Russland sinkt sogar unter den GroĂmĂ€chte-Standard eines abschreckenden Beispiels
Eine EinschÀtzung zum Abzug der russischen Truppen aus dem Syrien-Krieg.
Heute kĂŒndigte der PrĂ€sident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, den Abzug der russischen Truppen aus Syrien an: konkret – die „Haupt-Gruppierung der Luftwaffen-Einheiten“, wie der Kreml auf seiner Webseite mitteilte. Der RĂŒckzug soll bereits morgen beginnen.
Der syrische PrĂ€sident Bashir Assad, dem dies von Putin in einem Telefonat mitgeteilt wurde, dĂŒrfte schockiert gewesen sein. Vorher hatte sich Putin fĂŒr ein Foto noch AuĂenminister Sergej Lawrow – der gestern noch von einem Einsatz tĂŒrkischer Bodentruppen in Syrien gesprochen, aber eine Föderalisierung Syriens nicht unterstĂŒtzt hatte – sowie Verteidigungsminister Sergej Shoigu einbestellt, um dem Beschluss die angemessene WĂŒrde zu geben.
Der Beschluss mag manchen als taktische MaĂnahme erscheinen, die wĂ€hrend der heute begonnenen „Friedenskonferenz“ in Genf maximalen Druck auf Syrien und seinen PrĂ€sidenten Assad ausĂŒben soll. Doch unserer EinschĂ€tzung nach ist es vielmehr eine strategische MaĂnahme, die zunĂ€chst einmal das ungefĂ€hre Gleichgewicht der KrĂ€fte und den Stellungskrieg in Syrien wieder herstellt, eine Einladung fĂŒr die terroristischen / asymmetrischen Milizen der Invasoren zu neuen Angriffen darstellt und zudem den Krieg auf unabsehbare Zeit hinaus zieht.

