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Warum die Anklage gegen Julian Assange eine Farce ist

Von Daniel Neun | 7.Dezember 2010

Werte Geschworene des Gerichtshofes der Öffentlichen Meinung,

nachdem der Anwalt des Wikileaks-Gründers Julian Assange bereits gestern angekündigt hatte, dass sich sein Klient zwecks einer Befragung selbst zur Polizei  begeben würde, tönte es nun heute nach seiner Festnahme auf einem Londoner Polizeirevier aus der Boulevard-Presse: INTERNET-ANARCHIST, NEIN, TERRORIST VERHAFTET! WEGEN VERGEWALTIGUNG! STEIIIINIGT IIIIIHN! DANN AUSLIEFERN! UND DANN GUANTANAMO! UND DANN KASTRIEREN UND DANN WATERBOARDING, BIS ER ALLES VERRÄT!

Kein einziges “Medium” der kapital-gesteuerten Informationsindustrie, kein Staatssender, kein angesehener, liberaler, wohlsituierter ehrenwerter Journalist im deutschsprachigen Raum hat bisher darüber berichtet, um welchen konkreten Tatvorwurf gegen Julian Assange es bei der Anklage wegen Vergewaltigung überhaupt geht.

Kein Wunder. Es handelt sich um den Tatvorwurf von einvernehmlichem Sex ohne Kondom.

Eine Kurzfassung der Affäre:

Im August ist Julian Assange – bereits so etwas wie ein kleiner Popstar – auf Tour in Schweden. Er hat in der Nacht zum 14.August (heterosexuellen) Sex in Enköping und in der Nacht zum 17. (heterosexuellen) Sex in Stockholm. In der gesamten Geschichte der Menschheit von Schweden ist so etwas sicherlich noch nie vorgekommen. Als beide Frauen voneinander hören, erstatten sie am 20.August gemeinsam Anzeige. Assanges britischer Anwalt Mark Stephens (1):

“Beide Frauen haben erklärt, dass sie mit unserem Klienten einvernehmliche sexuelle Beziehungen hatten und dass sie auch nach den angeblichen Vorfällen damit fortfuhren sich um freundlichen Kontakt zu bemühen. Erst nachdem die Frauen von der jeweils anderen Beziehung mit Mr. Assange erfuhren, erhoben sie ihre Anschuldigungen gegen ihn.”

Der britische “Guardian” berichtet (2):

“Eine Quelle, die eng involviert ist, verlautbarte, dass ursprünglich keine von beiden wollte dass der Fall vor Gericht kommt; dass Miss W. den Bericht über die angebliche Vergewaltigung der Polizei erstatten wollte, ohne dass er verfolgt wird und dass Miss A. mit ihr gegangen war um ihr moralische Unterstützung zu geben und dann verwickelt wurde durch die Polizei, die darauf bestand einen Bericht an die Staatsanwaltschaft zu schicken. Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft haben mit Assange gesprochen und seine Version des Vorfalls aufzunehmen. Der Umstand, dass ein Haftbefehl ausgestellt worden war, wurde sofort an eine schwedische Zeitung weitergegeben.”

Beide Frauen erheben gegen Julian Assange den Vorwurf des Geschlechtsverkehrs ohne Kondom. Beide Frauen haben Julian Assange vor der Anzeige um einen “Gesundheits-Check” ersucht, den Assange offenbar abgelehnt hatte.

Eine der beiden Frauen sagt später in einem Interview (3) aus, dass sie nie vor hatte Assange wegen Vergewaltigung anzuzeigen:

“Es ist völlig falsch, das wir Angst vor ihm hatten. Er ist nicht gewalttätig und ich fühle mich nicht durch ihn bedroht”.

Sie fügte dann den (gemessen an dem weltweiten Aufruhr wahrlich unvergesslichen) Satz hinzu:

“Die Verwantwortung dafür, was mir und dem anderen Mädchen geschah, liegt bei einem Mann, der Benimm-Probleme mit Frauen hat.”

Nach der Erstattung der Anzeige am 20.August wird eine Ermittlung gegen Julian Assange wegen Vergewaltigung eingeleitet. Der Rechtsanwalt Bjorn Hurtig, der Assange bei der Anhörung nach der kurzzeitigen Festnahme vertritt, bezeichnet die durch die örtliche Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise als “sehr mager” (1). Noch in der gleichen Nacht beendet die übergeordnete leitenden Staatsanwältin Stockholms, Eva Finne, dieses Ermittlungsverfahren. Die von beiden Frauen eingebrachten Vorwürfe wegen sexueller Kriminalitätsdelikte werden in Bausch und Bogen verworfen, ein kurzzeitiger Haftbefehl aufgehoben. Staatsanwältin Finne in ihrer Erklärung (3):

“Die Untersuchung zu dieser Klage ist hiermit geschlossen, da es keinen Verdacht auf ein Verbrechen gibt.”

Übrig bleibt jedoch ein Ermittlungsverfahren wegen dem Vorwurf der “Belästigung” einer der beiden Frauen -  auch nach dem bizarren schwedischem Recht keine sexuelle Straftat. Aber was kann man darunter verstehen? Unter anderem “unangemessenen physischen Kontakt”. Soll heißen: Geschlechtsverkehr ohne Kondom.

