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Die Normalen sind die Kränkesten
Von petrapez | 30.Juli 2010
Der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe jüdischer Abstammung Erich Fromm, der im Jahr 1900 geboren und 1980 verstorben war, hat mit seiner ehemaligen Beschreibung des Zustandes der Mitglieder der Gesellschaft heute, im Jahr 2010 trotz aller Möglichkeiten der Informationsgewinnung zur Gesundung, tragischerweise weiterhin voll ins Schwarze getroffen.
Die Methoden, die das freiwillige Funktionieren der Gesellschaft, die unaufhörlich in selbstmörderischer Weise mit geschlossenen Augen in den Abgrund läuft, gewährleisten, sind die gleichen wie seit Jahrhunderten.
Gerade mit dem Beginn des 21.Jahrhunderts wird diese Konditionierung noch verschleierter, methodischer durchgeführt und eine mächtige Industrie mit der Bereitstellung von unzähligen Psychopharmaka und anderen uniformierten Anreizen sorgt dafür, dass das auch in Zukunft so bleiben soll.
Ein kurzer Begriff hat sich für diese gleichförmig funktionierende willenlose Masse herausgebildet: man sagt dazu ganz einfach nur “alles Schafe”.
Es ist an der Zeit, dass diese stets gut geschorene Herde mal so richtig aus ihrem Stumpfsinn und ihrer Lethargie aufgescheucht wird, um ihrem Schäfer samt seinem Hütehund in alle Richtungen auf recht “ungehorsame Weise” davon zulaufen, der sie immer weiter über karger werdendes Land dahintreibt, bis der letzte Grashalm abgerupft ist und sie zur Schlachtbank geführt werden.
Erster Weg zur Besserung ist die Erkenntnis über ihren eigenen Zustand, indem man den Normalen einen Spiegel vorhält, in dem sie sich gar nicht mehr erkennen, so sehr ähneln sie ihrem Nachbarn. Sollten sie wenigsten das noch bemerken, ist die letzte Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Also sprach Erich Fromm, einer der einsamen Rufer in dieser geistig-kreativen trost- und antriebslosen Wüste sinngemäss:
Unter einem Defekt leidet ein Mensch dann, wenn es ihm an einer Eigenschaft mangelt, die als spezifisch menschlich gilt. Geht man beispielsweise davon aus, dass Spontanität ein Ziel ist, das jeder Mensch erreichen sollte, so leidet ein Mensch, der sein Selbst nicht gut veräußern kann und völlig unspontan ist, an einem Defekt, der als Neurose wahrgenommen werden kann.
Wie es der Gesellschaft möglich ist, bestimmte Grundbedürfnisse des Menschen zu fördern oder zu unterdrücken, können auch psychische Defekte durch die Kultur hervorgebracht werden. Da nun die Mehrheit der Mitglieder einer Gesellschaft an gewissen Defekten leidet, werden diese als Normalität wahrgenommen und der Einzelne setzt sie sich sogar zum Ziel, um einem Außenseitertum aus dem Weg zu gehen: „Was [dem Einzelnen] an innerem Reichtum und an echtem Glücksgefühl verlorengegangen sein mag, wird durch die Sicherheit kompensiert, die das Gefühl gibt, zur übrigen Menschheit zu passen – so wie er sie kennt.“
Dieses Zugehörigkeitsgefühl verhindert zu einem entscheidenden Teil die Fortentwicklung des Defekts in eine tatsächlich wahrgenommene Neurose. Ferner liefert die Gesellschaft diverse „Gegenmittel“, um den Ausbruch einer Krankheit zu vermeiden. Fromm spricht in diesem Zusammenhang von „kulturellen Opiaten“, wie Fernsehen, Radio oder Sportveranstaltungen. Würde man den Menschen diese Opiate schlagartig für einen längeren Zeitraum verweigern, wäre der Ausbruch der psychischen Krankheit rasch in Form von Nervenzusammenbrüchen und akuten Angstzuständen beobachtbar.
Erich Fromm 1977:
Topics: Gesellschaft, Stände und Verhältnisse | 15 Kommentare »
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30.Juli 2010 at 04:58
@petrapez
Sehr interessanter Artikel. Kannst du mir vielleicht sagen, von wem der kursive Text (mit “Unter einem Defekt leidet ein Mensch dann,…” beginnend) kommt. Wenn der von Erich Fromm ist, warum steht dann im letzten Absatz “Fromm spricht in diesem Zusammenhang von…”?
Vielen Dank
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30.Juli 2010 at 06:01
[...] und Dank an: petrapez – Radio Utopie Sorgen Sie für die Verbreitung dieses Artikels und speichern Sie diesen unter folgenden [...]
