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Deutschlandpremiere: Landtags- und Kommunalwahl in Bremen ab 16
Von petrapez | 21.Mai 2011
In Bremen findet am morgigen Sonntag, den 22.Mai 2011 die Wahl zur 18. Bremischen Bürgerschaft statt.
Es werden das neue Landesparlament der Freien Hansestadt Bremen – die Bremische Bürgerschaft sowie die Stadtbürgerschaft – die kommunale Volksvertretung der Stadtgemeinde Bremen sowie die Beiräte der Stadträte in Bremen und Bremerhaven gewählt.
Am 14. November 2009 wurde das Wahlalter auf sechzehn Jahre gesenkt.
Das Gesetzesblatt im Orginaltext ist hier zu nachzulesen.
Somit können sich die sechszehn- und siebzehnjährigen jungen Bürger mit ihrer Teilnahme zum ersten Mal bei einer Landtagswahl aktiv einbringen.
Deutschlandweit macht diese Wählergruppe in dem Alter nur ca. zwei Prozent aus. Rechnet man die reale Wahlbeteiligung dagegen, sind es weit aus weniger abgegebene Stimmen. Dennoch haben viele Politiker der etablierten Parteien einen Horror vor der Beteiligung an demokratischen Prozessen, obwohl immer wieder Klagen über die Wahlmüdigkeit in Deutschland zu hören und zu beobachten sind.
Anstatt die Aktivitäten zu fördern, indem man die Jugend in gesellschaftliche Entscheidungen – die schliesslich in nicht unbedeutender Weise ihr noch vor ihnen liegendes Leben prägen werden – einzubeziehen, ist man im Etablishment, dem die Mitglieder in Scharen davonlaufen, dagegen.
Führerschein mit siebzehn – das geht, weil diese “Mobilisierung” Absätze der Kraftstoff- und Autoindustrie garantiert.
Den jungen Menschen die nötige Vernunft abzusprechen und zu palavern, diese würden nur Randgruppen wählen (gezielt wird hier auf Nationalsozialisten und Ultrarechte) zeigt die pure Angst vor echten Veränderungen des Status Quo, in dem man es sich seit Jahrzehnten gemütlich gemacht hatte.
Die Revolutionen in Europa und anderen Staaten zeigen, dass gerade die jungen Leute die treibende Kraft für die Errichtung einer gerechteren Welt geworden sind während die Generation ihrer Eltern bis auf wenige Ausnahmen grandios durch gehorsame Anpassung und Mitläufertum versagt hat.
Topics: Gesellschaft, Stände und Verhältnisse, Kommentar, Politik | 7 Kommentare »
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21.Mai 2011 at 16:38
Bei Umfragen wissen die meisten Jugendlichen nicht mal das Sie wählen dürfen. Und zu durchschauen wie die politischen Gewichte gelagert sind , ist auch für Erwachsene oft zu schwierig. Warum nicht gleich alle Schüler, den jüngeren geht, ‘s nicht anders.
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21.Mai 2011 at 18:15
Schau mal, Klaus Walter: Du darfst doch auch wählen, oder?
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21.Mai 2011 at 18:19
Den “Jungen” sowie den “Alten” fehlen hier doch einfach die Alternativen?!
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21.Mai 2011 at 19:57
“Die Revolutionen in Europa und anderen Staaten zeigen, dass gerade die jungen Leute die treibende Kraft für die Errichtung einer gerechteren Welt geworden sind während die Generation ihrer Eltern bis auf wenige Ausnahmen grandios durch gehorsame Anpassung und Mitläufertum versagt hat.”
Was haben diese Revolutionen bislang erreicht? Siehe Ägypten und Tunesien: der selbe Schei(..) wie vorher!
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21.Mai 2011 at 20:04
@ geotechno, wer auf Alternativen nur wartet, kriegt keine mundgerecht von oben herab serviert wie gebratenen Gänse aus dem Märchen wo man einfach gläubig dasitzt und den Schnabel vor Staunen aufsperrt. Selbst ist der Mann und die Frau, der Kreativität bzw. dem Spiel sind keine Grenzen gesetzt!
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22.Mai 2011 at 05:32
@ Werner Raindler
Wesentlich schwieriger als eine Revolution zu machen, ist es, dafür zu sorgen, daß danach die richtigen Leute an die Macht kommen.
Immerhin bewegt sich was – weltweit.
Geben wir dem ganzen unser Wohlwollen mit auf den Weg, damit daraus weltweiter Frieden und Reichtum für alle wird.
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23.Mai 2011 at 06:55
“Children of the future age,
Reading this indignant page,
Know that in a former time
Love, sweet love, was thought a crime.”
William Blake, 1789 in “A Little Girl Lost”
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