Beide Frauen hatte Julian Assange nicht etwa in irgendeiner linken, intellektuellen, üblich verdächtigen, zivilistischen Eckbar kennengelernt. Beide waren an der Vorbereitung eines Seminars von Assange am 14. August in Stockholm beteiligt. Eine der Frauen gehört der “Sammlung christlicher Sozialdemokraten Schwedens” an, einer Parteisektion der schwedischen sozialdemokratischen Partei SAP. Sie hatte den Wikileaks-Gründer bei sich zu Hause beherbergt und fungierte als seine Sprecherin.

Nachdem nun alle Anklagen wegen Sexualdelikten fallen gelassen worden sind, betritt der Anwalt Claes Borgström (Anwaltskanzlei: Borgström und Boström) die Bühne der Weltöffentlichkeit. Selbst SAP-Mitglied, ehemaliger Ombudsmann der schwedischen Regierung und Bruder der Journalistinnen Annette Kullenberg und Kerstin Vinterhed, übernimmt er nun sowohl die Verteidigung der belästigten Genossin, als auch die der anderen Frau und beschwert sich, dass die Stockholmer Oberstaatsanwältin die Anklagen wegen Vergewaltigung fallen gelassen habe. Borgström spricht am 25. August von

“spezifischen Details, die bisher noch nicht in den schwedischen Medien aufgetaucht sind.” (5)

Warum diese Details bisher nicht in den Akten der Staatsanwaltschaft aufgetaucht sind, sagt Genosse Borgström nicht.

Auftritt Marianne Ny, Generalstaatsanwältin von Schweden. In diesem Fall von höchster Priorität der Staatssicherheit erhebt sie nun am 1. September erneut Anklage gegen den Wikileaks-Gründer wegen Vergewaltigung. Seltsam nur – einen Haftbefehl erlässt sie nicht (6). Ny lässt sich Zeit bis zum 18. November, um einen Haftbefehl zu erlassen. Die Generalstaatsanwältin begründet dies damit, dass

“wir nicht in der Lage waren, die Vernehmung abzuschließen.” (1)

Bestenfalls ist diese Begründung als Witz zu bezeichnen. Bereits am 30. August war Assange verhört worden. Noch im Oktober wird ein Ersuchen Assanges nach Arbeitserlaubnis in Schweden abgelehnt. Zu jedem Zeitpunkt ist Assanges Aufenthaltsort den Behörden bekannt. Als schließlich am 20. November, zwei Tage nach dem erlassenen Haftbefehl in Schweden, der internationale Haftbefehl von Interpol gegen Assange erlassen wird (welcher wohl kaum mit einer Anklage wegen Belästigung zustande gekommen wäre) äußert sich Assanges Anwalt Stephens über das Gebaren der schwedischen Generalstaatsanwältin Marianne Ny. Der Rechtsanwalt betont, dass er und sein Klient Julian Assange sowohl in Schweden, als auch in Großbritannien mehrfach eine Vernehmung angeboten hätten, persönlich, per Telefon, per Videokonferenz oder eidesstattlicher Aussage.

“Alle diese Angebote sind durch eine Staatsanwältin brüsk zurückgewiesen worden, die ihre Macht missbraucht”,

so Stephens. Zu der angewandten Gesetzgebung, die 2005 in Schweden eingeführt wurde, äußerte sich der Anwalt Per E. Samuelsson, ein entschiedener Kritiker dieser Gesetzgebung (1):

“Schweden benutzt die Bezeichnung Vergewaltigung in einer Art und Weise wie es kein anderes Land tut. Die Gesetzemacher sind in ihrem Eifer etwas zu erreichen mit dem Unzucht-Gesetz einen Schritt zu weit gegangen.”

Was hier wirklich vor sich geht, zeigt ein heutiger Artikel der US-Abgeordneten Dianne Feinstein. Als langjährige Funktionärin der sogenannten “Demokraten” in den USA suchte sich die Eingeweihte der “Gang of Eight” passenderweise das “Wall Street Journal” (7) als Megafon aus. Feinstein selbst ist als privilegierte Kongressabgeordnete Mitwisserin aller Aktionen der US-Geheimdienste, wie des Auslandsgeheimdienstes CIA, sowie der Geheimoperationen des Militärs. Sie ist mitverantwortlich für Folter, Geheimgefängnisse und Kriegsverbrechen in den letzten neun Jahren Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika. Nun verlangt die “Demokratin” Feinstein die Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange -

wegen einem Gesetz zur Spionageabwehr, das 1917 im Ersten Weltkrieg erlassen wurde.

Vor zwei Tagen veröffentlichte Wikileaks Dokumente des US-Außenministeriums, die belegen, dass die US-Regierung seit langem darüber informiert ist, dass aus den mit ihnen eng verbündeten Monarchien der arabischen Region, namentlich Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, organisierte (para)militärische Attentäter und Milizen (“terroristische Gruppen”) weltweit finanziert werden. Diese Gruppen, sowie die unter ihrer Flagge durchgeführten Attentate, werden seit neun Jahren als Grund für den weltweiten “Krieg gegen den Terror” der USA und ihrer alliierten Staaten benannt. (US-Regierung: “Al Kaida” und “Taliban” aus Saudi-Arabien finanziert)

Die gesamte deutschsprachige Presse schwieg zu der Veröffentlichung dieser unleugbaren Beweise für die Mitwisserschaft der US-Regierung an genau dem, was sie angeblich seit neun Jahren durch einen Krieg bekämpft. Dazu passt, was durch die bizarr unterwürfige deutsche Presse ebenfalls verschwiegen wird:

