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Die Nazifizierung der Vereinigten Staaten von Amerika

Von Paul Craig Roberts | 27.August 2010

Der Tod des First Amendment

Chuck Norris ist kein pink-liberaler Kommie, und Human Events ist eine sehr konservative Publikation. Die beiden haben sich zusammengetan, um einen der wichtigsten Artikel unserer Zeit zu veröffentlichen: „Obamas US-Mordprogramm.

Es scheint erst gestern gewesen zu sein, dass die Amerikaner, oder zumindest diejenigen, die sich für ihre bürgerlichen Rechte interessierten, schockiert feststellten, dass das Regime Bush so flagrant gegen das FISA-Gesetz (Foreign Intelligence Surveillance Act – Gesetz über die Überwachung ausländischer Geheimdienste) verstoßen hatte, welches das Ausspionieren amerikanischer Bürger ohne gerichtliche Genehmigung verbietet. Ein Bundesrichter am FISA-Gerichtshof trat sogar zurück in Protest gegen die Gesetzwidrigkeit der Überwachung.

Nichts geschah. „Nationale Sicherheit” stellte Präsident und Regierung über die Gesetze des Landes. Bürgerliche Freidenker machten sich Sorgen, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ihre Macht aus den Einschränkungen des Gesetzes befreien wollte, aber niemand sonst schien sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Ermutigt durch ihren erfolgreichen Gesetzesbruch kündigte die Regierung Anfang dieses Jahres an, dass das Regime Obama sich selbst das Recht verliehen hat, Amerikaner im Ausland zu ermorden, wenn diese Amerikaner als „Bedrohung“ erachtet werden. „Bedrohung“ wurde nicht definiert, ein Todesurteil würde also durch eine subjektive Entscheidung eines Funktionärs verhängt werden, der nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Aus der Öffentlichkeit oder den Medien war kaum ein Pieps zu hören. Amerikaner und Medien waren zufrieden, dass die Regierung kurzen Prozess mit Verrätern und Abtrünnigen machte, und wer besser Verräter und Abtrünnige ausfindig machen könne als die Regierung mit all ihren Überwachungsprogrammen.

Das Problem mit dieser Art von Dingen ist, dass diese, wenn sie einmal begonnen haben, nicht mehr aufzuhalten sind. Wie Norris berichtet, indem er Sicherheitsfunktionäre des Regimes Obama zitiert, ist die nächste Stufe die Kriminalisierung von abweichenden Meinungen und Kritik an der Regierung. Die nationale Sicherheitsstrategie vom Mai 2010 stellt fest: „Wir bewegen uns jetzt hinweg über die herkömmlichen Unterschiede zwischen Heimatland und nationaler Sicherheit … Das beinhaltet die Entschlossenheit, terroristischen Angriffen gegen die Menschen in Amerika dadurch vorzubeugen, dass wir die Handlungen, die wir im Ausland setzen, mit den Handlungen und Vorsichtsmaßnahmen im eigenen Land koordinieren.“

Die meisten Amerikaner werden sagen, dass die „unentbehrliche“ Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika niemals einen Amerikaner, der seine Rechte nach dem First Amendment ausübt, mit einem Terroristen oder Staatsfeind in einen Topf werfen würde. Gerade das aber haben Regierungen in der Tat seit jeher gemacht. Sogar einer unserer Gründerväter, John Adams und die Föderalistische Partei, hatten ihren „Alien and Sedition Acts“ (s. > http://de.wikipedia.org/wiki/Alien_and_Sedition_Acts ), der gegen die republikanische Presse gerichtet war.

Wenige Machthaber können Opposition oder Kritik dulden, besonders wenn es eine einfache Sache ist, die Einschränkungen ihrer Macht im Namen der „nationalen Sicherheit“ hinwegzufegen. Der stellvertretende nationale Sicherheitsberater John Brennan erklärte vor kurzem, dass weitere Schritte unternommen werden aufgrund der steigenden Anzahl von Amerikanern, die „von extremistischer Ideologie oder Anliegen eingenommen sind.“ Man beachte, dass diese Formulierung über das Interesse an muslimischen Terroristen hinaus geht.

Auf dem Weg zur Herrschaft über die Welt und ihre eigenen Bürger schafft die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika das First Amendment ab und macht die Kritik an der Regierung zu einem Akt von „heimischem Extremismus”, einem Kapitalverbrechen, das mit dem Tod bestraft werden kann, wie in Hitlers Deutschland oder Stalins Russland.

