Analyse: Brüderle sabotiert nicht nur Lindner, sondern die gesamte NRW-Wahl

Analyse: Brüderle sabotiert nicht nur Lindner, sondern die gesamte NRW-Wahl
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Da ich immer wieder feststellen muss, daß 98 Prozent der Deutschen nicht begreifen wie Parteien-Politik funktioniert, hier eine kurze Analyse zur Situation um massenhaft vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verteilte und (mutmaßlich) als illegale “Wahlkampfhilfe” einzuordnende Schreiben der FDP-Bundestagsfraktion unter Rainer Brüderle, wegen denen jetzt die Bundestagsverwaltung ermittelt:

Brüderle versucht die NRW FDP und deren Spitzenkandidaten Christian Lindner zu sabotieren, um zu verhindern, daß die Selbstzerstörung der FDP, die er bisher als Auftragstäter maßgeblich geleitet hat, aufgehalten wird. Ebenso versucht Brüderle so indirekt Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger abzuschießen, da im Falle eines Rauswurfs der FDP aus dem Landtag von Nordrhein-Westfalen die Bundesregierung aller Voraussicht nach platzen wird, was wiederum die Möglichkeit einer Ampelkoalition auf Bundesebene (unter Frank-Walter Steinmeier) oder eine “große” Koalition unter Angela Merkel zur Folge haben könnte (SPD-Leichenschauhaus-Verwalter Sigmar Gabriel hat gerade versucht, sich über ein Angebot an die Piratenpartei wieder ins Spiel zu bringen).

Leutheusser-Schnarrenberger wiederum hat sich zwar geweigert hat die Vorratsdatenspeicherung abzunicken, ist aber ebenfalls voll auf Kurs des Euro-Kults, bandelt mit Steinmeier an (einem engen Verbündeten Brüderles), sägt so indirekt ebenfalls mit am Grundgesetz und ist sich dessen entweder bewusst oder die dümmste Person auf diesem Planeten. Sie geht eventuell davon aus, in einer Ampelkoalition wieder Justizministerin zu werden.

Innenminister Hans-Peter Friedrich, Prachtexemplar aus dem Deppenreservoir unseres südinländischen Bergvolks und seiner Partei, sitzt zur Zeit mit seiner planmäßigen Vorgesetzten Cecilia Malmström in Washington. Beide holen sich dort von der nächsten Instanz ihre Befehle ab und schwatzen über internationale Abkommen zum “Schutze” des Internets, Stichwort “Cyber-Security”. Wir erinnern uns: in 2010 forderte der Leiter des “Bundes der Kriminalbeamten” (BDK), Klaus Jansen:

– die Einrichtung eines „Reset-Knopfs für das Internet“, mit dem das Kanzleramt Deutschland im Ernstfall sofort vom Netz nehmen könne…
– eine Ausweispflicht für alle Internet-Nutzer, welche sich auf deutschem Boden in das Weltinformationsnetz einloggten…
– den Aufbau eines “Nationalen Internet-Zentrums” unter Kontrolle des BKA, in welchem “alle Fäden aus den Bundesländern” (also z.B. den Landeskriminalämtern) zusammen zu laufen und Spezialisten ein tägliches Lagebild zu erstellen hätten
– jeder Internet-Nutzer, der Käufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge erledigen wolle, müsse sich bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen…
– gesetzliche Befugnisse für Behörden “offene und verdeckte Ermittlungen im Internet, speziell in sozialen Netzwerken wie Facebook, SchülerVZ oder Twitter” durchzuführen…
– “Trojaner, Viren und Schadprogramme von privaten Rechnern entfernen zu dürfen”, also auf diese zuzugreifen…
– “Spezialeinheiten für Computerkriminalität in jeder Polizeibehörde einzurichten”…
– “flächendeckend Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Netz-Kriminalität einzurichten”, etc, etc…

Eine ganze Reihe dieser Forderungen des spionage-technischen Komplexes wurden bereits umgesetzt.

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Das CISPA Ermächtigungsgesetz zur vollständigen Internet-Kontrolle ist in Washington bereits durch das Repräsentantenhaus, nachdem vorher wieder einmal ein paar Leute so dumm waren mit den beiden Staatsparteien zu reden anstatt sie zu bekämpfen und auch noch glaubten, was die ihnen versprachen. US-Präsident Barack Obama lügt dazu, das die Schwarte kracht, in Großbritannien sind bereits spiegelbildliche Gesetze zur Totalkontrolle des Weltinformationsnetzes unterwegs.