In den neuen von Wikileaks veröffentlichten Botschaftsberichten des US-Außenministeriums findet sich das geheime Protokoll eines Abendessens letztes Jahr in Washington. Anwesende: US-Außenministerin Hillary Clinton und der damalige Ministerpräsident Australiens, Kevin Rudd. Rudd, ehemals Diplomat in Peking und fließend hochchinesisch sprechend, bekennt sich darin, ein “brutaler Realist” zu sein und

“China effektiv in die internationale Gemeinschaft zu integrieren und ihm zu erlauben größere Verantwortung zu demonstrieren, alles während man sich bereit macht Streitkräfte in Stellung zu bringen, falls irgendetwas schief geht.”

Werte Geschworene des Gerichtshofes der Öffentlichen Meinung – Ihnen ist nun hoffentlich klar, was hier auf dem Spiel steht. Von ihrem Urteil im Fall Assange könnte nicht nur das Schicksal eines entscheidenden Unterstützers der freien Weltöffentlichkeit abhängen, nicht nur eine mögliche weitere Verschärfung der Überwachungs- und Zensur-Infrastrukturen des Weltinformationsnetzes durch Regierungen und Konzerne, sondern auch eine mögliche Eskalation genau der militärischen Bewegungen, weltdiplomatischen Winkelzüge und Intrigen der elitären Machtetagen, die machtvergessen und machtversessen, bankrott und blamiert, korrupt und verlogen an nichts anderem mehr als dem eigenen Machterhalt durch eine Fortsetzung ihres Neunjährigen Krieges interessiert sind.

Quellen:
(1) http://www.msnbc.msn.com/id/40250098/ns/world_news-europe/
(2) http://www.guardian.co.uk/media/2010/aug/24/assange-wikileaks-swedish-prosecutors-charges
(3) http://www.guardian.co.uk/media/2010/aug/22/wikileaks-julian-assange-sweden
(4) http://www.guardian.co.uk/media/2010/aug/25/julian-assange-wikileaks-sweden-investigation
(5) http://www.newsweek.com/blogs/declassified/2010/08/25/lawyer-for-women-accusing-wikileaks-founder-maintains-charges-of-sexual-misconduct.html
(6) http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-11831519
(7) http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703989004575653280626335258.html?mod=googlenews_wsj
(8) http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/wikileaks/8184731/WikiLeaks-Kevin-Rudd-warned-of-need-to-be-ready-to-use-force-against-China.html

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Topics: Aktuelle Nachrichten, Hintergrund und Analyse, Politik, Unabhängige Medien | 24 Kommentare »

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24 Kommentare to “Warum die Anklage gegen Julian Assange eine Farce ist”

  1. Daniel Neun meint:
    7.Dezember 2010 at 20:34

    Anmerkung:
    hier der bisher einzige Artikel im deutschprachigen Raum dazu, von Alles Schall und Rauch.
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/was-in-schweden-als-vergewaltigung-gilt.html

  2. TheMan meint:
    7.Dezember 2010 at 21:06

    Feinstein ist nicht die einzige vermutete CIA-Verbindung. Etliche Artikel berichten auch von einer Cuba-Connection:
    http://www.rawstory.com/rs/2010/12/assange-rape-accuser-cia-ties/
    http://www.counterpunch.org/shamir09142010.html

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  3. Sepp meint:
    7.Dezember 2010 at 21:43

    Sagt mal Leute, weiß jemand mehr über das “History-Insurance”-File von Wikileaks?

    Der Datensatz soll ja weder die aktuellen Dokumente, noch die Bankenveröffentlichungen für Januar 2011 enthalten.

    Man munkelt und unkelt…einige User sind sich ja einig, worum es geht. Hier der Link zum File:

    (bitte einen legalen Link verwenden. Recht herzlichen Dank. Die Red.)

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  4. Uhu meint:
    7.Dezember 2010 at 21:57

    Hallo…
    Es gibt nicht nur Sex ohne Kondom, sondern sogar Sex ohne die CIA.

    Jeder schwingt sich hier an der Geschichte um Wikileaks zu seiner eigenen Geschichte auf. Der war´s, nein, der war´s. Und die war´s und das war´s, genau. Und ich hab´s schon immer gesagt.

    Entscheidend ist, dass diese Anklage gegen Assange einfach vor einem ganz normalen Gericht in Schweden oder in England verhandelt wird – wenn es schon keine ernstzunehmende Anklage gibt.
    Dann ist dieser Bluff bald um und die nächste Räuberpistole kann rauchen.

    Übel würde es, wenn die Briten Assange an die USA ausliefern. Die kennt weder Anwälte noch Gerechtigkeit – nicht zwingend. Nicht mehr. Also überhaupt nicht.

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  5. lupo meint:
    7.Dezember 2010 at 22:00

    Die Intelligenz der Welt, was da gedreht wird und Gates freut sich über die Verhaftung. Also gerade der CIA, mit seinen durchgeknallten kriminellen freut sich.

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  6. DailyProtest meint:
    7.Dezember 2010 at 22:48

    WOW!

    Ein wirklicher Klasse-Artikel dazu…

    Ich habe natürlich mitbekommen, dass in verschiedenen Blogs dieser Assange mal als Held , mal als CIA-Agent (Motiv: Zensur-Gesetze im Internet) bezeichnet wird.

