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Die WELT sehnt sich nach Terroranschlägen israelischer Elitetruppen im Ausland

Von petrapez | 6.Juni 2010

Die online-Ausgabe der Zeitung Die Welt der Axel Springer AG veröffentlichte am heutigen Sonntag, den 6.Juni unter der Rubrik “Debatte” einen Artikel von Michael Stürmer mit dem Titel

“Israels Blockade-Strategie war verfehlt”.

Anstatt nun zu erwarten, wie die Überschrift zu versprechen scheint, dass auf wundersame Weise die Redaktion dieser Zeitung über Nacht ein Ree!-Manöver gestartet und auf Grund der zahlreichen Leserzuschriften eingesehen hat, dass sie mit der bisherigen Berichterstattung völlig entgegengesetzt zur Meinung der Weltöffentlichkeit einer Verurteilung des Militäreinsatzes des israelischen Militärs und der Blockadepolitik des Gazastreifens steht, wurde man enttäuscht.

Nichts hat sich in den Chefetagen geändert sondern beginnt in zunehmenden Masse zur Ungeheuerlichkeit und Anstiften von Verbrechen auszuarten.

Der Inhalt des Artikels ist ein Bedauern darüber, dass die Regierung Israels schon mal besser war und “es auch anders kann”.

Gemeint sind hier Attentate israelischer Geheimdienste und Eliteeinheiten im Ausland, die unbequeme Gegner mit diesen verdeckten Einsätzen vorbeugend schwächen oder ausschalten.

Stürmer bezieht sich auf einen Terrorakt israelischer Spezialeinsatzkräfte, “einer Truppe von Froschmännern und “Flotilla 13″ Kämpfern”, die vor 22 Jahren im Hafen von Limassol auf Zypern ein Schiff – 15 Stunden vor dem Auslaufen – gesprengt haben. Niemand wäre bei diesem Attentat ums Leben gekommen, hiess es.

Das Schiff hatte das Ziel gehabt, nach Gaza zu fahren und 131 Palästinenser in ihre Heimat zurückzubringen, die von der israelischen Regierung zwangsweise aus ihrem Land deportiert worden waren. Zweihundert Journalisten wollten diese Reise begleiten.

Ehud Barak, der damalige stellvertretende Chef des Stabes hätte angeblich vor den internationalen Protesten gewarnt, die durch das Verhindern des Einlaufens dieses Schiffes nach Gaza durch die israelische Marine entstehen würden.

Der Autor des Welt-Artikels bezeichnet diesen Terrorakt des Staates Israels (der sich selbst eine Demokratie nennt), der in dem Hoheitsgebiet eines anderen europäischen Landes durchgeführt wurde, verharmlosend als eine Kriegslist.

Stürmer befürwortete eindeutig Sprengungen und Attentate als Lösung der Probleme der israelischen Regierung zur Verhinderung von internationalen Hilfsaktionen, um die Aufmerksamkeit und Proteste der Öffentlichkeit gegen die Siedlungspolitik des Staates bei deren Ausführung zu unterbinden und scheint zu bedauern, dass diese nicht immer von israelischen Geheimdienstagenten durchgeführt werden, denn er schrieb weiter: “Diesmal war es leider anders, die Taktik war so verfehlt wie die Strategie, und die internationalen Rückwirkungen für Israel sind bitter: …”

Das Schiff Challenger 1 der diesjährigen Free Gaza-Flottille erlitt Ende Mai vor Zypern technische Schwierigkeiten. Es ist nicht völlig von der Hand zu weisen, dass hier Fremdeinflüsse durch Sabotage vorlagen.

Wikipedia-Eintrag zu Ehud Barak:
“…1972 wurde Barak erster Kommandeur der Mossad-Sondereinheit „Caesarea“, die auf Anordnung des israelischen Sicherheitskabinetts gebildet worden war, um Vergeltungsaktionen für die tödlich verlaufene Geiselnahme von München durchzuführen. In dieser Funktion koordinierte er von Israel aus zahlreiche Attentate, bei denen zwei der drei überlebenden Attentäter von München sowie zahlreiche – teilweise vermeintliche – Hintermänner getötet wurden. Im Zuge der öffentlich unter dem nicht vom Mossad stammenden Titel „Zorn Gottes“ bzw. „Operation Bajonett“ diskutierten Vergeltungsmaßnahmen war Barak auch verantwortlich für die Lillehammer-Affäre. Aufgrund einer falschen Identifizierung tötete in Lillehammer ein Kommando des Mossad bei dem Versuch, den Führer des Schwarzen September Salameh zu ermorden, den unschuldigen und unbeteiligten marokkanischen Kellner Ahmed Bouchiki.”