Anfänglich stellten sich deutsche Gerichte gegen Hitlers illegale Handlungen. Hitler schaltete die Gerichte aus, indem er ein paralleles System von Gerichten aufzog, wie es das Regime Bush mit seinen Militärtribunalen machte. Es wird nicht mehr lange dauern, bis eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten von Amerika keine Bedeutung mehr haben wird. Jede Entscheidung, die gegen das Regime gerichtet ist, wird einfach ignoriert werden.

Das passiert bereits in Kanada, einem amerikanischen Marionettenstaat. In einem Artikel für die Future of Freedom Foundation dokumentiert Andy Worthington die Gesetzlosigkeit des Verfahrens der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Kanadier Omar Khadr. Im Januar dieses Jahres entschied der kanadische Oberste Gerichtshof, dass die Einvernahme von Khadr „eine staatliche Vorgangsweise sei, die gegen die grundlegenden Prinzipien der Rechtssprechung“ verstoße und „die fundamentalen kanadischen Standards für die Behandlung von angehaltenen jugendlichen Verdächtigen“ missachte. Laut dem Toronto Star wies der Gerichtshof die Regierung an, „eine Lösung zu finden, die die Richtlinien ihrer Außenpolitik mit ihren verfassungsmäßigen Verpflichtungen gegenüber Khadr in Einklang bringt,“ aber das Marionettenregime des kanadischen Premierministers Stephen Harper ignorierte den Gerichtshof und erlaubte der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, mit ihrem gesetzwidrigen Missbrauch eines kanadischen Bürgers weiterzumachen.

Der 11. September hat mehr zerstört als Leben, die Gebäude des World Trade Centers und das Gefühl der Amerikaner, unverwundbar zu sein. Das Ereignis hat die amerikanische Freiheit, den Rechtsstaat und die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika zerstört.

erschienen am 26. August 2010 auf > VDARE.COM > > http://vdare.com/roberts/100826_nazification.htm

Die Weiterverbreitung des Textes ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!

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Topics: Gesellschaft, Stände und Verhältnisse | 8 Kommentare »

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8 Kommentare to “Die Nazifizierung der Vereinigten Staaten von Amerika”

  1. lupo meint:
    27.August 2010 at 20:05

    “Der 11. September hat mehr zerstört als Leben, die Gebäude des World Trade Centers und das Gefühl der Amerikaner, unverwundbar zu sein. Das Ereignis hat die amerikanische Freiheit, den Rechtsstaat und die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika zerstört.”

    Die waren schon vorher im Arsch: siehe Bin Laden Zusammenarbeit im Bosnien, gemeinsame Banken in der Drogen Wäsche mit Terroristen u.a. American Bank of Albania, welche nun in der Nachfolge Bank aus Italien, immerhin vor Ort noch ca. 15% hat und eine CIA – USAID Idee ist.

    Und die Hintermänner sind bekanntlich die selben NeoCons.

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  2. Helga meint:
    27.August 2010 at 22:28

    Las bei carta.info/ die Mail eines Österreich-Amerikaners, die ein erschreckendes Bild von Chicago beschreibt. Tagesanzeiger.ch hat heute Artikel mit analogem Inhalt. Wenn das alles so ist, ist es sehr eng geworden für den Überbau. Auch von denen ist jeder – immer noch – ein Mensch. Und für jeden Menschen entwickelt sich Denken in eine ungute Richtung, wenn er sich komplett eng fühlt. Und wer sich auch noch so überhebt, er ist doch dem weltlichen Denken unterworfen und spürt in tiefster Seele Schuld. Da hilft kein Mentalkick, keine Konzepte und sonst kein Selbstbetrug. Würde er dem weltlichen Denken nicht unterliegen, bräuchte er keine Macht über andere Menschen, würde die über sich selbst suchen, Frieden in sich finden.
    Übrigens ist Kanada Teil der Krone.
    Die zunehmende Enge dieser Verstrickungen schreit nach Auflösung.

    astrologieklassisch wußte von vielen Tausend Arbeitslosen in den USA, die sich das Leben nehmen wollen.
    Ein Engländer erzählte mir kürzlich nach einem Besuch in UK, dass dort explosionsartig Zeltstädte entstanden sind, Familien haben ihre Häuser verlassen. Auch da.

    Diese Zeit ist für sehr viele Menschen sehr hart.