    Was den Leuten, die letzteres vertreten sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass er mit den “System-Medien” kooperiert. Meiner Meinung nach war das nötig und richtig. Diese “Medien” disqualifizieren sich selbst, da sie nur die unwichtigen Sachen herauspicken und die viel interessanteren Meldungen außer acht lassen. Wie man teilweise auch im Kommentar-Bereich der “Welt” bemerkt, durschauen, oder zumindest hinterfragen die Leser den Umgang mit diesen doch brisanten Informationen.
    Auch die hetzerischen Artikel zu seiner Festnahme werden im Kommentar-Bereich zerrissen.

    Ich habe zwar nicht große Hoffnung, dass die Veröffentlichungen von WL viel bringen, weil die Masse der Bevölkerung uninformiert leben möchte (aufgrund komplizierter Bildungsstruktur :-) )oder es einfach wieder vergisst (aufgrund Reizüberflutung).

    Ich selbst bin ja noch schlimmer als die oben erwähnten. Ich weiß um die Dinge, aber mach nichts dagegen und das obwohl ich mit 26 in der Blüte meines Lebens stehe.

    Deswegen ein großes Lob an Daniel Neun und seine Mitstreiter, die hoffentlich die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und weiter mit Informationen den Sinn für die Wahrheit und die wahrhaftige Freiheit stärken.

    Mit freundlichsten Grüßen

    DP

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  7. zdago meint:
    7.Dezember 2010 at 23:30

    früher jedenfalls nannte man so etwas :

    Venusfliegenfalle !

    Wäre einmal interessant, das Umfeld dieser Damen auf Geheimdienste abzuklopfen!
    mfg zdago

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  8. Koa meint:
    8.Dezember 2010 at 01:46

    Als Obama meinte, we can, hat er die Schwaben vergessen, wir könned, aber wenn wir könned, dann extrem! Wir könned den fertig mache, und zwar ganz, das hat er leider vergessen. Stuttagrt 21, ich war nich dabei aber ich sypatisiere!

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  9. TheMan meint:
    8.Dezember 2010 at 05:10

    @Sepp
    Davon sprach Julian Assange gerade vor zwei Tagen, als er sich im Guardian Live-Chat Fragen aus der Netzgemeinde stellte. Er meinte, dass sich die verschlüsselte Datei mittlerweile bei 100.000 Leuten befände und dass der Schlüssel im Notfall automatisch publiziert würde.

    Wörtlich sagte er:
    “The Cable Gate archive has been spread, along with significant material from the US and other countries to over 100,000 people in encrypted form. If something happens to us, the key parts will be released automatically. Further, the Cable Gate archives is in the hands of multiple news organisations. History will win. The world will be elevated to a better place. Will we survive? That depends on you.”
    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2010/dec/03/julian-assange-wikileaks

    Noch ein ORF Artikel dazu:
    “Laut Medienberichten ist „insurance.aes256“ 1,5 Gigabyte groß und enthält die kompletten 250.000 Dokumente des US-Außenministeriums, die die Enthüllungswebsite WikiLeaks in die Hände bekam. Ihre Veröffentlichung würde noch viel größere Erschütterungen auslösen als die wenigen bisherigen Enthüllungen mit zum Teil geschwärzten Namen und Orten, heißt es.”
    http://orf.at/stories/2029690/2029691/

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  10. Warum die Anklage gegen Julian Assange eine Farce ist - blog von mattin meint:
    8.Dezember 2010 at 08:19

    [...] von radio utopieWarum die Anklage gegen Julian Assange eine Farce istvon Daniel Neun | 7.Dezember 2010Werte [...]

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  11. Iks meint:
    8.Dezember 2010 at 09:34

    Es ist schockierend das auch hier die Autoren auf diese Farce hereinfallen. Es ist eine PR Aktion nix weiter. Assange wird hier zum Antihelden aufgebaut den der Pöbel bejubeln soll. Die Infos die Wikileaks veröffentlicht sind weder geheim noch wirklich unbekannt und sogar Propaganda die den Kriegstreibern in die Hände spielt. Wenn die Mainstream Medien diese veröffentlicht hätten dann würden die ganzen alternativen Medien den Schwachsinn sofort aufdecken aber nein…. es kommt ja von Wikileaks die ja vom Staat und den Medien so gehasst wird also müssen die Sachen da ja alle stimmen. Und das der arme arme Assange gejagt wird ist ja nur noch mehr beweis das er ne ganz ehrliche Haut ist und Wikileaks ein verfächter der Wahrheit ist.

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  12. Travelbob meint:
    8.Dezember 2010 at 10:10

    Was mich wundert ist, dass in der Mainstream Presse eben doch auch sehr spannende Themen auftauchen, die die USA wirklich in Bedrängnis bringen: Absprachen mit China bzgl. Klimakonferenz, NATO-Pläne gegen Russland, Waffenschmuggel etc.

    Längst sind es nicht mehr nur die Klatsch und Tratsch-Meldungen, die auf SPON & Co veröffentlicht werden.