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30.Juli 2010 at 08:33
Prima Artikel! Aber leider leider erreichen derartige Beiträge nicht dijenigen, welche davon profitieren sollten. Diese “Schafe” sind ja keineswegs nur unintelligente Menschen – zu ihnen gehören auch die allermeisten Akademiker. Warum ist das so? Ich denke, das liegt daran, dass die Erziehung traditionell keinen Raum für Gespräche und Bildung in dieser Richtung bereitstellt. Selbst in den Familien ist es unpopulär über politische Zusammenhänge, Kriege, Not und Elend anderswo zu reden. Dafür existiert bein den “Schafen” keine Sprache und kaum fundiertes Wissen. Warum? Weil der Staat (und seine Freunde die Banker und die Konzernfürsten) schon immer alles daran setzte, dass die “Schafe” auch immer “Schafe” bleiben.
Vor hunderten Jahren war es die Kirche, die kein Interesse daran hatte, dass all ihre Schäfchen Zusammenhänge erlernten. Für das Volk gab es die zehn Gebote und daran hatte es sich zu halten. Alles darüber hinausgehende Wissen über die Gesellschaft war unerwünscht, wurde bekämpft. So ist das auch heute noch. Nur sind die Waffen der Oberen nicht mehr Scheiterhaufen, Kerker und Henkerstrick sondern es ist eine von Experten ausgeklügelte Massenmedienpsychologie die täglich zur Anwendung kommt. Göbbels war dagegen ein Stümper.
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30.Juli 2010 at 09:21
Sehr Interessant, und das erklärt sehr gut warum wir so schwer zu den Mitmenschen (Schafen) durchdringen.
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30.Juli 2010 at 11:01
Zur Grenze zwischen Wahnsinn und Vernunft:
Michel Focuault: “Wahnsinn und Gesellschaft”.
Zu Erich Fromm: Das Problem an seinen allerdings nicht uninteressanten Aussagen ist vor allem, dass er von dem Menschen als ein Wesen des Mangels ausgeht und zu dem sehr individualistisch ist. Es gibt keine Massenpsychoanalyse, die allzu aussagekräftig wäre. Psychoanalyse muss individualisieren, den Einzelfall bearbeiten. Das bedeutet, sie de-ontologisiert. Das Verdients der Psychoanalyse ist vor allem dies, dass sie das Unbewusste entdeckt hat, das Problem ist aber, dass sie es in den Einzelnen einschreiben will (de-ontologisiert damit das Unbewusste, das nicht nur aus Einzelnen, sondern aus Gruppen, Massen, Gebäuden, Kunstwerken, historischen Erfahrungen usw. hervorgeht).
Für eine adäquate Gesellschaftsanalyse:
Eugene W. Holland: “Introduction to Schizoanalysis” und ebenfalls: Gilles Deleuze/Felix Guatarri: “Kapitalismus und Schizophrenie, Bd. I “Anti-Ödipus”, Bd. II “Tausend Plateaus”.”
@ Peter: Vergiss das Internet nicht. So eine Vernetzungsmöglichkeit gab es noch nie. Plötzlich können Menschen miteinander SPRECHEN, die vorher niemals etwas miteinander zu tun gehabt hätten. Das Internet ist eine Form von Kommunikation (d.i. Sprache), die vielleicht wirklich weltenverbindend sein kann und eine Sprache schaffen wird (eine Kommunikations-Form), die so schon lange nicht mehr oder vielleicht noch nie existiert hat; die ausserdem Experten vielleicht nicht überflüssig macht, aber ihre Gründe, notwendig zu sein, nach und nach auflöst.
Genau deswegen, weil das Internet eine Kommunikationsform ist, die im Grunde minimale Herrschafts-Möglichkeit besitzt (das meiste ist nicht-hierarchisch; die Anonymität und Delokalisation der Individuen verhindert “klassische” Machtbeziehungen (zb. der Unterdrückung mittels Positionen wie zb. im “klassischen” Journalismus) und schafft ganz neue Formen (zb. Blogs als öffentliches Tagebuch mittels dessen man eine Beziehung zu sich und der ganzen (anonymen) Welt herstellt)). Göbbels wäre am Internet gescheitert. Eben deswegen, weil es nur eine Kommunikationsform ist, frage ich mich, was eigentlich dieser “Notfall” sein soll, dessenwegen man einen Reset-Knopf zum Abschalten des Internets brauchen sollte. Für mich wäre der Notfall eher, wenn das Internet plötzlich ausfiele. Es bräuchte eher einen oder viele Restart-Knöpfe als einen Reset-Knopf. Oder?
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30.Juli 2010 at 11:10
Oh und zur “ironischen Situation”, in der wir uns (heute?) zwischen Wahnsinn und Vernunft befinden:
Ronald D. Laing “Phänomenologie der Erfahrung” (Originaltitel interessanterweise “Politics pf Experince”; darin auch: warum Wahnsinn nicht unbedingt ein Zusammenbruch sein muss, sondern auch ein Durcbruch sein kann.)
