Lugosi.

Irgendwann geht mal ein Licht auf. Und dann macht es *zosch* und sieht man sogar im Spiegel nichts mehr, vor lauter Rauch. Noch ein bisschen husten, wedel-wedel, das war´s. Und sogar auf dem Müllhaufen der Geschichte bleibt noch ein Plätzchen frei.

Da wird es sowieso grad eng dieser Tage. Man weiss schon gar nicht mehr, wo man das dort alles hinwerfen soll.

Diesen Artikel teilen, weiterempfehlen oder bookmarken:
  • Twitter
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • LinkedIn
  • LinkArena
  • PDF
  • Print
Dieser Beitrag wurde in Feuilleton veröffentlicht und getaggt , , . Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.
  • Wichtige Artikel:

  • Aktuelle Meldungen


  • Kategorien

  • Archive



  • Spenden für Radio Utopie


  • Email bekommen bei neuen Artikeln:

  • Meta