    Da ja die 3 Affen Presse für die andere Seite arbeitet, ist mir langsam nicht mehr klar, was hier gespielt wird…

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  13. Westerwelle tritt zurück meint:
    8.Dezember 2010 at 11:46

    Kam gerade in der Tagesschau

    http://www.youtube.com/watch?v=UpejzLRqRng

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  14. AntoninArtaud meint:
    8.Dezember 2010 at 13:00

    An die Besserwisser ala “ist ja kein brisantes Material” einen kurzen Hinweis darauf, wie der Informationskrieg im Krieg funktioniert:
    Innerhalb nicht allzu großer Gruppen von Menschen, sagen wir, mit einer Population von in etwa der Belgiens (=”Belgien-Gruppe”), gibt es auf dieser Welt ganz eigene Kommunikationstechniken, die auf einem Netz von Geheimhaltungen beruhen; die Anstalten dieser Techniken nennt man Geheimdienste/Bundesnachrichtendienste und auch Botschaften, sowie diverse andere staatliche Institutionen (zb. Bundestag).
    Innerhalb und zwischen diesen einzelnen Apparaten besteht ein Kommunikationsnetz, das dem Großteil der Welt (Weltpopulation minus Belgienpopulation, “Welt-Gruppen”) nicht zugänglich ist, also ein exklusives Kommunikationsnetz, dass jene befähigt und BEMÄCHTIGT, die innerhalb von ihm sind und all jene disqualifiziert und ENTMACHTET, die außerhalb von ihm operieren. Dass dieses Außerhalb möglichst groß bleibt, die Asymmetrie zwischen innen und außen möglichst maximal intensiv ist, ist die Quelle der Macht(beziehungen) in diesem Netz. Folglich ist die Schwächung der Asymmetrie oder gar deren Umkehrung eine Entmachtung, ein Machverlust auf seiten der Belgien-Gruppe und eine Stärkung, ein Machtzuwachs auf seiten der Welt-Gruppen.
    Das ist besonders wichtig für die Informationen, die wirklich brisant sind. Aber vor allem die Unzahl an nichtbrisanten Informationen haben einen Wahnsinnseffekt der SCHWÄCHUNG auf diese Kommunikationsnetze: das Wissen innerhalb der Gruppen, die zu der “Belgien-Population” zählen, wird dadurch nämlich massiv erschüttert, dass sie sich nicht mehr sicher sein können, welche ihrer Handlungen eigentlich nicht nach außen dringen könnten, d.h. die Auflösung der Macht-Asymmetrie plus dem Fakt, dass seit CableGate auch niemand bisher genau weiß, was da eigentlich alles noch rauskommt, d.h. eine Unterdrückung der Informationskommunikation innerhalb der kleinen Gruppe (reduzierte Sicherheit zb für Westerwelle, weil “Wer ist hier noch n Spitzel?” -> solang mans nicht weiß: besser Klappe halten; das aber lähmt den ganzen Machtmechanismus).
    Der Umstand, dass diese kleinen Gruppen bisher sehr auf Sicherheit der Geheimhaltung, d.h. Macht des Geheimnisses und Sicherheit der Kommunikationswege bauen konnte, ist massiv flöten gegangen. In dem Maße nun, wie diese Sicherheit abnimmt, SCHWÄCHT MAN DIE MACHT DIESER GEHEIMORGAS und zwingt ihre Handlungs- und Kommuninkationstechniken dazu, sich der Öffentlichkeit (“Weltpopulation minus Belgienpopulation”) anzupassen. In dem Maße, wie diese Öffentlichkeit nun zeigt, inwieweit sie in der Lage ist, diese Geheimnismacht aufzulösen oder ganz und gar umzukehren (jetzt weiß nämlich der Assange und einige andere, welches Wissen es noch gibt und die kleine Belgien-Gruppe weiß es gerade nicht = Umkehrung der Machtbeziehungen), wird sie selbst stärker.

    Der Assange interessiert sich nicht unabsichtlich nicht so extrem für die Inhalte der Cables, sondern vielmehr für die Verlässlichkeit der Originalquellen und deren Herkünfte. Dieser Mann hat den Informationskrieg im Krieg als Spiel von Machtkalkülen verstanden. Und eben dieses Machtkalkül, das mit WikiLeaks möglich ist, macht den Herrschenden Gruppen intensivst Angst und schon das ist eine Schwächung (siehe bspw. Westerwelle)!

    Für diese ganze Sache finde ich es äußerst aufschlußreich immer dann zweimal zu lesen, wenn der Assange über Geschichte redet. Da läßt der sich nicht lumpen, und das lumpt andere!

    Vor allem aber zeigt CableGate und WikiLeaks an sich, was für ein gewaltiges Machtpotential im Internet liegt und wieweit dieses Potential sich schon ausbauen konnte in Richtung Umkehrung von Machtbeziehungen zur Schwächung der Herrschenden, also der “BelgienGruppe”. Und noch mächtiger, d.h. stärkender wird das dadurch, dass diese “BelgienGruppe” nun weiß, dass auch alle anderen wissen, dass diese Gruppe das weiß, dass alle anderen das wissen und so ins unendliche. Gerade deswegen sind die nichtbrisanten Informationen (“wussten doch eh alle”) so mächtig, weil jetzt nämlich auch alle wissen (auf beiden Seiten) dass es alle wissen – DASS DAS NICHT SO SEIN SOLL, IST ABER DIE BESTREBUNG DER BELGIEN-GRUPPE. Es ist kein öffentliches Geheimnis, nicht mal ein offenes Geheimnis, sondern gar kein Geheimnis mehr. Damit aber verliert die ganze Kommunikationstechnik der Geheimhaltung im Netz der Herrschenden eine massiv wichtige Säule oder diese ist zumindest erschüttert und strauchelt hin und her.

