Atommülltransport: Samstag Demo in Gorleben

Politik, Diplomatie

Wie die Initiative "Atomausstieg selber machen" heute in einer Pressemitteilung meldete, findet am Samstag dem 8.November seit langem wieder eine grössere Demonstration der Anti-Atomkraft-Bewegung statt.

Aus ganz Deutschland und aus dem Ausland werden tausende Teilnehmer an Proteste und Widerstandsaktionen erwartet, da am nächsten Tag der nunmehr 11.Transport mit hoch radioaktivem Müll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage (WAA) La Hague in Gorleben eintrifft.

Aufgrund der nun nach Jahren festgestellten Mangelhaftigkeit der Castor-Behälter werden durch die Atomindustrie nun neuartige französische Behälter des Typs TN 85 für den Transport des Atommülls benutzt.

Der Zug soll laut Informationen von Umweltaktivisten am Freitag Abend in der WAA La Hague starten, am Samstag Mittag die Grenze zu Deutschland erreichen und im Laufe des Sonntags unter gewaltigem Aufmarsch der staatlichen Konzernprofits-Verteidigungskräfte ins sogenannte "Zwischenlager" Gorleben geprügelt werden.

Es kam bereits am Donnerstag zu Widerstandsaktionen unwilliger Zivilisten.
Mitglieder der Umweltschutzorganisation Robin Wood seilten sich von drei Brücken zwischen Lüneburg und Wendisch Evern an und entrollten Transparente mit den Aufschriften "Menschen vergessen Konsequenzen" und "Dicht machen - Nicht schlapp machen vor der Atom-Lobby".
In Dannenberg gingen Hunderte Schüler unter dem Motto "Der Schwachsinn rollt wieder - halten wir ihn auf" in Richtung des Verladekrans, von wo aus am Samstag der Atommülltransport die 20 Kilometer (an den Rändern stark begrünte) Strecke ins Atommüllager zurücklegen soll.

Anfahrt zur Demo, alle Plakate, Flyer, Buttons für die Demo, Programm, Demo-Aufruf und Flugblatt gibt es auf der Webseite der seit Jahrzehnten erprobten Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg.

Aus der ganzen Republik fahren eine ganze Reihe von Bussen und Fahrgemeinschaften, (hier zu finden), aus Berlin sind es gleich mehrere.

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