50000 Bürger bei Demonstration „Kettenreaktion Bayern“ gegen Atomkraft

In München gingen nach Angaben der Veranstalter am 9.Oktober 50000 Bürger aller Altersgruppen auf die Strasse, um ihren Willen gegen die Energiegewinnung durch Atomkraftwerke kundzutun. In der bayrischen Hauptstadt bildeten sie eine zehn Kilometer lange Menschenkette.

In Bayern sollen fünf Atomkraftwerke durch den jüngsten Deal der Bundesregierung mit der Laufzeitverlängerung, darunter der seit 1977 bestehende Atommeiler Isar 1, länger betrieben werden.

Die Menschenkette ist die grösste Anti-Atom-Demonstration in Bayern seit Wackersdorf, sagten die Veranstalter, ein breites Bündnis von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, kirchlichen Gruppen und Parteien. (1)

Zur Abschlusskundgebung am Odeonsplatz sagte der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD):

„Dass man wieder auf die Straße gehen muss, ist dem Wortbruch der Atomindustrie und der schwarz-gelben Regierung zu verdanken. Wörter wie Nachhaltigkeit darf eine solche Regierung nicht mehr in den Mund nehmen.“

Am Montag, den 11.Oktober, treffen sich Antiatomaktivisten im niederbayerischen Niederaichbach zur Mahnwache vor dem Atomkraftwerk Isar 1. (2)

Quellen:
(1) http://www.focus.de/politik/deutschland/muenchen-zehntausende-protestieren-gegen-atompolitik_aid_560610.html
(2) http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/50000-gegen-atomkraft/

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