    In diesem Sinne ist WikiLeaks praktische Philosophie, insofern praktische Philosophie immer eine Guerilla ist, niemals direkt eine Macht, sondern eine Subversion und Unterhandlung.
    Im Informationskrieg innerhalb des Krieges verhandelt man eben auf diese Weise um Informationen. (Die Herrschenden auf die Art und Weise ala “Internetzensur wegen Kinderpornos” und wir eben auf die Art und Weise ala “Geheimnisse zu Schwertern gegen Geheimhaltungen”)

    Historisch gesehen stehen wir damit übrigens in Verbindung mit den DIGGERS und LEVELLERS. :)

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  15. 204999 meint:
    8.Dezember 2010 at 13:20

    Nu mal halblang. Ich kenne die schwedischen Gesetze zu sexueller Nötigung etc. nicht, aber auch nach deutschem Strafrecht müsste das ermittelt werden. Und bei aller Liebe zur Verschwörung: Wenn die CIA oder ein echter Geheimdienst dem was anhängen wollen, dann nicht so eine halbgare Geschichte, dann wird der mit waffenfähigem Plutonium oder mindestens 2 kg. Heroin hochgenommen. Was ja noch passieren kann…

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  16. treuni meint:
    8.Dezember 2010 at 13:20

    …auch ich weiss noch nicht genau was ich von der ganzen Sache halten soll, zur Urteilsfindung ist vielleicht der folgende Link ganz hilfreich.
    Zumindest kann ich nicht nachvollziehen, warum gerde das ehemalige Nachrichtenmagazin und die anderen Lohnschreiber hier in eine Veröffentlichung einbezogen wurden und nun die Lemminge in eine gewünschte Richtung treiben.
    … was ja für Julian Assange hätte klar sein müssen – wenn er DAS ist, wofür er sich ausgibt.

    http://www.jungewelt.de/2010/12-08/008.php

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  17. Travelbob meint:
    8.Dezember 2010 at 13:35

    …und da auf den Blogs, die ich lese, die Betreiber und Autoren sich ebenfalls etwas zurückhalten, was dieses Thema betrifft, vermute ich, dass es auch diesen Bloggern ein Rätsel aufgibt, was gerade läuft.

    Nun stellt sich sogar der Außenminister Australiens hin und sagt: Julian ist ein guter und verdient unsere Hilfe…und stellt sich somit gegen die Regierungschefin und die USA…

    einfach spannende Zeiten…

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  18. Dieter More meint:
    8.Dezember 2010 at 14:12

    Ich lerne daraus Folgendes : offensichtlich droht einem Mann, der mit einer oder mehreren Frauen “einvernehmlichen” (was für ein bescheuertes Wort!) Sex “praktiziert” , Gefängnisstrafe.
    Außerdem lerne ich daraus, daß Frauen offensichtlich generell dazu angehalten werden sollen, Männer, mit denen sie “einvernehmlichen” Sex hatten, anzuzeigen oder anzuklagen , und zwar dann , wenn “politischer Bedarf” besteht . Das Ganze erinnert auch erstaunlich an den Fall Kachelmann. Ich will in diesem Zusammenhang ebenfalls kurz das Thema Aids ansprechen. Offenbar gibt es diese Krankheit gar nicht . Ich habe das erst auch nicht geglaubt (Literatur : Johannes Jürgenson , Die lukrativen Lügen der Wissenschaft ,HP : http://www.seebald.at).
    Andererseits frage ich mich, ob J .A. die Folgen bedenkt,wenn er solche Sachen preisgibt ? Wer sich mit Geheimdiensten anlegt, muß sich fragen (lassen) , ob er nicht ein bißchen “lebensmüde” ist . So wichtig die Wahrheit auch immer sein mag …

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  19. Desillusionierter meint:
    8.Dezember 2010 at 14:30

    Fairerweise muss ich anmerken, dass unsere Mainstreampresse gar nicht mal so einseitig und zugunsten dieser Kampagne gegen Assange berichtet. Hier ist ein bemerkenswerter Beitrag vom Spiegel-Magazin über die Vergewaltigungsvorwürfe in Schweden gegen Assange zu finden:

    http://www.youtube.com/watch?v=SRDMADusfJ4

    Das Statement von Assange, dass es für ihn ein befreiendes Gefühl sei, vom Schlafzimmer aus auf die konspirativen Geschehnisse Einfluss nehmen zu können, die uns alle letztendlich ankotzen, ist schon sehr bemerkenswert.

    Die Berichterstattung und auch die Diskussion zu Wikileaks hat erstauliche Ausmaße erreicht. Ich erlebe es auch, dass sie inzwischen auch in die Gefilde derer vordringt, die bisher eigentlich eher politisch gleichgültig waren. Da ist schon eine erstaunliche Erschütterung einer breiten Weltöffentlichkeit draus geworden. Da kann man nur gespannt sein, was noch daraus wird.

