Maoist verwirrt mal wieder unterbelichtete Blogger und Dummlinke
Der Autor Henning Böke setzte uns schon in der „Jungen Welt“ unter die Ăberschrift „Faschismus 2.0“. Nun darf er wieder auf einer „linken“ Webseite aus dem Umfeld des Parteiapparates Radio Utopie unter die Begriffe „Faschisten“ und „Antisemiten“ setzen. Der Hintergrund sind handfeste finanzielle und (welt)politische Interessen.
Henning Böke, Klischee-Maoist reinsten Wassers, schrieb am 25.August in der (*rĂ€usper* auch frĂŒher schon) parteinahen Zeitung „Junge Welt“ ĂŒber Radio Utopie (1). Wir sagten dazu „Bye, bye, Alte Welt“. Gestern nun schrieb Böke auf der Webseite der seit den 90er Jahren PDS-nahen Hamburger Zeitung „analyse & kritik“. Diese Zeitung ist Teil der sogenannten „Interventionistischen Linken“, welche Krieg als Mittel zur Durchsetzung „linker“ Zwecke legitimiert. Konkret hat dieser Teil der deutschen linken Szene den weltweiten „War on Terror“ der US-Regierung verteidigt und unterstĂŒtzt. ErklĂ€rung: das richte sich gegen „Antisemiten“, man habe halt im Irak ca. 1 Million Mal daneben gehauen, Pech sowas. Aber kein Grund, es im Iran nicht gleich nochmal zu probieren.Aber wenden wir uns mal dem gestrigen Erguss von Henning Böke zu, der im seinen ganzen Leben noch nie hart arbeiten musste, fĂŒr nichts. Es sei hier einmal ausfĂŒhrlich zitiert:
„Die neue Cyber-Rechte
„Infokrieg“ im Internet: Ein populistischer KleinbĂŒrgeraufstand.. Die Blogger-Szene fordert den professionellen Journalismus heraus..Diese Möglichkeiten machen sich reaktionĂ€re und obskurantistische Gruppierungen mannigfacher Art zu Nutze. Im „Infokrieg“ verbreiten VerschwörungstheoretikerInnen populistische Botschaften. AntisemitInnen und FaschistInnen sind mit von der Partie.Verwiesen wird dabei auf Quellen im Internet, die angeblich „unzensierte Nachrichten“ und „freie unabhĂ€ngige Meinungen“ vermitteln. Sie tragen Namen wie Infokrieg TV, Alles Schall und Rauch, Politik Global, Secret TV, Wahrheitsbewegung oder gar Radio Utopie. Unter dem Schlagwort „Infokrieg“ hat sich ein virtuelles Milieu entwickelt, das behauptet, fĂŒr „BĂŒrgerrechte“ und „Informationsfreiheit“ einzustehen..Durchweg ist zu beobachten, dass SchreiberInnen neonazistischer und völkischer Plattformen wie Altermedia oder Forum Germanicum die Nachrichten von der Infokriegerfront aufmerksam verfolgen und weiterleiten. Das gilt selbst fĂŒr die Botschaften von CyberkriegerInnen mit „linkem“ SelbstverstĂ€ndnis. Die MacherInnen von Radio Utopie etwa distanzieren sich von Rassismus, Antisemitismus und Neonazis, aber ihre Propaganda gegen „Globalisten“ und „EU-Junta“, „Parteiendiktatur“ und „Systemmedien“ teilt das im Kern rechtspopulistische Gesellschaftsbild des Milieus: Kritisiert wird nicht eine auf allen Ebenen von WidersprĂŒchen durchzogene Klassengesellschaft, in der gesellschaftliche Produktion und private Aneignung, RationalitĂ€t und Partikularinteressen kollidieren, Konflikte ausgetragen und Koalitionen gebildet werden, sondern angeprangert wird eine „Elite“, die das „Volk“ lĂŒckenlos betrĂŒgt und manipuliert. Und im hermetisch geschlossenen Weltbild der VerschwörungstheoretikerInnen sind alle, die ihnen widersprechen, selbst AgentInnen der Verschwörung oder des „Mainstreams“.