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30.Juli 2010 at 11:31
Ich denke, dass den meisten Menschen die richtigen Maßstäbe (Werte) und das notwendige Selbstvertrauen fehlen.
Schon als Kind habe ich selbständig gedacht und wichtig war für mich immer nur “was ist wahr, was ist richtig und vernünftig”. Ob ich mit meinen Überlegungen mit der Mehrheit übereinstimme, war mir immer egal, und ich habe darunter nicht einmal schwer zu leiden.
Warum sage ich das? Weil der Mangel an selbständigem Denken und Mut die eigentlichen Ursachen für die schlimmsten Übel dieser Welt sind.
Die Menschen sind in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht schlecht, sondern dumm, faul und feige. Lieber rennen sie mit der Mehrheit in den Tod (sie wissen es natürlich nicht) als dass sie ihre verbrecherischen Anführer in die Wüste schicken.
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30.Juli 2010 at 13:53
@AlexinaBarbin
Ich gehe davon aus, dass Du “vom Fach” bist (Psychologie etc.). Vergiss bitte nicht, dass die meisten Menschen eben nicht “vom Fach” sind. Die würden Deiner Argumentation niemals folgen können! Es kommt darauf an, immer mit einfachen klaren und allgemeinverständlichen Worten zu argumentieren falls man jemandem was beibringen will. Das ist mitunter verdammt schwer. Du schreibst, dass das Internet die Kommunikationsbasis darstelle auf deren Grundlage sich vieles zum Besseren wandeln könnte (Aufklärung usw.). Da pflichte ich Dir bei. Der Prozess vollzieht sich aber nur sehr langsam und es gibt mächtige Widerstände: Die Propaganda-Experten vom Staat nutzen das Internet auch um Verwirrung zu stiften oder um Tatsachen zu verdrehen. Das kommt sehr deutlich zum Ausdruck bei der Argumentation bezüglich 9/11, beim Schönreden des letzten Gaza-Massakers oder auch in diesen Tagen, wo die WIKILEAKS-Enthüllungen ganz einfach ins Gegenteil verkehrt werden.
Ein grosses Problem ist auch die Verblödung unserer Kinder in den Kindergärten und in den “Bildungseinrichtungen”. Dort werden sie so getrimmt, dass sie quasi (ich übertreibe mal ein bisschen) ausser den 10 Geboten keine wirklichen Zusammenhänge bezüglich Geschichte und Gesellschaft vermittelt bekommen. Diese Kinder und Jugendlichen werden dann auch immer auf den Verblödungsseiten des Internet landen. Ich will damit nicht sagen, dass das Netz gar nichts in Punkto Aufklärung bringt. Man soll es jedoch nicht überschätzen. Entscheidend sind immer noch die Initiativen von Leute wie Du und ich seinem unmittelbaren Umfeld gewisse Zusammenhänge zu vermitteln. Gruss Peter
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30.Juli 2010 at 17:35
eigentlich auch das thema von michael tsarion
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30.Juli 2010 at 20:32
@Hmann0815
Du bringst es total auf den Punkt! Mit wenigen klaren Worten.
Hier eine Begebenheit, die sich tatsächlich zutrug:
Ein lieber Bekannter von mir, Mitte 50 (ein Unternehmer und Akademiker!!), vertraute mir an, er habe sein gesamtes Vermögen in einer Lebensversicherung geparkt. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass eine solche Anlage angesichts der zunehmenden Papiergeldschwemme und der sich zuspitzenden Situation bezgl. Finanzkrise äusserst riskant sei – besser sei es, die Versicherung aufzulösen um sich dann selbst um eine Anlage zu kümmern (evtl. physische Edelmetalle). Bevor er mir antwortete, dachte er lange nach. Er fragte schliesslich: “Falls es zu einer Hyperinflation oder Währungsreform kommt, dann betrifft es doch ALLE ANDEREN auch – oder?” Ich antwortet: “Ja, das ist so. Wahrscheinlich sind dann alle Ersparnisse, Renten, Lebensversicherungen etc. kaum noch was Wert”. Er schien zu meiner Verwunderung erleichtert: “Wenn das so ist und es ALLE ANDEREN auch betrifft, dann kann mir das doch egal sein!”
Mein Kommentar: Hauptsache bei der Herde bleiben – was auch passiert. Unglaublich für Leute, die gelernt haben, selbst zu denken und eigenverantwortlich zu handeln. Umso erstaunlicher die Tatsache, dass selbst ein Unternehmer so denkt!
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30.Juli 2010 at 23:46
Nein, man muss nicht vom Fach sein, um Erich Fromm, und die Ausführungen von Petra zu verstehen, das ist meine Meinung.