    Danke für die Aufklärung über den Rechtsstand in Schweden bezüglich Vergewaltigung und sexueller Belästigung. Daß der radikale Feminismus heute besonders in Skandinavien eine sehr starke Lobby besitzt, das wußte ich ja bereits. Aber dass es im schwedischen Rechtssystem derartige Ausmaße erreicht hat, das wußte ich noch nicht. Ich denke, hierdurch wird natürlich Mißbrauch und Denunziation erst recht möglich gemacht. Wer über einen solchen Vorwurf erst einmal öffentlich stigmatisiert worden ist, der wird es mit der Rehabilitation später sehr schwer haben. Selbst dann, wenn er freigesprochen wird. Und das wissen bestimmt gerade sehr radikale Feministinnen für sich zu nutzen. Das möchte ich meinen.

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  20. Hans Diadem meint:
    8.Dezember 2010 at 15:13

    Mindestens eine der beiden Frauen die den WikiLeaks Gründer Julian Assange der Vergewaltigung beschuldigen, hat in der Vergangenheit mit einer Gruppe zusammengearbeitet die enge Verbindungen zum US Geheimdienst CIA hat.

    Auch ist Assange in Schweden nicht wegen Vergewaltigung gesucht, sondern vielmehr lautet die Anklage auf “Sex by Surprise”. “Sex by Surprise” ist ein Straftatbestand den es nur in Schweden gibt.

    Der Londoner Anwalt von Assange, Mark Stephen in einem Interview bei AOL News:

    “We don’t even know what ‘sex by surprise’ even means, and they haven’t told us. Whatever ‘sex by surprise’ is, it’s only a offense in Sweden — not in the U.K. or the U.S. or even Ibiza.”

    Anna Ardin, eines der beiden vermeintlichen Opfer Assanges, hat Verbindungen zu einer, von der US-Regierung finanzierten, Anti-Castro Aktivistengruppe. Auf Kuba hat Ardin laut Counterpunch mit “Las damas de blanco” (Frauen in weiß), einer feministischen Anti-Castro Gruppe, gearbeitet.

    Las damas de blanco wird von Carlos Alberto Montaner geleitet. Obwohl Carlos Alberto Montaner in der Öffentlichkeit immer wieder verneint hat ein CIA Agent zu sein, gibt es mehr als deutliche Hinweise darauf das er auf der Lohnliste der Agency steht.

    Eine weitere Verbindung zur CIA besteht darin das “Las damas de blanco” von Luis Posada Carriles unterstüzt wird. Ein durch das Freedom Information Act öffentlich gemachtes Dokument (.pdf) entarnt Posada direkt als CIA Agent. Er wurde für terroristische Anschläge mit mehreren hundert Opfern verurteilt.

    Schon im August hat Assange gegenüber AlJazeera angegeben das die Anschuldigungen eine Schmierenkampagne gegen ihn ist.

    Assagne in der Schwedischen Tageszeitung Aftonbladet:

    “We have been warned that, for example, the Pentagon is planning on using dirty tricks to destroy our work,.., I was told to be carefull of sex traps”

    James Catlin, Author bei cricket.com ist aufgefallen das sowohl Ardin, als auch das zweite Opfer Sofia Wilén, SMS Nachrichten und Twitter Meldungen ausgetauscht haben. Besonders pikant ist das Ardin eine Party zu Assanges Ehren in ihrem Appartment veranstaltet hat – NACH der vermeintlichen Vergewaltigung. In einer Ihrer Twitter Meldungen schreibt sie: “I am with the world’s coolest smartest people, it’s amazing!’”

    In keiner Nachricht zwischen Ardin und Wilén kommt wird über “Vergewaltigung” gesprochen. Das Anna Ardin mit allen Wassern gewaschen ist, zeigt auch die von Ihr publizierte Anleitung wie man sich an untreuen Partnern rächt.

    Britische Medien berichten davaon in Großbritannien jetzt alle Dokumente eingegangen sind, die für eine Festnahme Assanges nötig seien. Scotland Yard habe alle Papiere erhalten und werde Assange wahrscheinlich in den kommenden 24 Stunden festnehmen. In diesem Fall würde Assange einem britischen Gericht vorgeführt, das über seine Auslieferung nach Schweden entscheiden könnte. Mark Stephens kündigte an das sein Mandant gegen die Auslieferung nach Schweden angehen wird.

    Quelle:trendspektor.de:

    Assange in Großbritannien festgenommen

    WikiLeaks-Sprecher Julian Assange wurde offenbar am morgen des heutigen Dienstag von der britischen Polizei verhaftet. Eigentlich hatte der gebürtige Australier, gegen den wegen der in Schweden erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe ermittelt wird, heute mit der Polizei verhandeln wollen.

    Gestern hatte es in Medienberichten geheißen, Assange solle heute vor Gericht erscheinen (gulli:News berichtete). Assanges Anwalt Mark Stephens sagte heute morgen jedoch gegenüber der Zeitung “The Guardian”, man plane vielmehr Verhandlungen mit der britischen Polizei. Dabei solle dann auch über einen Gerichtstermin verhandelt werden.

    Gegen 9.30 Ortszeit – 10.30 mitteleuropäischer Zeit – wurde Assange festgenommen, nachdem er in Begleitung seiner Anwälte Mark Stephens und Jennifer Robinson die Polizeiwache aufgesucht hatte. Dies teilte die britische Polizei kurz darauf offiziell mit. In der Stellungnahme macht es den Anschein, als sei dies geplant und von Assange sowie seinen Anwälten erwartet gewesen. Er soll noch heute einem Richter vorgeführt werden. Im Internet gibt es ein Video, in dem Assanges Anwälte die Situation kommentieren. Es wurde angekündigt, dass im Laufe des Tages eine Video-Botschaft von Assange selbst veröffentlicht werden soll.