Soziologisch lĂ€sst sich der Infokrieg klar auf den Begriff bringen: als Zwergenaufstand eines frustrierten und verstörten KleinbĂŒrgertums gegen die groĂen Machtzusammenballungen des globalisierten SpĂ€tkapitalismus. Die „Utopie“ dieses Milieus ist die rĂŒckwĂ€rts gewandte Vorstellung von einer Gesellschaft von KleinproduzentInnen, mit Privateigentum und Marktwirtschaft ohne die Dominanz von Banken und Konzernen. Diese KleinbĂŒrger-Utopie (zu deren historischen Modellen etwa die „Freiwirtschafts“-Theorie von Silvio Gesell zĂ€hlt) lĂ€sst sich mit verschiedenen Inhalten fĂŒllen: von der Subsistenzwirtschaft der Schweizer Landkommune ĂŒber Wertanlagen in solidem Gold statt Finanzspekulation bis hin zu volksgemeinschaftlichen und antisemitischen Konzepten.“
Ich hab das jetzt so ausfĂŒhrlich zitiert, damit alle wissen worĂŒber wir hier reden. Das Schöne dabei ist, dass jeder die Freiheit hat an etwas zu glauben, auch wenn es nicht existiert. Wir wollen jetzt also niemandem die Freiheit rauben sich mit so einem Gehirndurchfall zu beschĂ€ftigen, sondern im Gegenteil, wir verteidigen auch die Freiheit von im Wohlstand aufgewachsenen akademischen KleinbĂŒrgern, die sich die gleiche ultimative akkurate Herrschafts- und Unterwerfungssucht eingefangen haben welche alle marxistischen Dogmatiker auszeichnet.
Wer das fĂŒr bĂŒrgerlich hĂ€lt, eine verfassungsrechtliche Grenze jeden Staates gegenĂŒber den StaatsbĂŒrgern zu halten und zu verteidigen, der outet sich als AnhĂ€nger einer Diktatur.
Wer das fĂŒr „verschwörungstheoretisch“ hĂ€lt, den 11.September nach ganz normalen ermittlungstechnischen Normen als ganz normales Verbrechen zu untersuchen, der wollte auch nie eine Untersuchung des Reichstagsbrandes und glaubte schon damals dem Innenministerium unter Hermann Göring.
Und wer dann noch als vermeintlicher Internationalist (wo ist eigentlich dieses Wort hin?) ein Problem mit solchen Begriffen wie „Globalisten“, „Parteiendiktatur“ oder „Junta“ hat, aufmerksam verfolgt wen Nazis verfolgen und dann einmal umrĂŒhrt (und als Gipfel des Ganzen ĂŒber Silvio Gesell herzieht), der teilt das im Kern feudale Gesellschaftsbild des 19.Jahrhunderts, mit dessen Milieu wir seitdem versuchen abzuschliessen ohne es hinzubekommen, dank Heerscharen von ĂŒbergelaufenen fetten Monarchisten die uns was erzĂ€hlen wollen und dank jeder Menge Vollidioten die zu doof sind im Dunkeln ihren eigenen Piephahn zu finden.
Das ist nicht unsere Politik, das ist nicht unsere Sprache, das ist nicht unsere Sache. Wer so drauf ist, der ist erstens alleine und zweitens im Establishment.
Jeder Verein im Umfeld der ehemaligen und heutzutage mit frischem Blut fettgesaugten Vampi-Partei „Die Linke“ hat Schotter ohne Ende. Meine ganzen Auseinandersetzungen mit diesem Haufen, den wir mit der WASG Berlin bei der letzten Landtagswahl in Berlin 2006 mit Schimpf und Schande in die Flucht geschlagen haben, möge jeder in unserem letzten Artikel zu Bökes Wortsekret nachlesen, mir ist da selbst das copy & paste zu schade.
