Mohammed: Ein falscher Prophet?

Politik, Diplomatie

Die Schlagzeile ist kein Scherz. Sie gibt (logisch im Umkehrschluss) die Meinung der türkischen Staatsanwaltschaft der Südostanatolischen Provinz Mardin wieder.(Welche Drogen die dortigen Staatsanwälte nehmen, ist mir unbekannt.)

Wikipedia schreibt: „…Mohammed …… ist folglich nach islamischer Auffassung „das Siegel der Propheten, Sure 33, Vers 40)… Viele Muslime feiern Mohammeds Geburtstag …am 25. April 571. Die meisten Schiiten hingegen gehen vom ….30. April 571 n. Chr. (aus)….“

 

Wenn Mohammed also tatsächlich der Begründer des Islams sein sollte, dann kann diese Religion zwangsläufig erst nach seiner Geburt entstanden sein. Die -Gebetshäuser (Moscheen) dieser Religion können also erst nach dem Jahre 571 n. Chr. erbaut worden sein.

Strafanzeigen der kurdischen Dörfer Yayvantepe, Eglence und Candarli  – wegen illegaler Landnahme mittels Abriss einer Moschee – gegen ein 397 n. Chr. erbautes Kloster müssten eigentlich – wegen offenkundiger Unschlüssigkeit unverzüglich eingestellt werden, da da der Islam durch Gottes Offenbarung des Korans an Mohammed erst nach dessen Geburt entstanden sein kann.

Die türkischen Staatsanwälte folgen der zeitlichen Logik nicht, was im Umkehrschluss eigentlich nur bedeuten kann: Sie verleugnen Mohammed als den Empfänger der göttlichen Offenbarung des Korans.

(Warum man diese Staatsanwälte nicht wegen Blasphemie anklagt bleibt das Geheimnis der Muslime der Türkei. Welch ein Geschrei hatten wir wegen albernen Mohammed- Karikaturen.)

Das Kloster Mor Gabriel in Midyat – Bischofsitz und geistiges Zentrum der syrisch-orthodoxen Christen – ist eines der ältesten Klöster der Christenheit. Im TurAbdin entstanden die ersten – nicht jüdischen (hebräischen) – christlichen Gemeinden. Vom Tur Abdin breitete sich das Christentum erst aus. Hier wurden die ersten Bibeln aus dem Hebräischen ins Aramäische übersetzt, dann ins Griechische und erst dann in Latein.

Für Landraub mit Hilfe der Justiz, unter dem Deckmantel des Islams, darf offensichtlich, ohne dass sich öffentlicher Widerspruch der Gläubigen in der islamischen Welt erhebt, sogar Mohammed verleugnet werden.

In der Begründung der Strafanzeige ist zu lesen:

„…Das Kloster habe die Grenzen ihrer Dörfer verletzt und sich hundert Hektaren Eichenwald sowie Weideland angeeignet, auf dem die Dorfbewohner ihre 3500 Schafe und 1000 Kühe weiden ließen, hieß es in der Anzeige. Das Kloster verfüge zudem ohnehin über mehr Land, als die Gläubigen zum Beten benötigten….“

Ob es die Leser glauben oder nicht, der Prozess hat teilweise Aussicht auf Erfolg. In diesem Teil der Türkei existieren weder korrekte Katasterkarten, noch Grundbücher. Jeder kann bezüglich des Grenzverlaufes behaupten was er will und Zeugen – gegen Christen – fanden sich bei den Kurden, die bei uns so laut nach Freiheit rufen, schon immer.

Das Kloster ist eine Stiftung und basiert auf osmanische Eigentumstitel und auf Grenzbestätigungen der ehemaligen Großgrundbesitzer. Es schützt sein Land seit Jahren mit einer mehreren Kilometer langen Mauer, gegen Übergriffe der kurdischen Dörfer. Das Gericht hat den Fall auf den 11.2.2009 vertagt.

Der Leidensweg der assyrischen Christen des TurAbdin:

Die Gläubigen der syrisch-orthodoxen Kirche gehören der assyrischen (arabischen) Minderheit in der Türkei an, sprechen Aramäisch, die Basissprache des Syrischen und damit des Arabischen. (Jesus oder Petrus sprachen kein Hebräisch im Alltag, sondern Aramäisch.)

Zehntausende Christen wurden im TurAbdin (Berg der Knechte Gottes) in drei großen Pogromen erschlagen. Hunderttausende vertrieben, nur um sich ihr Land anzueignen.

Von diesen assyrischen Christen leben heute in:

Schweden etwa 100.000,

Kanada etwa 60.000,

Deutschland etwa 20.000,

Istanbul etwa 12.000 und im

TurAbdin gerade noch etwa 3.000.

Der mangelnde Respekt der Muslime vor Christen, vor deren Eigentum und deren Leben ist das Problem unserer Zeit und die Unfähigkeit der Muslime den Ahl al Dhimma – das Recht der religiösen Minderheiten auf Schutz – im Islam umzusetzen.

Ich schäme mich für bestimmte Christen, zum Beispiel für Pro Köln. Wann schämen sich Muslime für solche Staatsanwälte und wann schämen sich Kurden, für solche Landsleute und für ihre Drogenhändler in Deutschland?

Quellen:

http://www.evrensel.de/

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1650314_Die-Leiden-der-Knechte-Gottes.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/streit_um_land_des_klosters_mor_gabriel_in_der_tuerkei_1.1521002.html

http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/23003.html

http://www.yauno.com/index.php?modul=article&action=show&id=1242