    Pläne, den Schlüssel zur “Insurance-Datei” zu veröffentlichen, die als Absicherung für Assange massenhaft verbreitet wurde, gibt es laut internen Quellen momentan nicht.

    Update 1:

    Berichten des Guardian zufolge soll Assange um 14 Uhr Ortszeit, also 15 Uhr deutscher Zeit, vor Gericht erscheinen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Gerichtsmitarbeiter als Quelle.

    Update 2:

    Ein WikiLeaks-Sprecher teilte auf Twitter mit, dass die Festnahme Assanges die weitere Veröffentlichung der “Cables” nicht beeinflussen wird. “Wir werden heute nach ganz normal weitere Cables veröffentlichen”, schrieb der unbekannte Mitarbeiter.

    Update 3:

    WikiLeaks-Unterstützer planen offenbar eine Spontandemonstration vor dem Londoner Gerichtsgebäude.

    Update 4:

    Nach Angaben des Guardian befindet sich Assange mittlerweile im Gerichtsgebäude. Seine Verhandlung soll, wie bereits vermutet, um 14 Uhr Ortszeit beginnen. Assanges Anwalt Mark Stephens sagte gegenüber Reportern, das Treffen mit der Polizei sei “sehr freundlich” abgelaufen.

    Update 5:

    Assange wird innerhalb der nächsten Minuten vor dem Richter erscheinen. Da die anwesenden Journalisten die Anordnung bekamen, ihre Mobiltelefone und sonstigen technischen Geräte auszuschalten, wird es zunächst keine Live-Updates geben.

    Update 6:

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP wurde Assange vom Richter gefragt, ob er einer Auslieferung an Schweden zustimme. Assange stimmte nicht zu.

    Update 7:

    WikiLeaks verschickte auf Twitter einen weiteren Spendenaufruf. Diesem nachzukommen, dürfte sich jedoch zunehmend schwierig gestalten, da nach PayPal und MasterCard auch Visa die Kooperation mit WikiLeaks aufgrund angeblich illegaler Aktivitäten eingestellt hat.

    Update 8:

    Der Guardian berichtet nun einige Details der Verhandlung. So soll Assange – wie bereits in mehreren Quellen zu lesen – in mindestens einem Fall gegen den Willen der Frau auf die Benutzung eines Kondoms beim Sex verzichtet haben. In einem Fall wird ihm vorgeworfen, Sex mit einer schlafenden Partnerin gehabt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist demnach gegen eine Freilassung Assanges auf Kaution. Als Gründe gibt sie an, er habe sich nicht sofort freiwillig gestellt und solle zudem “zu seinem eigenen Schutz” in Gewahrsam bleiben.

    Update 9:

    Offenbar wurden mehrere britische Prominente im Umfeld der Gerichtsverhandlung gesehen. Es wird vermutet, dass diese als Bürgen für Assange einspringen wollen.

    Update 10:

    Nach Angaben des Guardian wurde Assange eine Freilassung auf Kaution verweigert. Er soll zunächst bis zum 14. Dezember in Gewahrsam bleiben.

    Update 11:

    Ein WikiLeaks-Mitarbeiter zeigt sich in einem Tweet enttäuscht von der Entscheidung des Richters. “Im Stich gelassen durch die bizarre Entscheidung, Julian Assange eine Kaution zu verweigern,” schreibt der Aktivist. Er betont aber, die Veröffentlichung der “Cablegate”-Dokumente werde trotzdem wie geplant weitergehen.

    Quelle & Dank: Gulli.com

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  21. Warum die Anklage gegen Julian Assange eine Farce ist - yoice.net meint:
    8.Dezember 2010 at 17:56

    [...] und Dank an: Daniel Neun – Radio Utopie Sorgen Sie für die Verbreitung dieses Artikels und speichern Sie diesen unter folgenden [...]

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  22. Uwe Reinhardt meint:
    8.Dezember 2010 at 20:45

    Kompliment an dich.Besser kann man es nicht ausdrücken und ist zusammen mit dem Bericht von Freeman das einzig Lesenswerte das es zur Zeit im Internet gibt.Eigentlich dachte ich immer Deutschland wäre das Land der Dichter und Denker.Ich hab da begründete Zweifel.

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  23. Welehamm meint:
    10.Dezember 2010 at 00:14

    Chapeau, unsere Qualitätsmedien drucken nur den Mist aus den Ticker. Eigene Recherche, die besonders in diesem Fall mal recht einfach durchzuführen wäre – man bräuchte nur zu googeln – machen die nicht, oder wollen die nicht machen. Lest mal den Bullshit, den CC Malzahn von der WELT schrieb. He thinks the sun is shining out of his ass.

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  24. taxamuxie meint:
    10.Dezember 2010 at 10:45

    @#7 zdago
    “Wäre einmal interessant, das Umfeld dieser Damen auf Geheimdienste abzuklopfen!
    mfg zdago”

    Das wurde schon gemacht.Tadaaa… http://qwstnevrythg.com/2010/12/anna-ardin-cia-2/

    Bin mir jedoch unsicher, wieviel man darauf geben kann

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