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Bundestag: Noobs auf 1. Parlaments-LAN-Party
Von petrapez | 25.August 2010
Nachhilfeunterricht: Counter-Strike-Team vermittelt umfassende Kenntnisse der PC-Spiele
Um den Diskussionen um das Verbot von “Killerspielen” etwas mehr kompetente Substanz zu verleihen, werden die 622 Abgeordneten im Herbst fit gemacht, damit sie überhaupt wissen, worüber in den Gesetzesvorlagen bei online-Spielen eigentlich die Rede ist.
Die Organisatoren dieses neuartigen Events sind Jimmy Schulz (FDP), Dorothee Bär (CSU) und Manuel Höferlin (FDP).
Welche Spiele genau gespielt werden, steht noch nicht fest, aber die Liste soll Denk-, Geschicklichkeits- und Sportspiele und einen klassischen Ego-Shooter im Stil von Counter-Strike beinhalten, wahrscheinlich jedoch ein aktuellerer Titel, hiess es. (1)
“Da alle Bundestagsabgeordneten über 18 sind, kann man auch solche Spiele spielen.”
versicherte Bär. (2)
“Medal of Honor” wäre doch da gerade richtig geeignet, da dieses neue Spiel die Gemüter der Bundeswehr und des britischen Verteidigungsministeriums zur Zeit so erhitzen. Männer, die ihre Soldaten in echte Kampfeinsätze schicken, haben in solchen Diskussionen nichts zu suchen – das ist ganz einfach nur unmoralisch.
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltung und Turtle Entertainment sorgen für den reibungslosen technischen Ablauf. Die Bundeszentrale für politische Bildung – die mit der Veranstaltung von Eltern- und Pädagogen-LANs in die Welt der Spiele geschnuppert hat, macht auch mit.
Nun werden nach dieser Veranstaltung nicht gleich lauter Geeks und Nerds im Bundestag sitzen, aber etwas aufgeklärter werden der eine oder andere nach Hause gehen und Vorurteile abgelegt haben.
Einziges Problem dabei ist jedoch, dass die Gefahr besteht, dass in Zukunft die Bundestagsdebatten noch verwaister als bisher vonstatten gehen könnten, denn Spielen am PC macht ja sooo süchtig.
Artikel zum Thema
13.08.2010 Uni-Studie Hohenheim: virtuelle Zocker sind gebildet
Quellen:
(1) http://www.golem.de/1008/77421.html
(2) http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1030700
Topics: Allgemein | 5 Kommentare »
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25.August 2010 at 14:17
bei allem respekt, aber die entwicklung nimmt sehr sehr gefährliche formen an. ich glaube petrapez kann diese nicht erkennen.
ich selber hab mich von diesem geballer hirnverpester ego shooter genre befreit.
ich bin 10 jahre weiter und weiss jetzt, dass es sehr sehr gefährlich ist.
liebe/r petrapez, du verteidigst die falsche sache.
(bald schreibe ich einen artikel dazu, als ex dauerzocker kann ich aus 1. hand berichten.)
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25.August 2010 at 14:51
@ aber etwas aufgeklärter werden der eine oder andere nach Hause gehen und Vorurteile abgelegt haben.
Diese realitätsresistenten Wolkenkuckucksheimer ?
So viel Stoff können sie denen gar icht reinpumpen!
mfg zdago
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25.August 2010 at 16:54
@Prohumani
Ich bin zwar nur Gelegenheitszokker aber ich denke in der Politik wird das ganze Ego-Shooter Thema viel zu ernst genommen.
Es mag wohl stimmen, dass es ambstumpfend ist auf dauer und wenn man zu viel konsumiert, aber ich denke alles ist im Übermaß nicht gesund.
Ich kann für mich nur sagen, dass ich durchaus gern die ein oder andere Session mal zokke aber auch mal nen viertel Jahr lang ohne zokken auskomme.
Für mich will ich auch weiterhin gern den Spaß am Zokken haben und gerne auch legal.
mfg Jack
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26.August 2010 at 07:45
Hah die Abgeordneten sind doch so Hirngewaschen sobald die Runde losgeht gibts nur noch Teamkills weil die in Panik umsich ballern.
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26.August 2010 at 10:56
@ Jack: Sehr guter Kommentar. Ich sehe das ähnlich. Ego-Shooter werden in Spielerkreisen eher als Taktik-Shooter bezeichnet. Es geht der Masse nicht ums Gemetzel und Gespladder. Ich kenne einige Spieler, die gewissen Spiele auf Grund Ihrer zu großen realen Darstellung ablehnen.
Früher haben wir draussen (an der frischen Luft) “Räuber und Gendarm” gespielt mit selbstgebastelten Holzkniften. Ein sinnvollerer Anfang wäre da wohl eher ein Verbot von täuschend echten Spielzeug-Waffen. Darüber verliert im Blödestag leider überhaupt kein Wort.
Wenn ich als Abgeordneter deutsche Soldaten wissentlich in einen verfassungswidrigen Einsatz schicke um zivilisten und Freiehitskämpfer zu töten, sollte ich mich beim Beurteilen von virtuellen Spielen sehr zurück halten.
Solange Aklohol als größte Droge im Land legal verkauft wird, ist jegliche Diskussion darüber reine Heuchelei. Es gibt deutlich mehr Opfer durch Alkohol, als durch jede andere Droge.
Übrigens: World of Warcraft ist derzeit das Spiel mit den meißten Suchtopfern.
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