Jeder der weiß, was Schutzgelderpresser sind, müsste also – nach 10 Jahren Krieg und einem Berg von blöden Geschichten, besonders für Traditionsopfer der German Moron Angst – mittlerweile begreifen, was das bedeutet, wenn Friedrich oder irgendein anderer Innenminister oder irgendeine Polizei oder irgendein Spionagedienst oder irgendein Militär oder irgendein Konzern oder irgendein anderer Verbrecher von “Schutz” seiner lieben Kunden / Bürger / Untertanen redet.

Der in 10 Jahren Krieg aufgeblähte Spionageapparat will seine auch in der Berliner Republik längst exekutierte und von allen Witzfiguren von “Datenschützern” in den Innenministerien, mit Ausnahme von Thilo Weichert, geduldete Praxis der Internet-Überwachung endlich legalisieren, institutionalisieren und auf Kontrollebene anheben. Derweil gerät die Agenda Auflösung der Mitgliedsstaaten im Staatenbund “Europäische Union” durch einen finanziellen Feldzug der EU-Räte, Kommissare und der EZB-Zentralbank immer mehr ins Wanken.

In diesem Kontext gibt dieser Schachzug Brüderles ggf. auch die Gelegenheit die ganze NRW Wahl anzufechten, etwa wenn das Ergebnis der Piratenpartei dort “zu hoch” ausfällt.

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12 Kommentare

  1. F.A.Leyendecker
    Am 3. Mai 2012 um 23:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Paßt in dieses Bild nicht auch die Tatsache, daß Christian Lindner im NRW-Wahlkampf Unterstützung bekommt durch die Stradivari unter den Arschgeigen, nämlich Wolfgang Clement?

  2. Name
    Am 4. Mai 2012 um 01:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Rainer Brüderle will, daß die FDP aus dem nordrhein-westfälischen Landtag fliegt, um den Linksextremisten Lindner als Konkurrent auszuschalten. Lieber Herr Neun, machen Sie mal Urlaub. Nein, ich bin kein FDP-Mitglied und auch kein FDP-Wähler.

  3. phantomplanet
    Am 4. Mai 2012 um 14:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    schön und gut, aber was hat das alles mit Julia Timoschenko zu tun?? Entschuldigung, off topic, aber ich komme da heute einfach nicht dran vorbei. Wie bekloppt ist dieses Land eigentlich???

  4. Alexander Illi
    Am 4. Mai 2012 um 21:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hollararüdi!

    Sie, des nehman’S fei z’ruck, des mit dem Friedrich.
    Des sigt ma doch scho an dera Visagen und dem Nama “Hans-Peter Friedrich”, dass des a Franke is, oiso a frisch zuagroaster Flachland-Preiss!

    Das Sie ois Oba-Preiss mit eanane “Alter Fritz”-Friedrich-Strizis des ned sengan is mer eh scho kloar :)

  5. Daniel Neun
    Am 5. Mai 2012 um 10:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Alexander Illi,
    schon während ich das schrieb, von dem Bergvolk und so, dachte ich an meine Leser in Franken und in der Oerpfalz, die sich schon mehrfach über meine (mutmaßlich) antibayrischen Tendenzen beschwert haben.
    Also bitte: mea culpa.

  6. Schmitz
    Am 5. Mai 2012 um 10:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    “…“Trojaner, Viren und Schadprogramme von privaten Rechnern entfernen zu dürfen”…”

    Lautlach

  7. Alexander Illi
    Am 5. Mai 2012 um 15:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ah gehn’s, mir san da ned so,
    des war doch bloß a Jux :n)
    Und wir verstehn auch an Jokus.
    Nix füa unguad :N

    Man sieht als Bayer aber bei Herrn Friedrich wirklich sofort – sorry, falls das irgendwie rassistisch klänge – dass der einen
    flachlandfränkischen Migrationshintergrund aus dem Mittelalter herrührend hat; am Gesicht, am Namen und an der ‘puritanisch’-trockenen “Law&Order”-Ausstrahlung.
    Das wußte ich, bevor ich im Internet nachgeschaut habe.
    “Echte”, g’standene Oberbayern sind z.B. Gauweiler und “In-Zehn-Minuten-äh-äh-äh-” Stoiber.