Was mich nervt an der Geschichte, ist die ganze Panik von Feiglingen in den unabhÀngigen Medien, wenn wir mal wieder angegriffen werden. Ich sage es hier und nur noch einmal:
DAS IST EIN GEFECHT. WIR WOLLEN DIESES GEFECHT GEWINNEN. UND JETZT KĂMPFT AUF UNSERER SEITE ODER DER UNSERER GEGNER ODER HALTET DIE SCHNAUZE UND GEHT ZUR SEITE. UND WEM DAS ZU HART IST, DER SOLL IN DEN TURNVEREIN GEHEN.
Seit gestern ist öffentlich, dass nicht nur Nato-Truppen, die US-StreitkrĂ€fte, sondern auch das deutsche Bundesinnenministerium de facto Waffen an „die Taliban“ (aka irgendwelche Milizen mit gekauften Söldnern mit gekauften AnfĂŒhrern) in Afghanisten und Pakistan liefert (6). Das SchĂ€uble-Ministerium sagt dazu – bitte festhalten – es habe dafĂŒr keine Beweise, sei aber fĂŒr jeden Hinweis auf sein Kriegsverbrechen gegenĂŒber den eigenen verheizten Truppen dankbar (5). Seit Jahren tauchen die Waffen der gleichen Konzerne erst bei den US-MilitĂ€rs, dann bei „den Taliban“ auf und jedesmal heisst es durch die BesatzungsmĂ€chte, die seien wohl irgendwie verschwunden (7).
„Die Linke“ hĂ€lt die Schnauze.
Seit einem Jahr ziehen die AtommĂ€chte und die deutsche Regierung FlottenverbĂ€nde vor Ostafrika zusammen, um mit U-Boot-Zerstörern irgendwelche „Piraten“ daran zu hindern 6 Meter hohe SchiffswĂ€nde raufzufliegen. Gleichzeitig droht die Merkel-Regierung mit Seeblockaden gegen den Iran und behauptet zusammen mit den Neocon-Regierungen von Israel, Grossbritannien, Frankreich, der Iran habe ein Atomwaffenprogramm (3) – obwohl, wie im Falle des Irak 2003, die UNO klar sagt,
„Hey, halllloooooo – die haben gar keine Massenvernichtungswaffen. Versteht ihr Blödiane das? Sie haben gar kein Auto, Ă€h, Atom, autodings, Atomwagen, na, das, nun, Ă€h, bumms. Kein Grund viele Leute umzubringen“.
„Die Linke“ hĂ€lt die Schnauze.
Es spinnt sich eine Rieeeesen-Arie um eine SchiffsentfĂŒhrung, „Hansa Stavanger“ hiess er, mit GSG9 und KSK und GrundgesetzĂ€nderung und hastunichgesehn. Und dann wird der Kutter doch tatsĂ€chlich in einer Hafenstadt Harardhere festgezurrt, die 18 Kilometer entfernt von der KĂŒste im Inland des mittleren Somalias liegt. An der gesamten 18 Kilometer entfernten KĂŒstenlinie ist weder einen Hafen, noch ein hafentaugliches GelĂ€nde zu entdecken, nicht einmal ein einziges GebĂ€ude, keine Infrastruktur, geschweige denn irgendeine „Bucht“. Es fĂŒhrt nicht mal ein Trampelpfad zur KĂŒste, geschweige denn ein Transportweg. (4)
„Die Linke“ hĂ€lt die Schnauze.
Ich melde mich also bei der Bundestagsfraktion. Kein Schwanz glaubt mir, geschweige denn das irgendeiner von diesen Vollpfosten einmal im Leben selbst auf eine Landkarte geschaut hĂ€tte. Daraufhin schickt sich die ganze Linksfraktion emails, „höh, was, wie“ und fragt dann irgendwann nach bei den Wissenschaftlichen Diensten des Deutschen Bundestages. Die brummen „jo woas is des denn“, haben auch keine Ahnung und fragen nach beim Verteidigungsministerium. Die sagen „ja, Ă€h, die Hafenstadt Haradhere oder auch Harardera, die gibt es tatsĂ€chlich nicht“ und schickt den Wissenschaftlichen Diensten des Bundestages diese Powerpoint PrĂ€sentation (die Bemerkungen unter den Bildern sind ĂŒbrigens vom Verteidigungsministerium.)