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Weltlage/article7928572/Israels-Blockade-Strategie-war-verfehlt.html

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Topics: Kommentar | 7 Kommentare »

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7 Kommentare to “Die WELT sehnt sich nach Terroranschlägen israelischer Elitetruppen im Ausland”

  1. Mikky meint:
    6.Juni 2010 at 20:16

    Wirklich genial.
    In Zukunft wird halt jede Hilfslotte in ihrem Heimathafen in die Luft gesprengt,keine Sau weiss,wer es war(oder will wissen) und Israel ist wieder sauber.

    Man,welch tolle “Kriegslist”
    Was glaubt denn dieser WO-Autor,mit wen Israel sich gerade alles im Kriegszustand befindet?

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  2. Adams meint:
    6.Juni 2010 at 20:46

    Israel Anno 2010 ist ein paranoider Schurkenstaat, der an sich selbst zerbrechen wird.

    Ich frage mich nur, warum der Axel Springer Verlag gegenüber Israel so einen Kadavergehorsam an den Tag legt. Was springt für die dabei raus?

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  3. think better twice meint:
    6.Juni 2010 at 21:09

    @Adams

    JEDER, der für Springer schreiben will, muss eine Verpflichtungserklärung unterzeichen, daß er/sie/es weder jemals etwas gegen die United Sadists of America noch gegen die sie steuernden Zionisten.

    Das war die Bedingung für die Erteilung der Zeitungungslizenz an Springer.
    Und daran wird von Springer fettes Geld verdient.

    Noch Fragen, Adams?

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  4. kleriker meint:
    6.Juni 2010 at 21:13

    @ Adams: das kann ich dir wohl sagen. man siehe sich einfach mal die unternehmensgrundsätze bei springer an. es geht gar nich mal um den profit. ebenso sagte ja bspw ein mathias döpfner (Vorstandsvorsitzender) mal in einem tv-interview, dass er bekennender zionist sei. das sagt ja nun mal alles.

    “Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.”

    http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

    ich meine das ist ja erst mal nix schlechtes wenn man das liest, doch die praxis zeigt leider ein anderes bild.

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  5. uggelmuggel meint:
    6.Juni 2010 at 21:50

    der mann heisst tatsächlich “Stürmer”?
    *kicher
    vielleicht ist das aber auch ein vielsagendes pseudonym.

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  6. Adams meint:
    6.Juni 2010 at 23:22

    Danke.

    Ach so, ja, die berüchtigten Unternehmensgrundsätze von Springer kenne ich. Ich wollte nur wissen WARUM die so einen pathologischen Israel-Fetisch haben. Was versprechen die sich davon?

    “Das war die Bedingung für die Erteilung der Zeitungungslizenz an Springer.”

    Das wäre eine Erklärung. Gibt es historische Quellen dazu? Andere große Zeitungen haben zwar nicht diese “Unternehmensgrundsätze” aber sie befolgen die selben Punkte eigentlich inoffiziell sehr ähnlich.

    “Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.”

    Die größten de-facto-Israelfeinde sitzen derzeit doch eh in der Knesset – und bei Axel Springer, wenn man so will. Die größten Antiamerikaner sitzen im Weißen haus und im Pentagon. Uri Avnery hat mehrmals darauf hingewiesen dass Deutschland als guter Freund Israel eigentlich scharf kritisieren MÜSSTE wenn es notwendig sei, weil man einen guten Freund ja auch nicht besoffen Auto fahren lässt.

    Offenbar haben viele Deutsche aber immer noch einen Bis-zum-bitteren-Ende-Kadavergehorsam in sich drin. Egal ob 1918, 1945 oder 2010.

    Bitter.

    Egal, die deutsche Presse kann man sowieso in die Tonne treten. Lügen, Zensur und Propaganda wie im Iran oder Nordkorea – allerdings nicht wie dort wegen Druck von der Regierung. Weil die Regierung in Deutschland dem selben Zensurdruck unterliegt.
    Banana Republic hoch 3.

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  7. falseistrue meint:
    7.Juni 2010 at 08:54

    Hi folks , schaut euch mal den link an
    http://www.becklog.zeitgeist-online.de/2010/02/04/nach-konkretem-angebot-irans-die-welt-fordert-bombardierung/

    es gab schon öfter Versuche der “Welt” ganz unverhohlen zu einem Krieg gegen den Iran zu blasen
    in obigem Fall haben sie aber auf massiven Druck den Artikel eingestampft.
    Macht das bekannt !

    Die Zeitung wird zwar, nach Aussage eines Mitarbeiters der printausgabe, der täglich eine ganz vernünftige Kolumne schreibt
    (kam bei Harald Schmidt ganz symphatisch rüber)
    kaum gelesen,gekauft – aber denen gehört trotzdem immer wieder kräftig auf die Finger gehauen.
    ;-)

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