    Bin selba übrigens ‘n halber Engländer und viertel Rheinländer, wa ^^
    n’ jeder Jeck is anders
    Genug davon

  8. Christian
    Am 6. Mai 2012 um 07:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Allmächt,
    was isn jetz des? Die Muhakln wollen Franken in Berlin schlechtmachen? Sehr geehrter Herr Illi, kommen Sie mal raus aus Ihrem Minga oder wo Sie herkommen und besuchen den Herrn Neun und dann werden Sie feststellen, daß das erste auf Ihrem Weg, was man annähernd “Berg” nennen kann, zur fränkischen Alb gehört. Und zweiten: Herrn Stoiber lass ich Ihnen gerne, die Wurzeln von Herrn Gauweiler liegen jedoch im kurpfälzischen (ehemals fränkisch) weswegen Herr Gauweiler auch Protestant ist. Schauen Sie zu, daß unsere Bevormundung durch Berlin und Brüssel aufhört – sonst: Freiheit für Franken, frei statt Bayern! Endlich wird auf dieser Webseite einmal ein gewichtiges Thema besprochen. Grüß Gott und habe die Ehre, Christian.

  9. Alexander Illi
    Am 6. Mai 2012 um 12:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Diesmal MEA culpa.

    Als ehemals Bayern als tiefste Provinz empfindender “linker” Weltbürger hatte ich diese vermeintlich halbernsten Spielchen stets mit kopfschüttelnder Belustigung aufgenommen (“Muhakln”, “Man soll Gott für alles danken, auch für einen Franken”, “It’s nice to be a Preiss, but it’s higher to be a Bayer”, “Freiheit für Franken”), und die bayrischen Mundarten hatte ich zunächst aus satirischen Gründen gelernt, bevor mir Ringsgwandl, Polt, Söllner usw. gezeigt hatten, dass auch Bayern inklusive Franken et al cool sein können.
    Aber offenbar sind da immer noch tiefe karmische Verwerfungen.
    Ich danke Ihnen, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben – ich bitte Sie um Verzeihung, und in Zukunft werde ich solche mißratenen Ethno-Satiren zu unterlassen versuchen.
    Für mich haben alle Menschen einen Migrationshintergrund und ich kenne keine Wertungen diesbezüglich.

    Ich hoffe, wir können es hier dabei belassen, damit ich nicht weiter von den hier behandelten noch wichtigeren Themen ablenke.
    Ich bitte Sie nochmals und alle, die ich dabei vielleicht verärgert haben könnte, um Ihre Vergebung.

    Alles Liebe
    Alexander Illi

  10. Alexander Illi
    Am 6. Mai 2012 um 13:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Vielleicht noch ein Nachtrag zur Beleuchtung der eigentlichen Absurdität dieses ganzen, für das Zusammenleben der Menschen überall so wichtigen, Themas; falls Sie, Herr Neun, gestatten, da Sie als erster hier in dieses Wespennest gestochen haben:

    Im ersten Schuljahr war ich in England (nachdem ich in Baden-Württemberg aufgewachsen bin), wo ich fast täglich als “Kraut” zu Raufereien herausgefordert worden bin (die Mittel-Engländer waren da nicht zimperlich) – nach der Ankunft in Bayern war ich dann erstmal der “Engländer”, “Tommy” und “Preissnzipfey”, und weil ein dunkelhäutiger Tonganer bei uns gewohnt hat, war ich das “Negerkind” – vielleicht hat die daraus resultierende Distanziertheit zu “einheimischen Angelegenheiten” dazu geführt, dass mir noch solche Faux-Pas unterlaufen wie hier.

    Nach zwei Jahren als “strangeiro” in Portugal im Wald, lebe ich nun langfristig mit ghanaischer Ehe-Frau und drei ghanaischen Buben in Ghana.
    Out of Africa, back to Africa.

    In diesem Sinne – nehmen Sie diesen Schmarrn doch nicht so bierernst, Sie fränkischer Law&Order-Fuzzi.

  11. Christian
    Am 6. Mai 2012 um 17:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Grüß Gott Herr Illi,
    Sie sind mir ja lustig. Erst scherzen und dann keinen Spaß vertragen. Im übrigen bin ich nur in Unterfranken geboren und habe lothringische, pfälzische, polnische und österreichische Großeltern. Ich bin sozusagen “Mehr Europa” ganz persönlich und ich grüße Sie ganz herzlich in Ghana.

  12. Name
    Am 8. Mai 2012 um 04:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bleibe dabei. Was für ein Schwachsinn. Aber unterhaltsam. Jetzt würde man nur noch gerne erfahren, wer Herrn Brüderles Auftraggeber ist.

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