http://die-guten.org/Strand von Haradhere.ppt
Und was passiert dann? NatĂŒrlich – nichts. „Die Linke“ hĂ€lt wieder die Schnauze und das Verteidigungsministerium, das BMI und der ganze Rest der Junta spult weiter seine Farca ab. Alles geht weiter wie bisher. Seit Jahren geht das so. Und dann bombardiert man eifrig das Hauptquartier der Linksmonarchisten, um „Die Linke“ dazu zu zwingen wenigstens die letzten linken Inhalte nicht vollstĂ€ndig zu verraten und dann kommt da irgendein Maoist daher und will uns was erzĂ€hlen. Leute, wir haben wirklich was Besseres zu tun, stehlt Euch selbst die Zeit.
Noch ein Wort zu Net News Global. Mir ist diese Webseite letzten Sommer ĂŒbertragen worden, ich habe sie weiterentwickelt und Reichweite sowie Besucherzahl erheblich gesteigert. Vor ein paar Wochen reichte es mir und ich habe sie jemandem anderen ĂŒbertragen. Genau dieser neue Betreiber postet jetzt solche Artikel wie den von Böke und den bellizistischen „Interventionisten“ auf NNG, in welchen wir mit Nazis in einen Topf geworfen werden. Gleichzeit wird, in höchst hinterhĂ€ltiger Art und Weise, unser Medienkongress am 14./15. November in Berlin diffamiert und versucht aus lauter Neid, Dummheit und EinfĂ€ltigkeit diesen irgendwie zu sabotieren. Ich habe als Betreiber von Net News Global diesen selbst mitinitiiert, die Teilnehmer sind wahrlich bunt zusammengesetzt, es war Teil der Abmachung der Ăbergabe von Net News Global, dass diese aktive Teilnahme nicht in Frage gestellt wird. Diesem Vorgang – menschlich und politisch unter aller Kanone – entsprechend ist gestern Radio Utopie aus Net News Global ausgestiegen, wir haben mit diesem Laden nichts mehr zu tun, wir wollen auch nicht mehr dass dort unsere Artikel verbreitet werden.
Ich kann nur jedem empfehlen, hinter die Kulissen zu schauen, anstatt davorzustehen und „ohhh“ und „ahhh“ zu machen. Wer uns nervt, fliegt raus. Wer uns mag, soll bei uns lesen. Wer uns nicht mag, hat das Recht dazu und tschĂŒss.
Und jetzt Hasta la Vista, Babys.
(…)
Artikel zum Thema:
09.10.2009 Gysi kassiert die Firma
04.10.2009 Die linken Masken fallen
06.09.2009 Ein Kriegsverbrechen, schon warnt Gysi wieder vor Bin Laden
04.09.2009 Lafontaine unterstĂŒtzt erneut rassistische Kriegsalibis und âTerrorâ-Kampagnen der Regierungsbehörden
24.06.2009 Maulwurf Gysi faselt von âweltweiter Anschlagsgefahrâ
20.03.2009 Bin Laden und Glausamel Killel
13.08.2008 Lafontaine befĂŒrwortet UN-Kriegseinsatz im Kaukasus
Quellen:
(1) http://www.jungewelt.de/2009/08-25/007.php
(2) http://www.akweb.de/ak_s/ak543/12.htm
(3) http://www.nytimes.com/2009/10/04/world/middleeast/04nuke.html
(4) http://www.radio-utopie.de/2009/05/05/die-hansa-stavanger-farce-i-die-piraten-bucht-von-harardhere/
(5) http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistanwaffen100.html
(6) http://www.radio-utopie.de/2009/10/12/auf-schwarzmarkten-in-afghanistan-und-pakistan-handelt-man-bundeswehrpistolen/
(7) http://www.nytimes.com/2009/05/20/world/asia/20ammo.html
