Warefare: BND vs. Wikileaks – Weihnachtsüberraschungen

Allgemein

Die Webseite Wikileaks behauptet in einer Presseerklärung, dass der Bundesnachrichtendienst sie mit Strafverfolgung bedrohe. Hintergrund dieser Drohung sind nach Angaben der Webseite ihre Veröffentlichung der geschwärzten Seiten des Schäfer- Berichtes in der BND/Journalistenaffäre, ihre Berichterstattung über zwei Dutzend BND- Internet-Netzwerke, welches durch T-System bereitgestellt wurde – darunter auch das Netz einer Berliner Rotlichtfirma -  und wegen eines Artikels des Journalisten Tom Burghardt »The End of the Affair? The BND, CIA and Kosovo’s Deep State«

Damit setzt diese, dem Bundeskanzleramt direkt unterstehende, Bundesbehörde ihre Einschüchterungskampagne, die die mit einer einstweiligen Verfügung gegen die ehemalige www.R-Archiv.de begann, fort. Na denn, zu den Weihnachtsüberraschungen für die Herren Uhrlau und Hanning.?

Das ACIPSS Journal JIPSS (AUSTRIAN CENTER for INTELLIGENCE, PROPAGANDA and SECURITY STUDIES) wird in seinem neuesten Heft einen Artikel von Wilhelm Dietl veröffentlichen – auf den diese Webseite noch näher eingehen wird – der bisher unbekannte Hintergründe des Schäfer Berichtes öffentlich machen wird und durch die Nennung aller 13 im Schäferbericht veröffentlichten Personen – mit ihren Decknamen – der Öffentlichkeit das Lesen der anonymisierten Version des Berichtes ermöglicht. (Herausgenommen wurde lediglich ein Verleger, dem unaufgefordert ein Buchmanuskript eines BND- Mitarbeiters zugesandt wurde)

Auch der VERTUSCHTE SKANDAL wird in eine nächste Runde gehen und als Sachbuch erscheinen, welches sich etwa wie folgt lesen wird:

Bei der CIA, dem großen Bruder, nennt man Leute wie ihn „Cowboy Spook“. Aber auch diese rare Spezies ist dort am Aussterben.  Der ehemalige Fallschirmjäger der Bundeswehr lebt auf großem Fuß, bevorzugt feine Adressen und Gourmet-Menüs mit sechs Gängen. Wenn er ins Ausland reist, am liebsten in seine zweite Heimat Frankreich, dann wartet schon der Geschäftsflieger auf ihn. Meistens nimmt er mehrere Assistenten mit. Das hinterlässt bei den Gastgebern einen Eindruck von Macht und Kompetenz. Er tritt mit Entschiedenheit auf, so dass ihn keiner vergisst, der ihm je die Hand gedrückt hat. Seine Frauen sind auch etwas Besonderes. Er wählt sie aus einer Bandbreite zwischen Romantik und Notwendigkeit. Jede zu ihrer Zeit. Ein internationaler Hochstapler, ein Betrüger? Ein deutscher Staatsdiener! Jede Ähnlichkeit mit dem wahren Leben ist kein Zufall.

Dies ist die Geschichte eines echten Geheimagenten, der parallel zu seiner mächtigen Behörde ein Firmenimperium geschaffen hat, das es offiziell nicht geben durfte. Er verwaltete einen Schattenhaushalt und beschäftigte viele Experten, die nicht wussten, dass sie eigentlich für den deutschen Auslandsnachrichtendienst arbeiteten. Er schuf eine „Schlapphut-AG“, wie es sie vorher noch nie gegeben hatte. Ein knappes Jahrzehnt ließ man ihm freie Hand. Unermüdlich  beschaffte der Einzelkämpfer Spitzentechnologie für den Geheimdienst des 21. Jahrhunderts. Unterm Strich lieferte er – trotz hoher Kosten – immer noch preiswert. Nach getaner Arbeit hinterließ er jedoch bei seinen Partnern ein geschäftliches Trümmerfeld. Er selbst legte einen eleganten Abgang hin und verschwand mit einer attraktiven Kollegin in Schwarzafrika. Bond, James Bond, lässt grüßen.

Die Autoren dieses Buches haben eine Vielzahl ehemaliger BND- Mitarbeiter und Personen aus dem Umfeld dieses Cowboys befragt und sich teilweise vor Lachen gebogen, wenn Zeitzeugen berichteten, dass dieser Held öfters Spesenrechnungen für ein Abendessen von 8.000 DM machte und sie mit Kreditkarten einer BND-Schattenfirma bezahlte oder Frankreichs Zöllner zu dem Ruf  brachten – Achtung Schusswaffe –  weil der BND-Cowboy mit umgeschnalltem Colt aus einem Flugzeug kletterte. Keine Linienmaschine. Der Herr reiste nur mit Geschäftsflieger.

Was erwartet man auch anders von einem „Agenten, mit der Lizenz Geld zu vernichten“, der Börsenwerte in Höhe von etwa 8 Milliarden US-Dollar – mitursächlich – vernichtet hat.

Natürlich leitete diese – ach so ehrenhafte – Bundesbehörde gegen ihren Top-Agenten eine Untersuchung ein. Wer aber ein richtiger James Bond ist, im Diensten des Bundeskanzleramtes, der öffnet nun nicht etwa seine Kiste mit den Ausreden – sondern öffnet den Reisverschluss seines Hosenladens und möglicherweise auch den (geheimen?) Geldbeutel – und zeigt Miss Moneypenny – was er so als Mann zu bieten hat.

Kurzum, die Dame hat ihn umgehend geheiratet. Dumm nur, dass diese Dame die Untersuchung gegen diesen Superagenten mit der Lizenz Geld zu vernichten geleitet hat.

Näheres erfahren interessierte Fachkreise sicherlich demnächst und: Es werden möglicherweise nicht die einzigen Weihnachtsüberraschung für den Bundesnachrichtendienst bleiben. Vielleicht finde ich noch die Zeit über einige Firmen zu berichten wie:

Drenica Gruppe

Eagle Security

Dukagjini

Jaguar Security
Cobra Securit

Und einige andere mehr. Die vorliegenden Unterlagen tragen alle keine Klassifizierung, können also unproblematisch veröffentlicht werden und sind angeblich top-aktuell und fanden wohl doch noch ihren Weg nach Berlin - nur nicht den Weg zum BND.