    Die Illusionen sind verbraucht. Doch das ist noch nicht eindeutig genug erkannt. Verständlich, wenn jemand nicht unnachgiebig und total nach dem hinter dem Theatervorhang fragte …
    Das Leben mit unseren ungenutzten Möglichkeiten sollte anfangen. Das Prinzip der Angst beherrscht uns noch. Wir wagen nicht, an das Prinzip der Liebe zu glauben, nur weil wir mit ihrer Existenz nicht vertraut sind. Verständlich, ein Klavierschüler der vor all diesen Tasten sitzt, ganz an seinem Anfang, kann immerhin ein Vorbild kennen und wissen, dass es geht. Was kennen wir? Lüge und Halbwissen und Interpretationen in Bodennähe, mit Moral, Romantik und Dagegen-Sein. Wie wir meisten bisher arbeiten, denken und handeln, reicht es nicht hin. Wir haben Angst vor wirklicher Erkenntnis, über Arroganz hinaus, auch wenn Arroganz noch so unauffällig wirkt; doch ohne Erkenntnis keine Lösung. Wir haben uns an ´was gewöhnt, das wir nicht loslassen wollen. Denken, für das wir geschult sind, reicht nicht weit und es sitzt überall in uns drin, selbst wenn wir noch so kritisch sind. Wir müssen über unseren Schatten springen. Von der Welt der Angst zur Kraft der Liebe.
    Ich glaube, dass Menschen Teil einer wirklichen Einheit sind, alle – und verbunden mit dem Schöpfergeist. Aus Zwangsjacken herauszukommen ist erst mal ein Schritt. Anstrengungen sind anders nicht durchgreifend und erreichen keine Lösung. Die Lösung ist möglich und außerhalb unserer Konstruktionen.

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  3. JustineNel meint:
    27.August 2010 at 23:49

    Die Nazifizierung der Bundesrepublik:

    > http://www.bohrwurm.net/

    Halleluja! Das Nazi-Recht vom 1933 lebt wieder, in Niedersachsen. “heute hört uns deutschland und morgen die ganze welt” lautet das alte Lied der Finanz-Weltgemeinschaft

    > http://dassystem.blogspot.com/2008/12/checkliste-fr-die-vorbereitung-eines.html

    weiter

    > http://hedesert.wordpress.com/

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  4. petrapez meint:
    28.August 2010 at 00:16

    @ Helga

    ich stimme dir voll zu, zuerst dürfen uns die Ängste in all ihren Abstufungen, vor allem die Verlustängste, nicht mehr beherrschen. Ansonsten kann man sich nicht wirklich als Teil einer Gemeinschaft empfinden und ohne Gewalt oder Egoismus denken und fühlen. Angst macht uns zu beeinflussbaren Sklaven durch andere und durch uns selbst, sie erstickt Freude und Kreativität.

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  5. mathias meint:
    28.August 2010 at 02:07

    ach gottchen.die armen us – sklaven ,erwischt es sie nun endlich selbst ,nachdem ihre gewählten regierungen seit jahrzenten angst und terror weltweit verbreiten …. lach mich weg !

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  6. Alexander Weiß meint:
    28.August 2010 at 02:18

    Die Freiheit ist der größte Gegner der Angst, denn nur sie sprengt mit ewiger Bewegungsenergie die rein mentalen Ketten, die uns die Angst anlegen will.
    In diesem Sinne möchte ich mich an Helga und petrapez anschließen.
    Auch wenn ich die Entwicklung in den Staaten Nordamerikas mit großer Sorge beobachte und deutliche Parallelen in Europa bemerke, so habe ich doch keine Angst, denn ich bin frei.

    “Was machst du, wenn
    die Kritik dich kränkt?”
    Meine Antikritik:
    ich bleibe heiter.
    “Und wenn sie dich
    an den Galgen gehängt?”
    Meine Antikritik:
    ich lebe weiter.
    (Oskar Blumenthal)

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  7. Infoblog Media meint:
    28.August 2010 at 11:47

    Das ist nur ein winziger Ausschnitt aus dem Gesamtbild. Mehr zur Lage hier:
    http://infoblogmedia.wordpress.com/2009/01/09/polizeistaat-uberwachung-usa/

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  8. Hedesert's Blog meint:
    28.August 2010 at 12:55

    [...] Erstellt am August 28, 2010 von hedesert 27.August 2010 at 11:49 pm [...]

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