Israels Regierung bereitet Bodenkrieg gegen Gazastreifen vor

Politik, Diplomatie

Die aus Washington und Berlin (jeweils Regierungsviertel) unterstützte Regierung Israels bereitet den Einmarsch von Bodentruppen im palästinensischen Gazastreifen vor.
An der Grenze sind massive Panzerverbände aufgefahren, um diese hat das israelische Militär eine Sperrzone von "zwei bis vier Kilometern" errichtet, in welche auch Journalisten keinen Zutritt erhalten.

"Beobachter werten diesen Schritt als Vorbereitung für eine umfassende Bodenoffensive",

hiess es dazu auf "tagesschau.de". Im "International Herald Tribune" war von einer "militärischen Sperrzone" von "bis zu drei Kilometern, oder zwei Meilen" die Rede. Dennoch schaffte es die Zeitung, Fotos von den aufmarschierten Panzerkolonnen zu schiessen.

Die israelische Air Force setzte derweil ihre ununterbrochenen Luftangriffe auf die völlig hilflosen und militärisch hoffnungslos unterlegenen Gegner im Gazastreifen auch am dritten Tage fort. Sie bombardierte u.a. die Islamische Universität und tötete ungefähr ein halbes Dutzend Kinder.

Dazu gab es allerlei Erklärung seitens der Regierung in Jerusalem, dass "man" jetzt eben den Preis für die Waffenruhe der letzten Monate bezahle, die man selbst nie eingehalten sondern als Erlaubnis zum systematischen Aushungern von 1.5 Millionen Menschen verstanden hatte.

DIE LÜGE VON DER "WAFFENRUHE" ISRAELS

Am 14.Dezember hatte John Ging, als UN-Direktor des Nahrungsprogramms in Gaza verantwortlich für 1 Million Flüchtlinge auf engstem Raum im winzigen Gazastreifen, der gemeinhin als unverdächtig geltenden britischen "Times" ein Interview gegeben.

"Vor zwei Wochen, zum ersten Mal seit 60 Jahren, ging uns die Nahrung aus. Wir bekamen sonst 70 bis 80 Trucks (Lieferungen) am Tag, nun bekommen wir 15 am Tag, und auch nur wenn die Grenze offen ist. Wir leben von der Hand in den Mund"

Die "Times" hatte unter der Überschrift "Gaza Familien essen Grass, während Israel die Grenzen dicht macht" vom unbeschreiblichen Elend der von der Welt im Stich gelassenen Palästinenser berichtet.

"Israel sagt es wird die Grenzen öffnen wenn Hamas aufhört Raketen in den Süden Israels zu schiessen. Die Hamas sagt, sie wird gegen diejenigen, welche die Raketen starten vorgehen wenn Israel die Grenzen öffnet".

Was hier anklingt, aber gerade in der deutschen Öffentlichkeit immer wieder vertuscht wird: zu diesem Zeitpunkt hatte die Hamas nicht eine einzige Rakete auf Israel abgefeuert.
Laut der liberalen israelischen Zeitung "Haaretz" vom 21.Dezember wurden bis dahin sämtliche Raketen durch den "Islamischen Jihad" und andere kleine Milizen gestartet.

Die Regierung in Jerusalem hatte dennoch die Hamas dafür verantwortlich gemacht. Nun tötete sie alle Sicherheitskräfte der gewählten palästinensischen Sicherheitskräfte (bis hin zu Verkehrspolizisten) die Raketenabschüsse aus Gaza hätten verhindern können.

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