Chinesischer Staatsrat lädt Irans Atom-Chefunterhändler ein

Chinesischer Staatsrat lädt Irans Atom-Chefunterhändler ein
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Gespräche über das Atomprogramm, Fragen von gemeinsamem Interesse und die Erweiterung von Handelsbeziehungen stehen auf dem Programm – währenddessen erzählen wieder einmal die berühmt-berüchtigten anonymen US-Beamtenquellen “unter der Bedingung der Anonymität, weil die diplomatischen Verhandlungen im Gange sind”, dass China seine Bereitschaft zu neuen internationalen Sanktionen gegen den Iran wegen seines Atomprogramms signalisiert hätte.

Saeed Jalili, der Chefunterhändler Teherans, fliegt heute auf Einladung des chinesischen Staatsrat Dai Bingguo, der Spitzenführungskräfte in der Aussenpolitik berät, zu Gesprächen mit der Regierung nach Peking, berichtete die chinesische Zeitung Xinhuanet. Während des Besuchs sei geplant, dass Jalili mit hochrangigen chinesischen Beamte zusammentreffen wird, um das iranische Atomprogramm zu erörtern, so der Bericht. China hat gesagt, dass Diplomatie und friedliche Gespräche der effektivste Weg sind, um die iranische Atomfrage zu lösen. (1)

Die Vereinigten Staaten und andere westliche Mächte versuchen mit “aller Gewalt” von China die Zustimmung für eine geplante neue UN-Resolution zu erzwingen.

US-Präsident Barack Obama sagte am Dienstag, er wolle härtere UN-Sanktionen gegen den Iran und die führenden Industrienationen hätten sich optimistisch darüber geäussert, dass China mitgehen würde.

Sprecher des chinesischen Außenministeriums Qin Gang sagte auf einer regulären Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag

“Die friedliche Lösung der iranischen Atomfrage durch diplomatische Verhandlungen liegt im Interesse der beteiligten Parteien und dem regionalen Frieden und der Stabilität.”

und sagte am Dienstag, den 30.März zu Reportern in Peking nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters

“China lehnt es ab, dass der Iran Atomwaffen besitz, aber gleichzeitig glauben wir, dass der Iran als souveräner Staat das Recht auf friedliche Entwicklung der Kernenergie hat.”

Fragen von gemeinsamem Interesse und die Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu fördern, werden auch diskutiert werden, hiess es.

Im Jahr 2009 war der Iran der drittgrösste ausländische Lieferant von Rohöl nach China, das Land ist der weltweit zweitgrösste Verbraucher von Erdöl nach den Vereinigten Staaten. (2)

Diese Meldungen erwecken nicht den Anschein, dass China der neuen UN-Resolution zu verschärften Sanktionen gegen den Iran zustimmen würde.

(1) http://news.xinhuanet.com/english2010/china/2010-03/31/c_13232873.htm
(2) http://www.reuters.com/article/idUSTRE63004520100401

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5 Kommentare

  1. Am 1. April 2010 um 07:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Von der chinesischen Diplomatie können unsere
    Politganoven eine ganze Menge lernen.
    Aber die sind anscheinend absolut Bildungsresistent.

    Nicht Gewalt ist angesagt sondern Hilfe. Nicht Ausbeuten ist angesagt sondern Aufbau.

    Ein Blick über den Tellerrand z.B. nach Afrika
    zeigt wie Chinesen Hilfe leisten.

    Die lassen sich auch nicht durch die Israelis
    ” IRRE ” machen.

    Die entscheiden nämlich selber.

  2. k_w
    Am 1. April 2010 um 08:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @mimmko: Na ja, Aufbau, Hilfe … Altruismus würde ich von den Herren des Himmlischen Friedens nun nicht unbedingt erwarten. ;-) Die haben irgendwas zwischen 600 und 800 Milliarden Dollar investiert (davon die Hälfte in langfristige Verträge über Rohstofflieferungen), und das tun die nicht, wenn sie Sanktionen beschließen wollten, die den Nutzen aus den Verträgen gegen Null laufen lassen. Hoffe ich.

    Übrigens wurden die letzten Sanktionen MIT China beschlossen, nachdem Obama in einem Vieraugengespräch andeutete, er könne die Israelis ansonsten nicht von einem Militärschlag abhalten. Die Russen sollen mal die S300 liefern, dann überlegen die es sich vielleicht.

  3. Am 1. April 2010 um 12:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Von Selbstlosigkeit im Rahmen des Handelns der Chinesen war nie die Rede.
    Es wurde von Hilfe und Aufbau geschrieben.

    Wie wird diese Hilfe und Aufbau eingesetzt.

    Nicht im Abwerfen von Mehl und Reissäcken oder noch besser durch die beliebten Waffenlieferungen.
    Damit kann man Hunger auch bekämpfen. Dann bringen sich die so Belieferten gegenseitig um. Dann hat nur noch der verbleibende Rest Hunger bzw. die verbliebenen Rationen sind dann ein wenig grösser.

    Wer sind denn die Produzenten des Terrors ?

    Die von den Industrienationen ausgeraubten und ausgeplünderten Länder ?

    Oder sind die Länder die den Hunger und das Morden in diese Länder tragen.

    Diese Länder haben dann durch die gekaufte Presse und den Politganoven, die Gelegenheit die Schuld den anderen in die Schuhe zu schieben.

    Wenn man dieses dann jeden Tag eindringlich wiederholt, glaubt es irgendwann auch der letzte
    verblödete Bürger und die, die für dieses Unrecht verantwortlich sind wahrscheinlich auch ( siehe 9 / 11 ).

  4. lupo
    Am 1. April 2010 um 12:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Türkei hat sich ebenso klar geäussert, das der iran ein Recht auf sein Atom Programm hat und auf die Zivile Nutzung. Wer gibt den USA das Recht, oder gar Israel fremde Länder zu kontrollieren, wenn man selbst Internationale Atom Stop und Kontroll Abkommen nicht ratifiziert hat.

  5. freethinker
    Am 1. April 2010 um 15:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    China macht eine Politik, da können unsere Kriegstreiberregierungen sehr, sehr viel lernen von.

    Aber diese alten Kolonialisten sind noch immer in ihren imperialen Strukturen verhaftet und dabei einen weiteren mörderischen Angriffskrieg zu erzeugen.