Denn, Erich Fromm gehört schon längere Zeit zu meiner Lektüre, und ich bin nicht vom Fach. Allerdings freut es mich, dass es immer noch Menschen gibt, die ihn lesen, oder bei You Tube finden.
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31.Juli 2010 at 12:26
@Inge
“Vom Fach sein” – darunter verstehe ich nicht unbedingt, dass man Profi ist. Vielmehr meine ich damit, dass man sich halt intensiv mit der Materie beschäftigen muss um diese ganzheitlich zu verstehen. Offensichtlich tust Du das ja – wie ich auch. Aber versuch doch mal, die Materie Deinem Friseur, der Verkäuferin im Bäckerladen oder dem Lehrling von nebenan nahe zu bringen…Viel Spass dabei!
Übrigens gibt es Bücher und Websites die belegen, dass sich in einer Gesellschaftshirarchie “ganz oben” zwangsläufig fast immer Psychopathen ansammeln. Sehr interessant diese Theorien und ich bin der Meinung, dass da wirklich was dran ist. Die Sprengung der World-Trade-Center, die aktuellen und die grossen Kriege der Vergangenheit, das Gebaren der Pharmaindustrie sowie das Vasallenverhalten der gegenwärtigen europäischen Führungspersonen scheinen solche Theorien eindrucksvoll zu untermauern: Egal wen man auch wählt – oben landen zwangsläufig immer die extrem kranken Hirne.
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1.August 2010 at 08:38
In einem meiner Kommentare hatte ich darauf hingewiesen, dass es interessante Theorien darüber gibt, warum und wie es die skrupellosen Psychopathen, die den “Schafen” stets überlegen sind, in der Hirarchie einer Gesellschaft zwangsläufig immer nach oben spült. Hier der Link zu diesen unbedingt lesenswerten Themen: http://kontrollsysteme.wordpress.com/
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1.August 2010 at 11:57
Da gerade diverse Kräfte in Stuttgart Dank ihrer Macht gegen die Bevölkerung Fakten schaffen wollen, ein etwas offtopicer Kommentar:
Essigessenz und Essig mit 10%iger Säure (statt normal 5%ig, gibt es beides in gut sortierten Supermärkten oder zu Hause) wirken manchmal Wunder auf Metall (z.B. Luftballons, die als Wasserbomben verwendet werden können, bei entsprechender Vorbereitung gegen die Säurewirkung auf Plastik).
Dazu Artikel 20 GG:
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus
(4) Gegen jeden, der es unternimmt diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist
Meinen Namen und meine Adresse kann man über den Blogbetreiber bekommen, für diejenigen, die diese noch nicht kennen (also nicht direkt Angehörige diverser Dienste).
Wer mit mir ausführlicher auf das Recht von Widerstand (Rangeleien mit Polizisten und Sachbeschädigung ja, siehe Aktion amerikanischer Jugendlicher gegen einen Militärjet auf einem Militärflughafen, aber keine Gewalt gegen Menschen) mit mit reden will, kann das gerne tun.
Das Problem ist, dass wir es im Hintergrund mit Psychopathen zu tun haben, die völlig skrupellos und nur auf ihren Vorteil bedacht sind und denen jedes Mittel Recht ist, um an ihr Ziel zu kommen.
Da werden z.B. auch Entscheidungsträger massivst gemobbt (s. das Beispiel von Utz Claasen, ehemaliger Manager bei EnBW), bestochen oder auch direkt oder indirekt erpresst (eigene Gesundheit oder die der Familie etc.).
Mit höflichen Bitten, normalen Demonstrationen und Leserbriefen wird man diese verdeckte Gewalt nicht stoppen können (siehe die Beispiel Wackersdorf, Startbahn West (leider dann doch), Schneller Brüter Kalkar, AKW Wyhl etc.).
Wirklich urteilen kann nur der, der wirklich umfassend informiert ist, aber Dank der Zensur in den Medien kann man von informierten Bürgern nicht mehr reden.
Zum Schluß noch ein Zitat aus einem Leserbrief eines ehemaligen Stuttgarter Richters (Süddeutsche Zeitung 9. April 2008 “Konsequente Manipulation”:
“Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke, dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor ‘meinesgleichen’”. Frank Fahsel, früher Richter am Landgericht in Stuttgart, gibt tiefe Einblicke in das, was Tausende Bürger täglich vor deutschen Gerichten erleben: “Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht ‘kriminell’ nennen kann.”
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1.August 2010 at 13:00
In allen Bereichen wie auch in der Justiz gibt es aber Gott sei Dank auch Ausnahmen. Da denke ich z.B. an Augsburg und seine Staatsanwälte oder an einen Richter in Freiburg, der für die Opfer eines Chefarztes der Freiburger Unfallchirugie gekämpft hat.
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